Qualität und Qualitätsmanagement

Auf der Basis des Entwicklungsplans der KU Linz, der sich an der 2020 neu etablierten Prozesslandkarte der Privatuniversität orientiert, werden die Unternehmensstrategie und die entsprechenden Umsetzungspläne entwickelt. Qualitätsentwicklung hat in diesem Rahmen das Ziel, in den Aufgabenfeldern der Universität einen nach internationalen Maßstäben hohen Standard sicherzustellen.

Auf den folgenden Seiten sind dazu insbesondere die Prozesse der Akkreditierung (durch die AQ Austria) und der Approbation (durch die AVEPRO); die Qualitätsziele der KU Linz in den Management-, Kern- und Supportprozessen; exemplarische Maßnahmen zur Qualitätssicherung in detaillierterer Darstellung sowie die Verantwortungsstrukturen an der Privatuniversität beschrieben.

Qualitätsmanagementsystem

Das Qualitätsmanagementsystem der KU Linz ist als selbstlernendes System zu verstehen, welches durch Maßnahmen der Qualitätssicherung die kontinuierliche Verbesserung der Qualität in Lehre, Forschung und „Third Mission“, aber auch in den Bereichen Universitätsleitung und Supportstrukturen sowie Vernetzungen und Partnerschaften zum Ziel hat. Das Erreichen von Qualität wird als fortwährender Prozess verstanden, an dem sich alle Mitarbeiter:innen der KU Linz sowie die Studierenden aktiv beteiligen. Wir verstehen „Universität“ als Expert:innenenorganisation: Typisch dafür ist, dass Veränderungen und Entwicklungen vor allem von der intrinsischen Motivation der an den Managementprozessen – unterstützt von den Supportprozessen – beteiligten Personen abhängen, um die Kernprozesse (Forschung, Lehre und Third Mission) nach höchsten Standards erfüllen zu können. Wir wollen optimale Rahmenbedingungen für Lehrende, Studierende und Mitarbeiter:innen schaffen, in denen eine kontinuierliche Weiterentwicklung erfolgen kann. Die KU Linz begreift Qualitätsmanagement daher nicht als Erfüllung einer extern auferlegten Pflicht, sondern als Teil des akademischen Alltags, in dem das Streben nach Exzellenz in Lehre und Forschung zum Wohle der Studierenden und anderer „Nutzer:innen“ das oberste Ziel aller Lehrenden und Forschenden darstellt.

Ihre Entwicklungsprozesse vollzieht die KU Linz in verschiedenen Verfahrensweisen. Neben der institutionellen Akkreditierung (inkl. dem Berichtswesen) sind beispielsweise interne und externe Evaluationen von Lehr- und Forschungsinhalten (Lehrveranstaltungs-/Studiengangsevaluierung, Forschungsdokumentation), Organisations- und Serviceeinheiten zu nennen. Hier kommen partizipative und konsultative Prozesse zur Anwendung, wenn es um die Entwicklung und/oder Überarbeitung von Inhalten oder Abläufen geht.

PDCA-Zyklus

Im Zuge des Qualitätsmanagements kommt an der KU Linz der klassische PDCA-Zyklus zur Anwendung. Dieser besteht aus vier Phasen. Phase 1 („Plan“) führt eine Situationsanalyse durch, definiert messbare Ziele, durch die Qualität und Qualitätsniveau festgelegt werden, und bestimmt Maßnahmen zur Zielsetzung sowie Verfahren zur Feststellung der Zielerreichung. Phase 2 („Do“) setzt konkrete Maßnahmen „im Kleinen“ um und steuert den Entwicklungsprozess. Phase 3 („Check“) überprüft die erreichte Qualität und ergründet im Fall von Zielabweichungen die Ursachen. Bei Bedarf werden die Maßnahmen nachjustiert. In Phase 4 („Act“) werden erfolgreiche Qualitätssicherungsmaßnahmen großflächig umgesetzt und als neuer Standard implementiert. Dieser neue Standard existiert so lange, bis ihn ein noch höherer Standard ersetzt. Jede Verbesserung des Standards beginnt wiederum mit Phase 1.

Der Qualitätsregelkreis ist ein periodischer Prozess mit klarer Festlegung von Verantwortlichkeiten unter Beteiligung aller relevanten Gruppen und sichert damit den kontinuierlichen Selbstlernprozess mit dem Ziel, die Ist-Soll-Diskrepanzen zu erkennen und zu beseitigen. Anhand eines Praxisbeispiels soll die Funktionsweise dieses Prozesses verdeutlicht werden.

Die Servicestelle Qualitätsmanagement steht allen Organisationseinheiten innerhalb der KU Linz beratend zur Seite und unterstützt bei der Gestaltung der Instrumente des Qualitätsmanagements und deren Einbindung in die jeweiligen Schritte des PDCA-Zyklus.