Gedächtnisbuch Oberösterreich

Das Gedächtnisbuch Oberösterreich ist eine Sammlung von Biografien zu Personen, die im Nationalsozialismus aus den verschiedensten Gründen verfolgt waren oder durch widerständiges Handeln gegen das NS-Regime ihr Leben in Gefahr brachten. Die Beiträge werden von Personen gestaltet, die einen persönlichen, örtlichen oder inhaltlichen Bezug zu ihnen haben. Das Buch ist im Linzer Mariendom und ab Herbst 2021 auch im Schlossmuseum Linz öffentlich zugänglich und wird jährlich mit neuen Biografien erweitert.

Die Biografien

2020

Durch die aktuelle Covid-19-Situation konnte die Präsentation der neuen Beiträge für das Gedächtnisbuch Oberösterreich nicht wie geplant am 24.11.2020 im Linzer Mariendom stattfinden. Aus diesem Grund erfolgt die Vorstellung der Biografien in diesem Jahr ausschließlich in digitaler Form (Gesamte digitale Präsentation auf youtube). 

2019

  • Anna Ahammer pdf

  • Rudolf und Elisabeth Baumann pdf

  • Sigmund Berger pdf

  • Peter Kammerstätter pdf

  • Leopold Lindner pdf

  • Alois Renoldner pdf

  • Heinrich Steiner pdf

  • Irma Stermer pdf

  • Kinder von Zwangsarbeiterinnen pdf

Präsentation 2019 im Linzer Mariendom

 

Autor*innenverzeichnis

Verzeichnis der Beiträger*innen und Zitierhinweis

 

Trägerkreis: Projektgruppe "Gedächtnisbuch OÖ"

Das Projekt "Gedächtnisbuch Oberösterreich" wird von einer unabhängigen Projektgruppe getragen, die sich im Jahr 2019 aus einer Kooperation von Institutionen und Einzelpersonen gebildet hat. Zum Trägerkreis gehören derzeit: 

Projektidee

In einem jährlich stattfindenden Projektablauf werden Teilnehmer*innen aus den definierten Zielgruppen (siehe unten) zur historischen Recherche und Auseinandersetzung mit einer ausgewählten Biografie angeleitet. Ziel ist dabei die Gestaltung eines vierseitigen Porträts aus Text, Bild und/oder Dokumenten, das als bleibendes Zeugnis in das Gedächtnisbuch eingefügt wird. Diese "neuen Seiten" des Gedächtnisbuches werden jeweils bei der jährlich im Herbst stattfindenden feierlichen Präsentation aufgeschlagen. Ergebnis soll eine wachsende Sammlung von NS-Verfolgtenbiografien im regionalen Kontext Oberösterreichs sein, die im Medium Buch an zentralen Orten aufbewahrt und zugänglich sind. Das Gedächtnisbuch OÖ kann seit 27. November 2019 im Mariendom Linz und ab Herbst 2021 im verschütteten Raum des Linzer Schlossmuseums aufgeschlagen werden. Ziel ist es, das Gedächtnisbuch in verschiedene Kontexte des Erinnerns zu verorten und die erarbeiteten Biografien in die Gedenkkultur des Landes Oberösterreich einzubinden.

Das Projekt verbindet zivilgesellschaftliche Erinnerungskultur mit historisch-biografischem Lernen: Für die Teilnahme sind keine besonderen Vorkenntnisse nötig. Unter historischer und pädagogischer Anleitung sammeln die Teilnehmenden zunächst selbständig Informationen über Lebensweg, Schicksal, Familie, Weltbild etc. der ausgewählten Person. Danach wird die Auseinandersetzung durch das Verfassen und Gestalten der Biografien für das Gedächtnisbuch intensiviert. Damit werden nicht nur die Geschichten ehemals verfolgter bzw. widerständiger Personen im kollektiven Gedächtnis bewahrt und neue Quellen erschlossen, sondern auch in Beziehung zur eigenen Biografie und Gegenwart gesetzt. 

Das Projekt entstand in Anlehnung an das Projekt Gedächtnisbuch Dachau.

    Kooperationspartner

    Die Projektgruppe hat zudem bereits zahlreiche Kooperationen aufgebaut bzw. vorbereitet, um die Durchführung des Projektes bestmöglich vorzubereiten. Dazu gehören: Erinnern.at, Archive (Oberösterreichisches Landesarchiv, Diözesanarchiv Linz, etc.), Gedenkstätten und -initiativen.  

    Zielgruppen

    • Familienangehörige (2., 3., 4. Generation) von Opfern bzw. Verfolgten
    • Örtliche Personenkomitees und Initiativen in OÖ mit Interesse an NS-Ortsgeschichte
    • Außerschulische Jugendorganisationen (Katholische Jugend OÖ, Bundes Jugendvertretung, Jugendzentren)
    • Studierende der Universitäten und Pädagogischen Hochschulen in Linz, Schulgruppen mit Schwerpunktsetzungen im Bereich der NS-Geschichte und Erinnerung.

    Kontakt

    Email: ffji[at]ku-linz.at