Neue Professorin für Kunstwissenschaft und Ästhetik: Elisabeth Fritz.

Seit 1. März 2026 ist Elisabeth Fritz Universitätsprofessorin für Kunstwissenschaft und Ästhetik sowie Leiterin des Instituts für Geschichte und Theorie der Kunst an der Fakultät für Philosophie und für Kunstwissenschaft der Katholischen Privat-Universität Linz. Sie folgt Universitätsprofessorin Monika Leischl-Kiesl nach, die mit Ende September 2025 emeritiert ist.

Elisabeth Fritz, geboren in Wien, absolvierte ein Doppelstudium der Kunstgeschichte und Soziologie an der Universität Wien und war zunächst als kuratorische Assistentin und Kunstvermittlerin im Kunst- und Museumsbetrieb tätig. Von 2009 bis zur Promotion 2012 war sie Stipendiatin am interdisziplinären Doktoratsprogramm „Kategorien und Typologien in den Kulturwissenschaften“ an der Karl-Franzens-Universität Graz. Ihre Dissertation „Real Life – Real People. Mediale Experimente mit ‚echten Menschen‘ in der zeitgenössischen Kunst zwischen Authentizität, Partizipation und Spektakel“ wurde vom Theodor-Körner-Fonds zur Förderung von Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. 2023 erfolgte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Habilitation für Allgemeine Kunstgeschichte mit der Schrift „Gesellschaft im Freien. Figurationen von Geselligkeit in Fêtes galantes“, deren Publikation nächstes Jahr erscheinen soll.

Von 2012 bis 2022 war Elisabeth Fritz wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wo ihr Engagement innerhalb der Philosophischen Fakultät mehrfach prämiert wurde und sie regelmäßig an Ausstellungsprojekten in Kooperation mit dem Jenaer Kunstverein mitwirkte. Darauf folgte eine zweijährige Gastprofessur für Neuere und Neueste Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin. Von Oktober 2024 bis Februar 2026 war sie stellvertretende Direktorin am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris.

Bereits seit einem Auslandssemester 2003 an der Université Paris 8 (Vincennes – St. Denis) begleitet der Frankreich-Bezug die Forschungsinteressen von Elisabeth Fritz. 2017 war sie eine der Gründungsinitiatorinnen des „Postdoc-Forum Frankreichforschung“ zur Förderung des Austausches und der Netzwerkbildung der deutschsprachigen Forschung zur Kunst und Kunsttheorie in frankofonen Kontexten, welches sie bis 2025 als eine der beiden Sprecherinnen leitete. Daneben stand und steht ihr Engagement als Fachgutachterin etwa bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Schweizerische Nationalfonds (SNF) sowie als Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Histoire de l’art“. Eine rege Publikations- und Vortragstätigkeit sowie zahlreiche Tagungsteilnahmen und selbst ausgerichtete wissenschaftliche Veranstaltungen weisen sie als bestens vernetztes, impulsgebendes Mitglied der Scientific Community aus.

Die Forschungsschwerpunkte von Elisabeth Fritz beinhalten die Kunst und visuelle Kultur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Besonders interessiert ist sie an den Schnittstellen von ästhetischen und sozialen Fragen und an einer transdisziplinären Theoriebildung zwischen Kunstgeschichte und Soziologie. Aktuell befasst sie sich unter anderem mit Rokoko-Rezeptionen in der Gegenwartskunst, gemalten Bildzitaten in Stillleben des 19. Jahrhunderts sowie dem Übernachten im Museum als literarisches und künstlerisches Motiv. An der KU Linz will Elisabeth Fritz insbesondere ihre Beschäftigung mit Ästhetiken, Ikonografien und Bildtheorien des ‚Sozialen‘ vertiefen und diese in Bezug zu theologischen und philosophischen Fragen setzen.

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17.3.2026/HE