ThPQ 4/2026 "Franziskus": Mensch, Impuls, Wirkung in Geschichte und Gegenwart.

Franziskus – unter den Heiligen der Kirche ist der "Poverello", der "Mann aus Assisi" geradezu ein Superstar: Patron u.a. der Armen und Blinden, der Strafgefangenen und Sozialarbeiter, Vorbild in Sachen urwüchsiger Spiritualität und sozialer Solidarität, glaubwürdig in seiner sorgenden Verantwortung für die Schöpfung und nicht zuletzt Quelle und Integrationsfigur der "franziskanischen Botschaft". Neuen Schub erhielt deren Popularität mit Papst Franziskus und der Enzyklika "Laudato si'". Zum 800. Todestag des Heiligen nähert sich Heft 4/2026 der Theologisch-praktischen Quartalschrift seinem Erbe aus verschiedenen Blickwinkeln: Wie entwickelte sich das Bild des Franziskus? Wie trat Klara von Assisi aus seinem Schatten? Was zeichnet die franziskanische Theologie aus? Welche Impulse und Inspirationen hält sie für unser Leben bereit? Und wie franziskanisch war eigentlich der Jesuitenpapst Franziskus?

Aus dem nur wenige Jahrzehnte währenden Leben und Wirken des Franz von Assisi entfaltete sich eine breite theologische Tradition in verschiedenen Varianten und ein geschichtsträchtiges, heute weltweit präsentes vielfältiges Ordensleben. Sein Beispiel prägt die christliche, vor allem die katholische Frömmigkeit – der Sonnengesang gehört zum Gebetsgut der Christenheit – und zeigt ihn als “Schutzpatron" der Tiere und der natürlichen Umwelt. Papst Franziskus rückte diese Motive ins Zentrum der Aufmerksamkeit und bekräftigte sie noch: Mit “Vergiss die Armen nicht!" wurde eine von ihm selbst 2013 mit der Namenswahl in Verbindung gebrachte Formel zu einer Art Motto des Pontifikats.

Aus dem Editorial

Eine Spurensuche durch die franziskanische Tradition in Kunst und Theologie eröffnet das Heft und leitet zu einer der populärsten Facetten des Heiligen Franziskus über: Seine Verbundenheit mit der Schöpfung, die eine ökologische Perspektive eröffnet, anthropozentrische Denkmuster hinterfragt und Impulse für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Mitwelt gibt. Hier setzt auch die Frage nach Bedeutung und Rolle der Heiligen Klara von Assisi an. Ihre Suche nach einem Leben mit weniger Konsum und materiellem Besitz, ihr Aufruf zu – mit einem modernen Begriff – veganer Ernährung und ihr Ringen um Eigenständigkeit und Selbstbestimmung sprechen gerade junge Menschen bis heute an.

Mit Papst Franziskus haben Zugänge zu Leben und Theologie in franziskanischer Tradition erneut Aufmerksamkeit gewonnen. Gezeigt wird in diesem Zusammenhang, dass die Arbeits- und Denkweise des „Jesuitenpapstes“ Franziskus ignatianisch, sein Lebensstil aber franziskanisch geprägt war.

Mit Beiträgen zum Thema von Andreas Batlogg, Katrin Bederna, Hans Mendl, Sabine Premsel-Maier und Andrea Riedl, zwei Abhandlungen von Michael Rosenberger und Marco Schrage sowie zahlreichen Rezensionen aktueller Publikationen aus allen Feldern der Theologie.

Editorial und Inhaltsverzeichnis Heft 4.2026 "Franziskus"

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Die aktuelle Ausgabe kann auf der Seite der Theologisch-praktischen Quartalschrift beim Verlag Friedrich Pustet in analoger oder digitaler Form bestellt werden. Ein Bezug ist auch über den Buchhandel vor Ort möglich – etwa bei Buch&Segen, der Buchhandlung der Diözese Linz.

06.10.2026/RK