DIPLOMSTUDIUM KATHOLISCHE THEOLOGIE

Dieses Studium vermittelt jenen, die sich auf Leben und Beruf als Priester, Diakon, PastoralassistentIn oder in anderen kirchlichen Diensten vorbereiten möchten, eine breite, wissenschaftlich fundierte philosophische und theologische Bildung. Aber auch Karrieren in der theologischen Forschung und Lehre sowie in vielen nicht-kirchlichen Berufsfeldern, die eine philosophisch-theologische und human- und religionswissenschaftliche Bildung erfordern, beginnen mit diesem Studium.

2-Spalter

Factbox

Zulassungsvoraussetzungen:
Universitätsreife, Latinum, Graecum
Weitere Details hier

Studienumfang/-dauer:
300 CP / 10 Semester
(2 Studienabschnitte)

 

Akademischer Grad:
Magister/Magistra der Theologie (Mag. theol./Mag.a theol.)

Weiterführende Studien:

Studieninhalte

Das Studium bietet abwechslungsreiche Lehrveranstaltungen durch alle Fachbereiche der Theologie (Biblische Fächer, Kirchengeschichte-Patrologie, Fundamentaltheologie, Dogmatische Theologie, Moraltheologie, Theologie der Spiritualität, Religionswissenschaft, Pastoraltheologie, Liturgiewissenschaft, Sakramententheologie, Kirchenrecht, Christliche Sozialwissenschaften, Katechetik/Religionspädagogik) und Philosophie und besteht aus zwei Studienabschnitten (180 + 120 CP). Die einzelnen Module gliedern sich wie folgt:

In diesem Modul werden die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt, es ist das Hebraicum zu absolvieren und es wird in die Theologie eingeführt.

Aus dem Angebot sind im ersten Studienabschnitt zwei Thematische Module zu absolvieren. Wählbar sind hier das:

Thematische Modul I (Wirtschaft-Ethik-Gesellschaft)
Aufbauend auf die Studieninhalte des Fachs Christliche Gesellschaftslehre werden die Phänomene der wirtschaftlichen Liberalisierung, Globalisierung, gesellschaftlichen Pluralisierung und Segmentierung als mehrdeutige „Zeichen der Zeit“ und als wesentliche Kontexte theologischer und ethischer Diskurse wahrgenommen. Die Durchführung erfolgt mittels interdisziplinärer Reflexion in der Perspektive verschiedener theologisch-ethischer und sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Fächer. Ziele des Moduls sind die Vermittlung von Grundkenntnissen über die gegenwärtigen sozioökonomischen Verhältnisse, die Einübung in den Dialog über Probleme der heutigen globalisierten Welt und zu deren Mitgestaltung und Weiterentwicklung sowie die Kenntnis von Kriterien für verantwortliches Handeln von Christ/inn/en in der modernen Gesellschaft.

Thematische Modul II (Kunst als Ort religiöser, philosophischer und weltanschaulicher Kommunikation)
Kunst als eine der ursprünglichsten Äußerungen menschlicher Kultur steht immer in einem Verhältnis zur gesellschaftlichen Situation und zum religiösem Denken und Tun von Menschen. Kunst ist Sprachmittel von Religion und ist gleichzeitig oft provozierende Herausforderung für Religion. – In diesem Modul sollen die Studierenden in den interdisziplinären Diskurs von Kunstwissenschaft,

(Kunst)Philosophie und Theologie eingeführt werden: Erste, grundlegende Kompetenzen der Kunstwahrnehmung werden erarbeitet. Philosophische Reflexion auf das Schaffen und Wahrnehmen von Kunst überhaupt und theologische Reflexion auf das spannungsreiche Verhältnis von Kunst und christlicher Religion soll angestoßen werden. Exemplarische Einzelthemen, insbesondere aus der jüdisch-christlichen Ikonographie und deren Wirkungsgeschichten, konkretisieren die Beschäftigung, die die Studierenden insgesamt befähigen soll, in den Diskurs Kunst – Theologie/Philosophie einzutreten.

Modul Basiskompetenzen Gemeindearbeit
Neben den Fächer- und Thematischen Modulen, die der wissenschaftlichen Berufsvorbildung dienen, wird den Studierenden mit diesem Modul die Möglichkeit der Vorbereitung auf vielfältige Berufsfelder in der pastoralen Arbeit in Gemeinden und kategorialen Seelsorgebereichen geboten. Es fördert die für Leitung von Gruppen und Begleitung von einzelnen Menschen erforderlichen kommunikativen und praktischen Fähigkeiten. Neben Grundkenntnissen in der Planung pastoraler Angebote werden auch Kompetenzen in Gesprächsführung und Mitarbeitermotivation sowie in der Moderation von unterschiedlichen Interessens- und Altersgruppen erworben. Damit erhalten die Studierenden einen Einblick in die vielfältigen praktischen Aufgaben im pastoralen Dienst.

