
Mag.a
Karin Schneider
Externe Lehrbeauftragte (Studienjahr 2020/21)
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E: k.schneider@ku-linz.at
Homepage LENTOS Kunstmuseum / Kunstvermittlung
Wintersemester 2020/21
VL / VL+UE Grundlagen und Methoden der Kunstvermittlung
Kurzbeschreibung
In dieser LV (kombiniert Vorlesung und Übung) wird ein Überblick zu Geschichte und Gegenwart des Berufsfeldes Kunstvermittlung erarbeitet, um seine unterschiedlichen Ausprägungen und Herangehensweisen – von der klassischen Museumspädagogik zur kritischen und kunstbasierten Kunstvermittlung – diskutieren zu können. Eingebettet in die geschichtlichen und diskursiven Kontexte werden verschiedene Methoden und deren Implikationen vorgestellt, selbst erprobt und kritisch befragt. Dafür legt die LV explizit einen Schwerpunkt auf „Kunstvermittlung als Forschung“ und Beforschung von Vermittlung: Die Teilnehmenden erlernen die Basis der Praxisforschung, die dazu dient, einen kritischen Blick auf Methoden zu üben und auf dieser Basis die eigenen Ideen zu schärfen. Dabei geht es immer darum zu fragen: Was mache ich warum, für wen und in welche produktiven Widersprüche bin ich dabei verwickelt?
Methodik / Didaktik
- Gemeinsame Textlektüre einiger Grundlagentexte zu Kunstvermittlung
- Einführende Vorlesungseinheiten zur Kontextualisierung der Texte
- Gemeinsamer Besuch unterschiedlicher Vermittlungsangebote in Linz, mit Schwerpunkt LENTOS Kunstmuseum, NORDICO Stadtmuseum. Beobachtung von Vermittlungsaktivitäten und deren kritischer Analyse. Entwicklung eigener Fragestellungen.
- In Kleinteams probeweises entwickeln eigener methodischer Ideen und Vorschläge für eine Vermittlungsaktion und Erprobung dieser. (Übung)
Lernergebnisse
- Kenntnis der wichtigsten geschichtlichen und diskursiven Eckpfeiler der Kunstvermittlung in Museen und Ausstellungen
- Kritische Verwendung der im Feld üblichen Begriffe und Kenntnis ihres diskursiven Kontexts wie Museumspädagogik, Kunstvermittlung, kritische Kunstvermittlung, kunstbasierte Kunstvermittlung
- Kenntnis einiger der innovativen Angebote von Kunstvermittlung in Linz und das Entwickeln eines kritischen Blickes auf diese
- Verständnis der methodischen Sorgfalt und Fragestellungen in diesem Feld
- Kenntnis darüber, wie eine Methode entwickelt, angewandt und untersucht werden kann durch „learning by doing“
- Kennenlernen der Lust am Vermitteln von Kunst
Lehrinhalte
- Geschichte der Kunstvermittlung und der Vermittlung in Museen, skizzenhafter Aufriss
- Skizzenhafte Darstellung der diskursiven Verankerung dieser Geschichte und Praxen z.B. im Kontext von Begriffsgeschichte, Debatten zu kritischer Museologie, Auseinandersetzung mit Dekonstruktion, post colonial studies, feministischer Wissenschaftskritik in diesem Feld, Lerntheorien.
- Verständnis für methodisches Herangehen im Bereich der Kunstvermittlung, der Handlungsspielräume, Grenzen und Widersprüche in diesem Feld.
- Verständnis entwickeln dafür, wie eine Vermittlungsaktion beforscht, befragt und damit weiterentwickelt werden kann.
Vorkenntnisse
Keine.
Literatur
- Angelika Doppelbauer (2019): Museum der Vermittlung. Kulturvermittlung in Geschichte und Gegenwart. Wien (Böhlau).
- Christoph Eiböck; Heiderose Hildebrand; Eva Sturm (2007): Das Palmenbuch (2. Auflage). Zürich (Pestalozzianum).
- Andrea Hubin; Karin Schneider (2019): Rätselflüge – Denkbewegungen durch ein schwieriges Erbe progressiver Kunstvermittlung in Österreich. In: Art Education Research No 15/2019 https://blog.zhdk.ch/iaejournal/files/2019/02/AER15_Hubin_Schneider_D_20190221.pdf.
