Neue Studie zu Gemeinschaft, Glauben und Beteiligung im Gottesdienst.

Gottesdienste sind das Herz kirchlicher Praxis. Sie prägen persönliche Glaubenswege ebenso wie das gemeinschaftliche Leben in den Pfarren. Gleichzeitig verändern gesellschaftliche, kulturelle und pastorale Entwicklungen die Erwartungen und Erfahrungen der Gläubigen. „Gottesdienste stehen nicht außerhalb gesellschaftlicher Veränderungsprozesse“, hält Projektleiter Florian Wegscheider, Professor für Liturgiewissenschaft und Leiter des Instituts für Wissenschaftstransfer an der PHDL, fest. Genau diese Dynamik greift das neue interdisziplinäre Forschungsprojekt auf, das er gemeinsam mit Ewald Volgger, Universitätsprofessor für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie an der KU Linz, und Alfred Weinberger, Professor für Schulpädagogik und Moralerziehung und stv. Institutsleiter Wissenschaftstransfer an der PHDL, leitet.
Im Zentrum der Studie steht die Frage, wie Gottesdienste heute wahrgenommen werden und welche Rolle sie im Leben der Menschen spielen. Wegscheider betont: „Uns interessiert, was Gläubigen im Gottesdienst wirklich wichtig ist – und wie sie ihre Teilnahme und das Mitfeiern erleben.“ Damit rückt bewusst die Perspektive der Feiernden in den Mittelpunkt. „Gleichzeitig“, so Ewald Volgger, „kann das Ergebnis einer solchen Erkundung helfen, die Praxis zu optimieren und konkrete Schritte zu unternehmen.“
Grundlage der Untersuchung ist eine breit angelegte empirische Befragung. Analysiert werden unterschiedliche Dimensionen gottesdienstlicher Praxis – von persönlicher Spiritualität über Erwartungen an liturgische Gestaltung bis hin zur Erfahrung von Gemeinschaft. Indirekt zielt das Projekt darauf ab, sichtbar zu machen, wo sich neue Perspektiven eröffnen, aber auch wo Spannungsfelder entstehen.
Die Ergebnisse liefern nicht nur wertvolle Impulse für die wissenschaftliche Auseinandersetzung, sondern auch für die kirchliche Praxis. Sie tragen zu einem vertieften Verständnis aktueller Entwicklungen bei und schaffen eine fundierte Basis für zukünftige pastorale Entscheidungen sowie für die Weiterentwicklung gottesdienstlicher Angebote.
Link zur Befragung
4.3.2026/HE Quelle: Johannes Kienberger
