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Authentizität

Die IFG Authentizität ist eine interdisziplinäre Forschungsgruppe der KU Linz.
Fokussiert am schillernden Begriff Authentizität widmet sie sich den aktuellen gesellschaftlichen Prozessen von Enttraditionalisierung, Deinstitutionalisierung und Individualisierung.
Forschungsziel ist, die Wirkung dieser Prozesse auf Religion(en) zu erheben und die Handlungsoptionen der Religion(en) in diesen Prozessen zu entwickeln. Prozessen von Enttraditionalisierung

Rückblicke

  • 22.06.2018
    Tagung
    Authentizität – Wirkmacht und Deutungskraft in Geschichte und Gegenwart. Interdisziplinäre Annäherungen an einen klärungsbedürftigen Begriff
    Prof. Dr. Maximilian Forschner (Erlangen-Nürnberg): Über Person und Persönlichkeit oder wie ein Mensch authentisch wirkt. Die Antwort der Stoa
    Prof. Dr. Dr. h. c. Bernhard Lang (Paderborn/Berlin): Authentisches Erleben in der Religion? Erörtert anhand eines Fallbeispiels
    Dr. Achim Saupe (Potsdam): Authentizität in der Geschichtskultur. Atmosphäre, Zuschreibung und Analysebegriff
    Prof. Dr. Magnus Striet (Freiburg i. Br.): Authentizität – oder: Über die Grenze von Nicht-Identität
    Prof. Dr. Andreas Bernard (Lüneburg): Komplizen des Erkennungsdienstes: Das authentische Selbst in der digitalen Kultur
    Tagungsbericht

  • 07.06.2017
    Vortrag von Ass.-Prof. Dr. Christian Rößner
    Authentizität als Antwort? Das „eigentliche Selbst“ im Angesicht des Anderen
    Der Begriff der Authentizität soll daraufhin befragt werden, ob er sich in einem Echoraum der Eigentlichkeit verschließt oder auch eine spezifische Aufgeschlossenheit des Selbst zu denken erlaubt. In Absetzung von Heideggers Phänomenologie des Gewissensrufes soll dazu Levinas’ alteritätstheoretische Konzeption einer „apologetischen“ Subjektivität skizziert werden, um diese dann in einem dritten Schritt mit Kants „eigentlichem Selbst“ versuchsweise zu vermitteln.
  • 25./26. 04.2017
    Öffentlicher Abendvortrag von Prof. Dr. Christoph Theobald SJ (Paris) zu Gast an der KU Linz
    „Theobald-Tage“
    Brennendes Interesse am Alltag der Menschen. Zum theologischen Hintergrund "Leben zeugender Pastoral"
    Halbtägiger Workshop und Strategiegespräch
    Veranstaltungsbericht 
  • 16.11.2016 und 08.03.2017
    Vorträge von Ass.-Prof.in Dr.in Sibylle Trawöger
    Ereignisästhetische Impulse für den Authentizitätsdiskurs
    Eine Ästhetik des Performativen – ein kunst- und kulturwissenschaftliches Konzept – fokussiert Aspekte, welche innerhalb theologischer Auseinandersetzungen keine vorrangige Aufmerksamkeit erhalten. Dynamische, prozesshafte Ereignisse rücken beispielsweise in den Vordergrund und Phänomene wie Wahrnehmung und Präsenz werden herausgestellt. Derartige Zugangsweisen sowie Phänomene wirken impulsgebend auf die "Erkundungen" der "schillernden Kategorie" Authentizität.

  • 21. November 2012, 10.00 - 12.00 Uhr
    Gastvorlesung von Prof. em. Dr. Karl Gabriel, Münster
    Religiöse Individualisierung und Authentizität
    Karl Gabriel (geb. 1943 im nordmährischen Reitendorf; heute: Rapotín, Tschechien) studierte Theologie und Soziologie. Bis zu seiner Emeritierung 2008 war er Professor für Christliche Sozialwissenschaften in Münster. Nach wie vor leitet Karl Gabriel zwei Forschungsprojekte in dem seit 2007 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster angesiedelten Exzellenz-Cluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne“. Zur Thematik der (religiösen) Individualisierung im Kontext von gesellschaftlicher Differenzierung sowie von Säkularisierungsprozessen hat Karl Gabriel einschlägig publiziert.
  • 12. Juni 2012
    Gastvorlesung von Prof. em. Dr. Heiner Keupp, München
    Das spätmoderne Subjekt - Von der Suche nach dem authentischen Glück erschöpft?

