Symposium in Rom: Inclusive Governance in a synodal church
Im Rahmen des Symposiums „Inclusive Governance in a Synodal Church“ vom 3. bis 5. Juni 2026 in Rom haben Prof.in Klara Antonia Csiszar und Dr.in Adela Muchova zentrale Einsichten ihres gemeinsamen Beitrags „From Magisterium to Ecclesial Culture“ vorgestellt. Ausgangspunkt des Gesprächs war die Frage, unter welchen Bedingungen Laienleitung in Ortskirchen nicht nur strukturell eingeführt, sondern nachhaltig als kirchliche Kultur verankert werden kann.
Anhand der Diözese Linz sowie postkommunistischer Ortskirchen in Tschechien, Rumänien und Serbien wurde diskutiert, wie unterschiedlich die Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils – insbesondere der ekklesiologischen Idee des Gottesvolkes – verläuft. Deutlich wurde, dass inklusive Leitungsformen pastoraltheologisch weniger ein Struktur- als ein Rezeptionsproblem darstellen und von langfristigen Bildungsprozessen, episkopaler Kontinuität und gemeinsamen Formationsräumen für Priester und Laien abhängen.
Im Gespräch wurden zudem aktuelle synodale Prozesse wie die Strukturreform in der Diözese Linz und die Diözesansynode von Pilsen als Beispiele dafür beschrieben, wie synodale Governance in sehr unterschiedlichen Kontexten Gestalt gewinnt. Die Referentinnen verstanden ihren Beitrag ausdrücklich nicht als Modell, sondern als Material für eine gemeinsame Lernbewegung einer Kirche, die von Hören, Vergleich und gegenseitiger Ermutigung lebt.