- Nora Landkammer (2012): Vermittlung als kollaborative Wissensproduktion und Modelle der Aktionsforschung. In: Settele, Bernadett/Mörsch, Carmen (Hg.): Kunstvermittlung in Transformation. Zürich (Scheidegger&Spiess) S. 199-211.
- Carmen Mörsch (2009): Am Kreuzungspunkt von vier Diskursen. Die documenta 12 Vermittlung zwischen Affirmation, Reproduktion, Dekonstruktion und Transformation. In: Dies. Kunstvermittlung 2. Zürich (Diaphanes).
- Karin Schneider (2009): Das Ziel ist im Weg – ein kleines aktionsforschendes, ortsspezifisches Experiment. In: schnittpunkt. Ausstellungstheorie & praxis, Beatrice Jaschke und Nora Sternfeld und Institute for Art Education Züricher Hochschule der Künste (Hg.): educational turn. Handlungsräume der Kunst- und Kulturvermittlung. Wien (Turia + Kant).
- schnittpunkt. Ausstellungstheorie & praxis, Beatrice Jaschke; Martinz-Turek Charlotte; Nora Sternfeld (Hg.) (2005): Wer spricht? Autorität und Autorschaft in Ausstellungen. AUSSTELLUNGSTHEORIE & PRAXIS 1. Wien (Turia+Kant).
- Eva Sturm (2011): Von Kunst aus. Kunstvermittlung mit Gilles Deleuze. Wien (Turia + Kant).
Leistungsbeurteilung
Interessierte, aktive, engagierte und kritische Teilnahme an den Diskussionen, Beobachtungen und Methodenentwicklungen. Durchführung der dafür notwendigen Vorbereitungen und Aufgabenstellungen:
- Textlektüre
- Anwesenheit, Teilnahme an den Exkursionen
- Arbeitsgruppentreffen vor den Praxisübungen (Übung)
- Durchführung und Reflexion kleiner methodischer Experimente (Übung)
- Erstellen kleiner Beobachtungsprotokolle, gemeinsame Analyse.
Anwesenheit
Es handelt sich um eine LV, die stark auf der Anwesenheit und dem gemeinsamen Austausch aufbaut. Daher ist die Anwesenheit wesentlicher Bestandteil der Leistungsbeurteilung. Bei begründeter Verhinderung können Abmachungen getroffen werden.
Anmerkungen/Termine
Di, 13.10., 18.00–20.00 (Einführung, Semesterplanung, Begriffsklärung: von der Museumspädagogik zur (kritischen, diskursiven, kunstbasierten, ...) Kunstvermittlung), Ort: KU Linz
Di, 20.10., 18.00–20.00 (Geschichtlicher Überblick: Entwicklung und Diskurse), Ort: KU Linz
Di, 27.10., 18.00–20.00 (Geschichtlicher Überblick: Methoden), Ort: KU Linz
Zwei Blocktermine mit Übungscharakter (an Samstagen im November/Dezember) werden in der Einheit am 13.10. im Rahmen der Semesterplanung vereinbart (Anwesenheit am 13.10. erwünscht!), Orte der Blocktermine: nach Vereinbarung (LENTOS Kunstmuseum Linz bzw. andere Linzer Museen)
Di, 12.01., 18.00–20.00 (Reflexion), Ort: KU Linz
Di, 19.01., 18.00–20.00 (Mündliche Prüfung; weitere Prüfungstermine werden nach Bedarf bekanntgegeben), Ort: KU Linz
Anrechnungsmodalitäten
BA KuWi: (nach Maßgabe freier Plätze – und nach Rücksprache mit LV-Leitung) Modul 3: Labore: Techniken und Praktiken der Kulturwissenschaften (3 CP)
BA KW/Phil: (nach Rücksprache mit LV-Leitung) Vertiefungsmodul Kunstwissenschaft I: SV+L Vertiefende Fragen der Kunstwissenschaft (3+2 CP); Wahlmodul I (3 / 3+2 CP); Wahlmodul II (3 / 3+2 CP)
MA KW/Phil: Spezialmodul Kunstvermittlung: VL+UE Grundlagen und Methoden der Kunstvermittlung (3+2 CP); Mastermodul Kunstwissenschaft: Freies Wahlfach (3 CP) – sofern nicht Spezialmodul Kunstvermittlung gewählt
MA Philosophie: ---
MA Kunstwissenschaft: Fachmodul Kunstwissenschaft: Kunst vor Ort/Begegnung mit Originalen: VL Grundlagen und Methoden der Kunstvermittlung (3 CP); Mastermodul: Freies Wahlfach (3 CP)
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