kunst und kirche: Zwei neue Themenhefte des Magazins erschienen.
kunst und kirche 1/2026
Kirchen in islamischen Ländern
Kirchengebäude und kirchliche Gemeinschaften in der islamischen Welt – über beides weiß man in Westeuropa wenig oder ahnt nur Verzerrtes. Heft 1/2026 von kunst und kirche stellt das reiche geistliche und kulturelle Erbe der Christentümer im Nahen Osten und in Nordafrika vor: von spätantiken Basiliken über mittelalterliche Fels- und Klosterkirchen bis zu osmanisch geprägten Gemeindekirchen. Aber auch heute entstehen unter anspruchsvollen Bedingungen Kirchen, die zeitgenössische Formen entwickeln. Ist die christliche Kultur auch an vielen Orten in ihrer Existenz bedroht, so zeugen die Beiträge der Autor:innen zugleich davon, wie christliche Gemeinschaften in der islamischen Welt ein engagiertes Gemeindeleben entfalten.
In einer Zeit aufgeladener Diskurse möchte kunst und kirche mit dem Themenheft auch einen Raum nüchterner Auseinandersetzung bieten – und damit, wie die Heftredakteur:innen Negar Hakim und Johann Hinrich Claussen im Editorial festhalten, zum Dialog einladen.
Mit Beiträgen, Gesprächen und Berichten von Ivica Brnić, Christine Bruckbauer, Johann Hinrich Claussen, Matthias Friebe, Sarah Gabra, Negar Hakim, Azadeh Hariri, Youssef Kanjou, Georg Röwekamp, Marion Sendker, Kamal Sido, Annette Steinich, Klaus Vellguth und Thomas Würtz.
kunst und kirche 2/2026
Wunden und Wandel. Kirchenräume und ihre künstlerische Transformation
Die Geschichte des Kirchenraums ist auch eine Geschichte der permanenten Transformation. Seit 2020 untersucht die Forschungsgruppe TRANSARA Prozesse der Umgestaltung und Neunutzung von Kirchen sowie die dazugehörigen Diskurse. Dabei steht die Überzeugung im Mittelpunkt, dass Kirchen nach wie vor hochrelevante Resonanzräume sind – deren oft exklusiver Gebrauch nur für den Gottesdienst eine Unterauslastung gerade auch ihrer Potenziale bedeutet. Bildende Künste spielen bei Transformationsprozessen oft eine besondere Rolle: Sie machen diese sichtbar und gestalten sie. Deutlich wird hier auch ein intensives Interesse von Künstler:innen an der Auseinandersetzung mit Kirchenräumen.
Heft 2/2026 kunst und kirche nimmt die Ergebnisse eines TRANSARA-Werkstattgesprächs zum Ausgangspunkt, um die Diskussion zu erweitern und fortzusetzen. Das Heft unter Redaktion von Albert Gerhards, Manuela Klauser und Stefanie Lieb bietet mit vielfältigen Beiträgen und Statements anregende Perspektiven für eine aktuelle Thematik.
Mit Beiträgen, Gesprächen und Berichten von Dirk Brall, Stephanie Brall, Klaus-Martin Bresgott, Martina Gelsinger, Albert Gerhards, Hannah Groninger, Negar Hakim, Johannes Hochholzer, Manuela Klauser, Sebastian Klawiter, Carolin Lahode, Stefanie Lieb, Benita Meißner und Anna Schölß.
Über die Zeitschrift
kunst und kirche, das Magazin für Kritik, Ästhetik und Religion, wird herausgegeben vom Präsidium des Evangelischen Kirchbautages, vertreten durch Johann Hinrich Claussen (Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche) und vom Diözesankunstverein Linz in Verbindung mit der Fakultät für Philosophie und für Kunstwissenschaft der KU Linz, vertreten durch Ilaria Hoppe (Institut für Kunst in gegenwärtigen Kontexten und Medien). Mehr zu kunst und kirche finden Sie hier.
Die Zeitschrift erscheint vier Mal jährlich im Herder Verlag, Freiburg i. Br.–Basel–Wien.
Ein Gratis-Heft zum Kennenlernen kann hier angefordert werden.
9.6.2026/RK


