TheoTag 2026: Bildungs- und Berufsinfo für Schüler:innen.

Nach der Begrüßung durch Michael Münzner, Leiter des Bereichs „Verkündigung und Kommunikation“ der Diözese Linz, und Andrea Winter, Religionslehrerin am Linzer Ramsauergymnasium, konnten individuell gewählte „TheoTalks“ besucht werden. Die zwölf Workshops, geleitet von Mitarbeiter:innen aus unterschiedlichen diözesanen und kirchlichen Einrichtungen, ermöglichten den Schüler:innen, Arbeits- und Berufsfelder anschaulich und praxisnah kennenzulernen. Dabei wurde die ganze Vielfalt und Spannweite der Tätigkeitsbereiche sichtbar: Sozialeinsätze im Ausland ebenso wie die Arbeit in Caritas und Gesundheitswesen; das Wirken in Klöstern, in verschiedenen Feldern der Seelsorge – ausgerichtet auf spezifische Bedürfnisse, kompetent und sensibel für konkrete Lebensrealitäten – sowie im Kontext einer zeitgemäßen Jugendarbeit, die den Fragen, Problemen und Herausforderungen dieser besonderen Lebensphase Rechnung trägt; oder die Arbeit mit Archivalien und digitalen Medien und der professionelle Umgang mit Kirchen als gleichermaßen religiösen Erfahrungsräumen und Begegnungsorten mit alter und neuer Kunst.
Diözese Linz: ein Ort zum Studieren
Hermine Eder, Leiterin der Abteilung PR und Kommunikation der Katholischen Privat-Universität Linz (KU Linz) und Manuela Winklmayr, Studienkoordinatorin am Institut Religionspädagogik der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (PHDL) und Religionslehrerin am Linzer Aloisianum, präsentierten im Anschluss das Studienangebot der beiden Institutionen. „Was glaubst Du denn?“, „Wo denkst Du hin?“, „Wie siehst Du das?“ fragte Hermine Eder zum Einstieg und machte daran fest, worum es in den Fachbereichen Theologie, Philosophie und Kunstwissenschaft an der KU Linz geht: um ein tieferes Verständnis des Glaubens – auch durch das Hinterfragen des Glaubens –, um kritisches Denken, um aufmerksames Sehen. In aktuell 12 Studiengängen und weiteren Kooperationsstudien kommt dabei der Inter- und Transdisziplinarität ein hoher Stellenwert zu. Ermutigt wird man an der KU Linz auch zum internationalen Austausch: Studierenden steht ein weltweites Netzwerk von rund 60 Partneruniversitäten offen.
Manuela Winklmayr informierte über die Bachelor- und Masterstudiengänge der PHDL für das Lehramt in der Primar- und Sekundarstufe und die neuesten Entwicklungen in der Pädagog:innenbildung. Selbst als Lehrerin tätig, schloss sie daran ein inspirierendes Plädoyer für die pädagogische Arbeit mit jungen Menschen. Nicht weniger inspirierend waren die Schilderungen zweier Absolvent:innen von PHDL und KU Linz: Sigrid Sigl, Lehrerin für Mathematik und Katholische Religion an einem Linzer Gymnasium, und Robert Janschek, Pastoralassistent in einer Mühlviertler Pfarre, teilten Erfahrungen und Erlebnisse aus Studium und Beruf.
Drei „TheoLectures“ rundeten das thematische Programm ab: Abt Bernhard Eckerstorfer (Stift Kremsmünster) stellte im Rahmen seiner Vorlesung die Frage „Wozu Glauben?“ und zeigte Chancen und Potenziale theologischer Reflexion. Mit Prophetinnen, Apostelinnen und Gemeindeleiterinnen in der frühen Kirche rückte Neutestamentlerin Professorin Andrea Taschl-Erber (KU Linz) Frauen und Frauenrollen in der Bibel in den Mittelpunkt ihres Vortrags. Den Zusammenhängen von christlich-religiösem Fundamentalismus und Rechtspopulismus widmete sich aus religionssoziologischer und sozialethischer Perspektive Assistenzprofessorin Katja Winkler (KU Linz).
Für die musikalisch Gestaltung des TheoTags sorgten Stefanie Brandstetter (Gitarre), Anna Lehner (Gesang) und Rebekka Sturmbauer (Cello).
„Was macht mein Leben aus?“

Johann Hintermaier, Bischofsvikar für Bildung, Kunst & Kultur sowie Projektverantwortlicher für den „Campus7“, den in Planung befindlichen Campus für Bildung, Wissenschaft und Soziales der Diözese am Linzer Freinberg, unterstrich in Vertretung von Bischof Manfred Scheuer, dass die beste Struktur nur funktioniere, wenn sie von Leben erfüllt sei – und gerade das sei das Ziel und die Einladung dieser in die Zukunft weisenden diözesanen Bildungsinitiative: Einen Raum für Menschen zu entwickeln, in dem man einander mit Achtung und Respekt begegnet, wo Interessen geweckt und Talente gefördert werden – und man herausfinden kann, „was mein Leben ausmacht“.
Der TheoTag wird veranstaltet von Berufungspastoral und Schulamt, dem Bereich Seelsorger:innen in den Pfarren und dem Referat Ausbildungsbegleitung Theologie sowie der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz und der Katholischen Privat-Universität Linz. Mit der Veranstaltung stellt die Diözese Linz nicht nur die Vielfalt ihrer Bildungsangebote und Berufsmöglichkeiten vor, sondern vermittelt jungen Menschen auch die Bedeutung der Arbeit von rund 10.000 haupt- und ehrenamtlichen diözesanen Mitarbeiter:innen für die Gesellschaft in Oberösterreich.
10.2.2026/RK/HE
















