Jakub Sirovátka
VL Metaphysik und Philosophische Theologie: Probleme
Kurzbeschreibung
Die Vorlesung „Philosophische Gotteslehre“ stellt ausgewählte und maßgebende Positionen des Nachdenkens über Gott von den Anfängen in der Antike bis zur Gegenwart dar. Es kommen unterschiedliche historisch-systematische Stellungnahmen zur Sprache (u.a. Plato, Aristoteles, Anselm, Thomas von Aquin, Dionysios Areopagita, Cusanus, Kant, Heidegger, Levinas). Vorgestellt werden sowohl die ontologische Tradition (z.B. die philosophischen Gotteswebeise) als auch die Tradition der sog. Negativen Theologie.
Lernergebnisse
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Literatur
- N. Fischer, Die philosophische Frage nach Gott, Paderborn 1995.
- R. Kearney, Revisionen des Heiligen. Streitgespräche zur Gottesfrage, Freiburg im Breisgau 2019.
- G. Sans, Philosophische Gotteslehre: eine Einführung, Stuttgart 2018.
- G. Scherer, Die Frage nach Gott: philosophische Betrachtung, Darmstadt 2001.
- H. Tetens, Gott denken. Ein Versuch über rationale Theologie, Stuttgart 2015.
Hinweise zu Prüfungs-/Beurteilungsmodalitäten
Schriftliche Klausur
SE / SE-M Texte und Themen der Theoretischen Philosophie: E. Levinas: Subjektivität, Leiblichkeit, Materialität
Kurzbeschreibung
Der französische Philosoph jüdisch-litauischer Herkunft Emmanuel Levinas (1906–1995) entwickelt eine spezifische Phänomenologie der Subjektivität. Sowohl die ontologische Identität als auch die ethische Subjektivität werden vor allem durch die Leiblichkeit be-schrieben. Eine entscheidende Rolle spielt ebenfalls die Materialität: die Materialität der Welt und die des eigenen Leibes (im Modus des „Lebens von“ des Genusses), die Leiblichkeit des anderen Menschen (Antlitz, Blick) oder die Materialität des ethischen Gebens. Das Seminar diskutiert anhand von ausgewählten Passagen aus den Werken von Levinas seine Philosophie der Subjektivität mit dem Fokus auf die Problematik der Leiblichkeit und der Materialität.
Lernergebnisse
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Literatur
- E. Lévinas, Totalität und Unendlichkeit. Versuch über die Exteriorität, 21993.
- E. Lévinas, Jenseits des Seins oder anders als Sein geschieht, Freiburg/München 21998.•E. Levinas, Die Zeit und der Andere, Hamburg 1989.
- J. Mensch, Levinas's Existential Analytic: A Commentary on Totality and Infinity. Evanston/Illinois 2015.
- J. Sirovátka, Der Leib im Denken von E. Levinas, Freiburg/München 2006.
Hinweise zu Prüfungs-/Beurteilungsmodalitäten
Seminararbeit
Archiv
Wintersemester 2022/23
VL+L Themen und Aspekte der Philosophie in Geschichte und Gegenwart: Das (moralische) Böse als ein philosophisches Problem
Die Vorlesung untersucht die Problematik des moralischen Bösen aus philosophischer Perspektive. Aufgezeigt werden jedoch ebenfalls einige Verbindungslinien zur Metaphysik und zum theologischen Denken. Die Thematik des Bösen wird an ausgewählten exemplarischen Stellungnahmen aus der Philosophiegeschichte (z.B. Augustinus, Kant, Nietzsche, Ricoeur, Arendt) behandelt, sodass die systematische mit der historischen Perspektive verschränkt wird. Im Rahmen der Vorlesung werden bestimmte Passagen der Originaltexte gemeinsam (auf Deutsch) gelesen und diskutiert. In dieser Form wird der klassische Vortragsstil mit dialogischen Elementen kombiniert.