Im zweiten Studienabschnitt ist das Thematische Modul III (Säkularisierung als philosophische und theologische Herausforderung für Kirche und Christentum) vorgesehen: „Säkularisierung“ gilt als eines der wichtigsten und umstrittensten Deutungsschemata, um Entwicklungen der jüngeren westlichen Religionsgeschichte zu fassen: Ausdifferenzierung sozialer Teilsysteme aus einer umfassenden religiösen Wirklichkeitsdeutung, Trennung von Kirche und Staat, Bedeutungsverlust religiöser Werte. Angesichts von gesellschaftlichen Phänomenen wie Individualisierung, Privatisierung und „Rückkehr der Religion“ scheint Säkularisierung aber nicht das Ende, sondern eine Transformation von Religion anzuzeigen. – Das interdisziplinäre Modul vermittelt eine vertiefte Wahrnehmung dieses Phänomenbündels und führt in dessen religionsphilosophische Interpretation ein. In theologischer Perspektive wird es als Herausforderung zur vertieften Selbstreflexion und -artikulation kirchlicher Identität in Dogmatik (besonders Ekklesiologie) und Praktischer Theologie angenommen.

Die Lehrveranstaltungen des Fächermoduls Vertiefung führen die Grundkurse auf einem höheren Niveau fort und verbreitern und vertiefen dadurch die Kenntnisse und Einsichten der Studierenden in den Fächern und Themen der Theologie.

Im Fächermodul wird eine umfassende Einführung in die Fächer und Themen der Theologie hinsichtlich ihrer Inhalte, Methoden und Entwicklung geboten.

Abgerundet wird das Studium mit den Wahlmodulen, die der individuellen Vertiefung und Schwerpunktsetzung dienen.

Das Diplommodul besteht aus einem Seminar aus dem Fach der Diplomarbeit, dem Verfassen der Diplomarbeit und der Abschlussprüfung.

KU International

Das Diplomstudium Theologie macht damit Ernst, dass mit dem II. Vatikanischen Konzil die Kirche zur Weltkirche wurde (K. Rahner). Wer Theologie in Linz studiert, dem stehen die Türen offen, um geförderte Auslandsaufenthalte an einem unserer renommierten Partneruniversitäten zu absolvieren: am Boston College (USA) und an der Pontifícia Universidade Católica do Paraná (Brasilien). Hier geht es zu den Angeboten und Stipendien im Rahmen des ICM Projektes ...

Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsvoraussetzung ist die allgemeine Universitätsreife.

Ausreichende Kenntnisse der lateinischen und griechischen Sprache sind zur Zulassung erforderlich. Liegen diese Kenntnisse ausweislich eines Reifeprüfungszeugnisses oder sonstiger anerkannter Zeugnisse oder Diplome nicht vor, so sind diese Sprachkenntnisse bis zum Abschluss des ersten Studienabschnittes in Form von Ergänzungsprüfung/en nachzuweisen. Zur Vorbereitung auf die Ergänzungsprüfung/en werden an der KU Linz folgende Lehrveranstaltungen angeboten: Latinum (12 CP) und Graecum (12 CP).

Infos rechts // Zul-Vor, Berufsfelder links

Berufsfelder

  • Pastorale Berufe in Pfarren, Dekanaten, Seelsorgeeinrichtungen etc. als Priester oder LaientheologIn
  • Kinder-, Jugend-, Gemeindearbeit
  • Erwachsenenbildung
  • In Kultureinrichtungen oder in der Personalentwicklung   
  • Als GeisteswissenschafterIn in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und NGOs oder im Medien- und Kommunikations-bereich
  • Wissenschaftliche Laufbahn

RU links; Passau rechts

Das Ergänzungsmodul dient der Qualifikation für den Religionsunterricht in der Primar- und Sekundarstufe. Die Anmeldung kann begleitend (frühestens mit dem 2. Studienabschnitt), oder nach Abschluss des Diplomstudiums Katholische Theologie erfolgen. Das Ergänzungsmodul (24 CP) besteht aus einer Ergänzung Sekundarstufe und einer Ergänzung Primarstufe, jeweils mit einem Schulpraktikum und fachdidaktischer Begleitung. Nach positiver Absolvierung wird ein Abschlusszeugnis (Zertifikat) ausgestellt, das nur in Verbindung mit dem abgeschlossenen Diplomstudium Katholische Theologie Gültigkeit hat.

Einzelne Lehrveranstaltungen werden an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (PHDL) angeboten.

Weitere Informationen und Antworten auf Fragen zum Ergänzungsmodul erhalten Sie bei Mag.a Daniela Gebetsberger oder in der Studienadministration.

Regelungspapier Ergänzungsmodul Religionspädagogik

Studierende im Studiengang „Katholische Religionslehre für das Lehramt Gymnasium“ der Universität Passau, die auch die Qualifikationen des Diplomstudiums Katholische Theologie an der KU Linz erwerben wollen, können dies in Form eines Erweiterungsstudiums tun. Die Anmeldung dazu kann begleitend oder nach Abschluss des Lehramtsstudiums erfolgen. Es gelten die Zulassungsbestimmungen des Diplomstudiums Katholische Theologie.

Das Ergänzungsmodul umfasst 100 bzw. 120 CP (sofern keine Diplomarbeit in einem theologischen Fach verfasst wurde).

Das Erweiterungsstudium kann frühestens mit dem Lehramtsstudium „Katholische Religionslehre für das Lehramt Gymnasium“ abgeschlossen werden. Der Abschluss wird mit einem Zeugnis ausgewiesen, das nur in Verbindung mit dem Abschlusszeugnis des Lehramtsstudium Gültigkeit hat.

Regelungspapier Passauer Erweiterungsstudium

Weitere Informationen und Antworten auf Fragen zum Passauer Erweiterungsstudium erhalten Sie bei Mag.a Daniela Gebetsberger oder in der Studienadministration.