Neues Buch zu Gender Studies und christlicher Sozialethik.
24. Juni 2026
17:15 - 20:00 Uhr
KU Linz: H5
Gesellschaften sind immer schon “gegendert”, also maßgeblich durch Geschlechterordnungen strukturiert. Diese Genderordnungen bieten einerseits gesellschaftliche Stabilisierungs- und Inklusionspotentiale, andererseits gehen Erosions- und Exklusionsprozesse auf sie zurück. Gesellschaftspolitische Bewegungen (Queer-Bewegung, Frauenbewegung, LGBTQI+) machen die damit verbundenen Ungerechtigkeiten – in sehr unterschiedlicher Weise – öffentlich sichtbar. Wenn es der theologischen Sozialethik um Gerechtigkeitsfragen geht, müssen auch die Ungerechtigkeitserfahrungen, die aufgrund von bestimmten Zuordnungen zu oder Vorstellungen von Geschlecht gemacht werden, Gegenstand der ethischen Theoriebildung sein und sozialethisch bearbeitet werden. Die Beiträge des Bandes beziehen Gender als konstitutives Element in die sozialethische Reflexion ein und verstehen Dynamiken der sich wandelnden, normativ voraussetzungsreichen Genderordnungen als Bestandteil einer reflexiven sozialen Praxis.
PROGRAMM
Kurze Buchvorstellung durch die Herausgeberschaft
Kritische Würdigung des Bandes
Verena Lorber (Franz und Franziska Jägerstätter Institut KU Linz)
Intersektionales Denken in der Theologie.
Theologisch-ethische Perspektiven zwischen heuristischem und aktivistischem Anspruch
Carolin Hohmann (Universität Münster)
Gender for all.
Produktive Perspektiverweiterung für Fragen der (Bildung-)Gerechtigkeit
Anna Noweck (Katholische Stiftungshochschule München)
Abschlussdiskussion
21.05.2026/KH

