Freiheit – Moral – Religion

Kant hält die philosophischen Patentrechte am Begriff der Autonomie. Die Befreiung des aufgeklärten Subjekts aus allen Abhängigkeitsverhältnissen bedeutet auch: Eine in reiner praktischer Vernunft fundierte Moral emanzipiert sich begründungslogisch von jeglicher Religion. Gleichwohl erklärt Kant diese nicht einfach für obsolet. Vielmehr beharrt er auf einer eigentümlichen Ergänzungsbedürftigkeit unseres selbstbestimmten Wollens, wodurch Religion zur Konsequenz moralischer Freiheit wird. Moral und Religion stehen nach Kant in einem irreversiblen Implikationsverhältnis: Letztere ist für Erstere nicht notwendig, wird aber ihrerseits durch diese unausweichlich.
Eine unverkürzte Kantdeutung hat daher dem asymmetrischen Verweisungszusammenhang nachzuforschen, der aufgespannt wird durch die drei Zentralbegriffe: Freiheit – Moral – Religion.
Weitere Informationen zum Buch finden Sie auf der Homepage des Felix Meiner Verlags, Hamburg: Freiheit – Moral – Religion
Der Publikation ist die Internationale Tagung „Freiheit – Moral – Religion. Kants Religionsphilosophie – Angebot und Herausforderung für die Gegenwart“ vorangegangen, die von den Herausgebern zu Ehren von Maximilion Forschner und Rudolf Langthaler an der Katholischen Privatuniversität Linz im September 2023 veranstaltet wurde. Internationale Tagung "Freiheit - Moral - Religion"
Die Drucklegung wurde gefördert vom Bischöflichen Fonds zur Förderung der Katholischen Privat-Universität Linz und dem Katholischen Pressverein der Diözese Linz.
