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ZEIT ZU DENKEN.

Philosophische Vorträge


„Zeit zu Denken“ will, abseits der auf uns einstürmenden schnellen Antworten und Handlungsanweisungen, dem Denken Raum geben. Erst über diesen Umweg wird es möglich, unsere Zeit „in Gedanken zu erfassen“ (Hegel).

Die Vorträge sind öffentlich und bei freiem Eintritt zugänglich. Einige davon werden zum Nachhören auf dieser Seite zur Verfügung gestellt.

Organisation: Ass.-Prof. DDr. Max Gottschlich

Institut für Praktische Philosophie / Ethik

Katholische Privat-Universität, Bethlehemstr. 20, 4020 Linz

Kontakt: m.gottschlich@ku-linz.at

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Nächste Vorträge:

WS 18/19

Dr. Maria Woschnak (Wien): Wege und Irrwege der Tierschutzethik (22.10. 2018, 16-18 Uhr)

In Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Diskussion um den Tierschutz werden viele argumentative Wege beschritten, um Tiere als schützenswerte Wesen herauszustellen, aber nicht alle führen auch ans Ziel: die Pflicht zum Tierschutz in allgemeinverbindlicher Weise zu begründen. Im Hinblick darauf, ob ihre Ansätze kritischen Einwänden standhalten oder sich in Aporien verstricken, werden die Positionen von Albert Schweitzer, Peter Singer, Ursula Wolf und Carl Cohen in ihren theoretischen Ansätzen und praktischen Konsequenzen thematisiert.  

Zur Person:
Dr. Maria Woschnak, Promotion 1986 („Zum Begriff der Freundschaft bei Aristoteles und Kant“), seither regelmäßige Lehraufträge am Institut für Philosophie der Universität Wien und an der Veterinärmedizinischen Universität Wien sowie Publikationen im Bereich der Ethik, Bioethik, Naturphilosophie und Erkenntnistheorie.

Prof. Dr. Benno Zabel (Bonn): Das Paradox liberaler Gesellschaften. Über Freiheit, Politik und Recht in der Moderne (16.1. 2019)

 

Zum Nachhören

SS 18 - MARX-SCHWERPUNKT (200. Geburtstag)

Prof. Dr. David James: Der Begriff der Gleichheit bei Marx (6.6. 2018)

> Audio-Aufnahme des Vortrages (mp3, 33 MB, Dauer: 1h33min): DOWNLOAD

David James untersuchte in seinem Vortrag die Bedeutung des Begriffs der Gleichheit bei Marx. Entgegen einer verbreiteten Vorannahme, dass die von Marx anvisierte kommunistische Gesellschaftsform eine vom Prinzip der Gleichheit bestimmte sei, zeigte James auf, dass das Prinzip der Gleichheit für Marx zwar ein rechtlich-politisches Befreiungspotential entfalten konnte, jedoch die enge Verbundenheit des Gleichheitsprinzips mit der Herrschaft des Tauschwerts im Geldverkehr dieses als Leitgedanken für eine kommunistische Gesellschaft desavouiert hat.

David James ist Prof. für Philosophie an der University of Warwick/UK.

Prof. Dr. Theodoros Penolidis: Methodologische Probleme der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie (16. 5. 2018)

> Audio-Aufnahme des Vortrages: wird in Bälde zur Verfügung gestellt!

Prof. Penolidis bot einen anspruchsvollen und erhellenden Einblick in die denkerischen Voraussetzungen bei Karl Marx und zeigte, wie diese dann in den so bekannten Bestimmungen wie Produktion, Arbeit und Kapital ihren Niederschlag finden. Dabei wurden auch Nähe und Abstand zum „Lehrer“ Marxens, G.W.F. Hegel, deutlich.

Prof. Dr. Theodoros Penolidis ist Lehrstuhlinhaber für Philosophie (Ontologie und Erkenntnistheorie) an der Aristoteles-Universität in Thessaloniki (Griechenland)

WS17/18

Prof. Dr. Christian Krijnen: Rational Choice und menschliche Freiheit. Zur Aktualität Kants und Hegels (8. 11. 2017)

> Audio-Aufnahme des Vortrages (mp3, 33 MB, Dauer: 1h33min): DOWNLOAD

Das "rational choice"-Modell von Rationalität – das Abheben auf Nutzenoptimierung bei gleichzeitiger methodischer Ausklammerung der Zweckreflexion – ist Kernstück des neoliberalen Selbstverständnisses des Wirtschaftens. Christian Krijnen zeigte auf, welche Potentiale die Philosophie im Anschluss an Kant und an Hegel bietet, wenn es darum geht, die heute geläufige Verabsolutierung dieser Rationalitätsauffassung zur Universaltheorie menschlichen Verhaltens einer grundlegenden Kritik zu unterziehen. 

Prof. Dr. Christian Krijnen studierte Philosophie und Wirtschaftswissenschaften und ist Associate Professor für Philosophie an der VU Amsterdam. 

SS 17

Dr. Werner Schmitt: Das Geld als Bastard der Sprache. Überlegungen zu Liebrucks´ Bestimmung des logischen Orts des Geldes (21.6. 2017)

> Audio-Aufnahme des Vortrages (mp3, 34 MB, Dauer: 1h13min): DOWNLOAD

Der Blick auf das Wesen des Geldes hilft, unsere Situation zu begreifen: Was passiert, wenn der Mensch sich nicht mehr mit Hilfe der Sprache mit den Menschen und der Welt vermittelt, sondern zwischen sich und die Dinge das Geld als realen Vermittler schiebt? Das Geld als "Bastard der Sprache " (Liebrucks) hat die Tendenz, nicht nur den technisch-praktischen Weltumgang des Menschen zu dirigieren, sondern über diese Umgangsform kulturelle Institutionen auszuhöhlen. Der Vortrag geht den gedanklichen Wurzeln dessen nach.

Dr. Werner Schmitt war letzter Assistent von Bruno Liebrucks an der Johann Wolfgang Goethe-Universität/Frankfurt am Main. Er ist mit Arbeiten zum Begriff des Selbstbewusstseins, der Sprache und – aktuell – zur philosophischen Bedeutung des griechischen Mythos hervorgetreten.


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