    Heiner Keupp, geb. 1943 in Kulmbach (Oberfranken), aufgewachsen in Thierstein bei Selb. Er hat Psychologie und Soziologie studiert und sich zwischen den beiden Disziplinen als Sozialpsychologe angesiedelt. In seinem fachlichen Selbstverständnis ist er einerseits von seinen Frankfurter Lehrern Adorno, Horkheimer und Mitscherlich und andererseits von der Studentenbewegung geprägt. Von 1978 bis 2008 war er Hochschullehrer für Sozial- und Gemeindepsychologie an der Universität München. Daneben hat er sich aktiv an der Arbeit reformorientierter Verbände beteiligt: An der Gesundheitspolitik der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (als langjähriger Sprecher des Gesundheitspolitischen Ausschusses) und in der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie seit ihrer Gründung. Bis 1999 war er Mitglied des Gründungsvorstandes der Gesellschaft für gemeindepsychologische Forschung und Praxis.
  • 5. November 2013
    Workshop mit Prof. em. Dr. theol. Dr.h.c. Gerd Theissen
    Kriterien für Authentizität in der historischen Jesus-Forschung und als existentielle Herausforderung
    24.04.1943 geboren in Rheydt (heute: Mönchengladbach), Promotion: „Untersuchungen zum Hebräerbrief“ in Bonn, ab 1968/69 Assistent Universität Göttingen im Neuen Testament
    1972 Habilitation: „Urchristliche Wundergeschichten“ in Bonn, 1972–78 Privatdozent für Neues Testament an der Universität Bonn, 1973–75 Abschluss des Germanistikstudiums an der Universität Bonn, 1975 Erstes Staatsexamen (Germanistik), 1976–78 Lehrer für Ev. Religion und Deutsch an Gymnasien in Bonn und St. Augustin, 1977 Zweites Staatsexamen (Ev. Religion und Deutsch), 1978–80 Professor für Neues Testament an der Universität Kopenhagen, Dänemark
    1980–2008 Professor für Neues Testament an der Universität Heidelberg. Prof. Theißen erhielt zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen sowie mehrere internationale Honorarprofessuren.
  • Im März 2016 erscheint die Publikation „Authentizität – Modewort, Leitbild, Konzept. Theologische und humanwissenschaftliche Erkundungen zu einer schillernden Kategorie“ im Verlag Pustet, Regensburg. Die Herausgeber sind  Ansgar Kreutzer und Christoph Niemand. Der Band beinhaltet Beiträge von Mitgliedern der Arbeitsgruppe sowie darüberhinaus gehender Personen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. In der Ankündigung heißt es: Authentizität ist ein schillerndes, gleichzeitig aber sehr populäres Wort: In Medien und Populärkultur wird „authentisch sein“ als herausragendes Leitbild eines als gelungen definierten Lebens angesehen. Soziologisch hängt die Hochkonjunktur des Begriffs damit zusammen, dass die orientierende Kraft von Traditionen, Gemeinschaften und Organisationen brüchig geworden ist, sodass die Einzelnen auf der Suche nach Identität immer mehr auf sich selbst verwiesen sind. Aus philosophischer, sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive sowie in theologischen Aufnahmen untersuchen die Autorinnen und Autoren die Tragweite und die zeitdiagnostische Bedeutung des Begriffes Authentizität. Zugleich ist diese Veröffentlichung der erste Band in der neuen Reihe "Schriften der Katholischen Privat-Universität Linz", die sich aktuellen Auseinandersetzungen mit gesellschaftlich relevanten Themen widmet und ebenfalls die philosophisch-theologischen Forschungsaktivitäten an der Ku Linz präsentiert.

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