Kerstin Borchhardt

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Wintersemester 2024/25

SE / SE-B Vertiefende Fragen/Ausgewählte Themen der Kunstwissenschaft

Kurzbeschreibung

Speculations about possible and impossible life in unknown or forbidden places, so-called biofictions, are important elements of contemporary art, science, and popular culture. They are not an exclusively modern phenomenon, but can be found throughout history and in different media all over the world, from ancient myths to the present day. Biofictional productions are often characterised by hybrid and monstrous aesthetics, through which they discuss significant ideas of world order and the role of humans in it.The seminar will explore this topic from antiquity to the present day through selected examples of visual culture such as the creatures of the ancient Shanhaijing, the centaurs of Ovid’s Metamorphoses, the symbolist hybrids of Elisabeth Jerichau Baumann, Patricia Piccinini’s hyper-realist sculptures, examples from art science such a s Maja Smrekar’s “K-9_Topology”, (anti)heroic fictions in Marvel’s “X-Men” and Hartley Gorenstein’s “The Boys”, Ridley Scott’s film “Alien” and its feminist reception, Sid Bennet’s docu-fiction “Mer-maids”, as well as contemporary urban legends and internet phenomena such as the Chupacabra or Slenderman.The focus of the analysis is on the aesthetic strategies of staging such biofictions in different media, their history of motifs and ideas, as well as their role in scientific discourses on theories of myth, the monstrous, and the relationship between fact and fiction, fine arts and popular culture, and science and religion.

Lernergebnisse

The seminar will introduce you to the diverse and widespread tradition of biofictions, especially human-animal hybrids, in various visual media, from fine art to popular culture, contextualised against an interdisciplinary theoretical background of art history, myth theory, philosophical reflection and intercultural contextualisation.Emphasis will be placed on the development of individual and experimental strategies for understanding, exploring, and contextualising different forms of visual media, as well as on collaborative exercises and discussions within the seminar. Skills in interdisciplinary work and discussion will also be developed.

Literatur

  • Dea Antonsen, ‘Embrace the Unknown: Patricia Piccinini and the Aesthetics of Care’, Patricia Piccinini – a World of Love, ed. ARKEN Museum Dea Antonsen, et al., Strandburg Publishing, 2019, 9–42, 16, extract on: https://issuu.com/arken_museum/docs/uddrag_piccinini_uk.
  • Jeffrey J. Cohen, Monster Theory: Reading Culture, University of Minnesota Press, 1996, online: https://ptfaculty.gordonstate.edu/rscoggins/Cohen,%20Monster%20Culture%20(Seven%20Theses),%203-20.pdf.
  • Davis, Kaura K. and Santos, Christina (2010), The Monster Imagined: Humanity’s Recreating of Monsters and Monstrosity, Interdisciplinarity Press.
  • Scott, Jeffry (2016), The Posthuman Body in Super Hero Comics: Human, Superhuman, Transhuman, Post/Human, Palgrave Studies in Comics and Graphic Novels, Palgrave MacMillan.
  • South, Malcolm (1987), Mythical and Fabulous Creatures: A Source Book and Research Guide, Greenwood Pub Group Inc.

Hinweise zu Prüfungs-/Beurteilungsmodalitäten

  • A presentation on a topic of your choice in the seminar, to be developed into a seminar paper.
  • Regular and active participation in the seminar. 

Sommersemester 2024

UE Bildbeschreibung vor Originalen

Kurzbeschreibung
Auf den Tagesexkursionen des Blockseminars wird an ausgewählten Werken der Linzer Kunstbestände und durch die begleitende Lektüre einschlägiger Texte das kunstwissenschaftliche Arbeiten erprobt. Das vielleicht wichtigste Instrument dafür ist das Beschreiben von Kunst, um das Gesehene adäquat in Worte zu fassen. Zu diesem Zweck werden das aufmerksame Sehen und Erfassen von Kunstwerken sowie das Einüben der Fachterminologie und erste Ansätze der Einordnung in ästhetische, historische, technische und diskursive Kontexte geschult. Die Aus-einandersetzung mit Originalen unterschiedlicher Gattungen (Malerei, Grafik, Skulptur, Architektur, Video, Fotografie, Installation etc.) steht im Mittelpunkt der Veranstaltung, die zugleich einen ersten Überblick über die kunsthistorischen Epochen und Kunstbestände in Linz vermittelt.
Lernergebnisse 
Ziel der Veranstaltung ist es, dass Sie systematische Bildbeschreibungen im wissenschaftlichen Kontext eigenständig erstellen können. Sie beherrschen die grundlegende Terminologie, erweitern ihre Denkmalkenntnisse und gewinnen einen ersten Einblick in kunstwissenschaftliche Fragestellungen und die kunsthistorischen Epochen.
Literatur 
* Barnet, Sylvan, A short guide to writing about art, 8. Aufl., New York 2005.
* Boehm, Gottfried/Pfotenhauer, Helmut (Hg.), Beschreibungskunst – Kunstbeschreibung. Ekphrasis von der Antike bis zur Gegenwart, München 1995.
* Koepf, Hans/Binding, Günther, Bildwörterbuch der Architektur, 4. überarb. Aufl., Stuttgart 2005.
* Rebel, Ernst (Hg.), Sehen und Sagen. Das Öffnen der Augen beim Beschreiben der Kunst, Ostfildern 1996

Hinweise zu Prüfungs-/Beurteilungsmodalitäten 
Beurteilt wird Ihre Beschreibung eines Kunstwerks, die Sie eigenständig erarbeiten und in Referatsform vortragen. Zudem erstellen Sie ein Thesenblatt, das auch Teil der Beurteilung ist. Es besteht Anwesenheitspflicht - die aktive Teilnahme fließt ebenfalls in die Beurteilung ein. 

