Workshop "Kirche, Nationalsozialismus und Zivilcourage"
Zivilcourage damals und heute
In einem speziell für Schüler:innen konzipierten Workshop thematisierte Verena Lorber Formen und Grenzen von Zivilcourage im Zweiten Weltkrieg und diskutierte deren Bedeutung für gegenwärtige demokratische Gesellschaften.
Im Mittelpunkt standen Fragen nach Gewissen, Verantwortung sowie den individuellen Entscheidungs- und Handlungsspielräumen von Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs – und deren Bedeutung für heutige liberale Demokratien. Anhand konkreter historischer und aktueller Beispiele zeigte der Workshop, wie stark vergangene Erfahrungen bis in die Gegenwart nachwirken und den Umgang von Kirche, Gesellschaft und Politik mit der Geschichte prägen, etwa im Kontext von Soldatengedenken oder kontrovers diskutierten Straßenbenennungen.
Der Workshop wurde in der letzten Februarwoche zweimal mit unterschiedlichen Schulklassen der Sekundarstufe I und II durchgeführt. Anhand historischer und aktueller Beispiele erhielten die Schüler:innen Einblicke in die Handlungsspielräume von Menschen im Nationalsozialismus und setzten diese in Beziehung zu den Möglichkeiten demokratischen Handelns in der Gegenwart.
Thematisiert wurden dabei auch die Risiken und persönlichen Konsequenzen, die der Einsatz für andere, für eigene Werte oder für das eigene Gewissen mit sich bringen konnte – und bis heute mit sich bringt. Gemeinsam wurde reflektiert, warum Zivilcourage aus heutiger Perspektive oft selbstverständlich erscheint, im konkreten historischen wie auch aktuellen Moment jedoch mit großen Herausforderungen verbunden war.
Der Workshop verband somit historische Erfahrungen mit gegenwärtigen Fragestellungen und lud die Schüler:innen dazu ein, über Verantwortung, Mut und die Bedeutung von Zivilcourage in der heutigen Gesellschaft nachzudenken.
