Lehrveranstaltung „The Shadows of the Past“ (Wintersemester 2025/26)

Auch in diesem Semester fand erneut die Lehrveranstaltung „The Shadows of the Past“ für Studierende des Erasmus-Programms an der KU Linz statt. Der Kurs wurde von Dr.in Verena Lorber vom Franz und Franziska Jägerstätter Institut (FFJI) in englischer Sprache abgehalten.

Ziel der Lehrveranstaltung war es, einen fundierten Überblick über die Geschichte des Nationalsozialismus zu vermitteln, mit besonderem Schwerpunkt auf Linz und Oberösterreich. Dieser regionale Fokus begründet sich durch die enge Verbindung Oberösterreichs zur Biografie Adolf Hitlers: Er wurde hier geboren und verbrachte seine Jugend in der Region. Während der NS-Zeit wurde Linz zur „Führerstadt“ ernannt und war Gegenstand ehrgeiziger städtebaulicher Planungen.

Der Kurs behandelte zentrale Themen wie die Vernichtung der kleinen jüdischen Gemeinde in Oberösterreich nach dem Anschluss 1938, die Situation von Zwangsarbeitern sowie den Widerstand von Persönlichkeiten wie Franz Jägerstätter – einem österreichischen katholischen Kriegsdienstverweigerer, der 1943 hingerichtet wurde. Es galt, den Studierenden einen historischen Rahmen zum Verständnis der NS-Zeit zu geben und diese Erkenntnisse mit ihren eigenen Fachdisziplinen zu verknüpfen.

Ein besonderer Bestandteil der Lehrveranstaltung waren die Exkursionen zu bedeutenden historischen Orten. In diesem Semester besuchten die Studierenden das Konzentrationslager Mauthausen, den Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim sowie die Ausstellung „Sehnsucht Frieden“ im Nordico. Dabei setzten sie sich kritisch mit Erinnerungspraktiken, Erinnerungspolitik und dem sich wandelnden Diskurs über historische Verantwortung im Nachkriegsösterreich auseinander und erwarben ein vertieftes Verständnis für den konzeptionellen Rahmen moderner Gedenkstätten und Ausstellungen in Österreich.

Stimmen der Studierenden zu den Exkursionen