PK Projektarbeit Kunst-Kon-Texte

Kurzbeschreibung
Die Projektarbeit hat das Ziel, ein selbst gewähltes Projekt im Kommunikationsfeld Kunst (Galerie, Museum, Denkmalpflege, Schule, Gemeinde, Wirtschaftsbetrieb etc.) zu konzipieren, durchzuführen, zu dokumentieren und kritisch zu reflektieren.
Methodik: Einzel- oder Partnerprojekt; individuelle Betreuung durch Lehrende des FB Kunstwissenschaft. Durchführungsform: Die Studierenden treten in Kontakt mit jener Lehrperson, bei der sie die Projektarbeit gerne durchführen möchten und klären mit dieser Zielsetzung und Durchführung sowie das Profil der Abschlussarbeit.
Die Projektarbeit kann bei Bedarf auch in englischer Sprache absolviert werden.
Voraussetzung zur Zulassung der Projektarbeit Kunst-Kon-Texte ist ein abgeschlossenes kunst- oder kulturwissenschaftliches BA-Studium. Diverse Praktikums- bzw. Berufserfahrungen sowie Einblicke in das Gebiet der Kunstvermittlung sind von Vorteil.
Lernergebnisse 
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Literatur 
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Hinweise zu Prüfungs-/Beurteilungsmodalitäten 
Planung und Durchführung eines konkreten Projektes: (mündliche) Berichte an den/die Betreuer*in. Schriftliche Abschlussarbeit (Projektedokumentation + Kunstwissenschaftliche Reflexi-on). Weitere ECTS-fähige curriculare Studienleistung für PhD- bzw. DoktoratsstudierendeNeben den folgend gelisteten Angeboten für PhD- bzw. Doktoratsstudierende können in Abstimmung mit dem:der Betreuer:in der Dissertation die curricularen Studienleistungen abgestimmt auf das jeweilige Dissertationsvorhaben individuell festgelegt werden. Dazu stehen grundsätzlich alle in diesem Lehrveranstaltungsverzeichnis enthaltenen Lehrveranstaltungen zur Verfü-gung, sofern sie themenrelevant sind und mit dem Vorwissen der Dissertant:innen vereinbar sind.

Wintersemester 2023/24

PK Projektarbeit Kunst-Kon-Texte

Projektarbeit Kunstwissensshaft
Kurzberscheibung:
Die Projektarbeit hat das Ziel, ein selbst gewähltes Projekt im Kommunikationsfeld Kunst (Galerie, Museum, Denkmalpflege, Schule, Gemeinde, Wirtschaftsbetrieb etc.) zu konzipieren, durchzuführen, zu dokumentieren und kritisch zu reflektieren. Methodik: Einzel- oder Partnerprojekt; individuelle Betreuung durch Lehrende des FB Kunstwissenschaft. Durchführungsform: Die Studierenden treten in Kontakt mit jener Lehrperson, bei der sie die Projektarbeit gerne durchführen möchten und klären mit dieser Zielsetzung und Durchführung sowie das Profil der Abschlussarbeit. Die Projektarbeit kann bei Bedarf auch in englischer Sprache absolviert werden.Voraussetzung zur Zulassung der Projektarbeit Kunst-Kon-Texte ist ein abgeschlossenes kunst- oder kulturwissenschaftliches BA-Studium. Diverse Praktikums- bzw. Berufserfahrungen sowie Einblicke in das Gebiet der Kunstvermittlung sind von Vorteil.
Lernergebnisse:

Literatur:

Hinweise zu Prüfungs-/Beurteilungsmodalitäten:
Planung und Durchführung eines konkreten Projektes: (mündliche) Berichte an den/die Betreuer*in. Schriftliche Abschlussarbeit (Projektedokumentation + Kunstwissenschaftliche Reflexion).

Sommersemester 2023

SE Kunst – Religion – Wissenschaft: Biofiktionen: Kunst zwischen Fantasie, Mythologie und Wissenschaft

Spekulationen um mögliches und unmögliches Leben an unbekannten oder verbotenen Orten, sogenannte Biofiktionen, sind wichtige Elemente der gegenwärtigen Kunst, Wissenschaft und Populärkultur. Dabei sind sie kein ausschließlich modernes Phänomen, sondern ziehen sich von den antiken Mythen und Religionen verschiedener Kulturen bis heute durch die Kunst, Religions- und Wissenschaftsgeschichte. Oft sind biofiktionale Inszenierungen von einer hybriden und monströsen Ästhetik gekennzeichnet, durch die sie bestimmte Vorstellungen von Weltordnung sowie die Rolle des Menschen darin diskutieren. Im Seminar soll dieses Themenfeld von der Antike bis zur Gegenwart an ausgesuchten Beispielen wie den Kreaturen des chinesischen Shanhaijing, den Zentauren aus Ovids Metamorphosen, Conrad Gessners Weltchronik, den symbolistischen Mischwesen von Elisabeth Jerichau Baumann und Arnold Böcklin, Patricia Piccininis hyperrealistischen Plastiken, den Thor-Comics des Marvel-Verlags, Ridley Scotts Kinofilm "Alien", Sid Bennets Mocumentary "Mermaids" sowie zeitgenössischen Urban Legends und Internetphänomenen wie dem Chupacabra oder dem Slenderman untersucht werden. Im Fokus der Analyse stehen die ästhetischen Inszenierungsstrategien solcher Biofiktionen in diversen Medien, ihre Motiv- und Ideengeschichte, sowie die Einbettung in wissenschaftliche Diskurse um Theorien zum Mythos, zum Monströsen und das Verhältnis von Fakt und Fiktion, Kunst und Populärkultur sowie Wissenschaft und Religion.

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