Verleihung von akademischen Graden an der KU Linz.

Zwölf Absolventinnen und Absolventen haben im Wintersemester 2021/22 ihre Studien der Theologie, Philosophie und Kunstwissenschaft oder Religionspädagogik an der Katholischen Privat-Universität Linz abgeschlossen. Am Samstag, dem 29. Jänner 2022, fand die Verleihung der akademischen Grade in hybridem Modus statt.

In seiner Begrüßung hob Rektor Professor Christoph Niemand ein signifikantes Element von Bildung und Wissenschaft hervor: bei allem, was man inhaltlich bedenkt und erforscht, sich zugleich immer auch des eigenen Denkens gewahr zu werden – und dieses eigene Denken im Vollzug kritisch zu reflektieren.

Ausgehend von Gedanken des französischen Dichters Paul Valéry stellte Rektor Niemand die Frage, was Technisierung und Digitalisierung mit uns Menschen mache. Werde dadurch nicht unsere Aufmerksamkeit zunehmend überflüssig? Werden durch Methoden der Symbolisierung und Verkürzung nicht die Mühen und Anstrengungen des eigenen Denkens abgeschafft? Und fördere die rasante Entwicklung der Medien nicht den – nur allzu leicht nachgebaren – Hang zum Nicht-mehr-Selbstdenken, dieser, mit Valéry gesprochen, "geduldigsten und schwierigsten Arbeit"? Gerade dieser Mühe des Selberdenkens, betonte Christoph Niemand, haben sich die Absolvent*innen im Rahmen ihrer Studien an der KU Linz unterzogen. Dies sei aber kein Selbstzweck, sondern es verbinde sich dem auch der ethische Wille, mit diesem Tun und dem dabei erworbenen Wissen der Gesellschaft zu dienen.

Promotorin der Verleihung war Klara-Antonia Csiszar, Professorin der Pastoraltheologie an der Fakultät für Theologie. Sie unterstrich das in der Gelöbnisformel gegebene Versprechen, Menschen in Kirche und Gesellschaft und der Wissenschaft dienen zu wollen und dankte den Absolvent*innen für die Entscheidung, sich damit für das gute Leben, für die Würde des Menschen nach besten Wissen und Gewissen einzusetzen.

Isabella Bruckner hielt die Rede einer Kandidatin, in der sie mit "Freundschaft" einen Begriff in den Mittelpunkt stellte, den man auf den ersten Blick vielleicht nicht mit Wissenschaft und Forschung in Verbindung bringt – der aber nichtsdestotrotz eines ihrer Fundamente ist. Denn nicht nur gebe das vielgestaltige Netz der Beziehungen und Freundschaften Kraft und Rückhalt während der Jahre des Studiums, auch das Lesen, Denken und Schreiben werde erst im Gespräch mit anderen und im freundschaftlichen Austausch wirklich fruchtbar.

Für die gelungene musikalische Gestaltung der Feier sorgte das Kepler Quartett.

Rede der Promotorin Prof.in Klara-Antonia Csiszar

Rede der Absolventin Isabella Brucker

Folgende akademischen Grade wurden verliehen:

Doktorat der Theologie: Mag.a theol. Isabella Bruckner, Mag.a rer. soc. oec. Mag.a theol. Antonia Magdalena Krainer. Magisterium der Theologie: Klemens Langeder MSc, Madeleine Anna Osterberger. Magisterium der Religionspädagogik: Doris Kastner Bacc.a rel. paed., Simone Ressl Bacc.a rel. paed. Master of Arts: Sophie Lätitia Winklberger BSc, Peter Schink BA. Bachelor of Arts: Theresa Eschelbeck, Dr.in iur. Gabriele Lucia Kiesenhofer, Dr. med. univ. Hermann Pramendorfer, Sabrina Zöttl.

Absolvent*innen und ihre Abschlussarbeiten

31.1.2022/kd/rk