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Kontrast

Zeit zu Denken: Vortrag von Johannes Niederhauser.

29. April 2019

18:15 - 20:00 Uhr

Zum Thema "Cum dignitate otium - Mußevolles Sein in der Spätmoderne" referiert Johannes Niederhauser (London) am 29. April 2019 im Rahmen der Vortragsreihe "Zeit zu Denken".

"Zeit zu Denken" ist der Titel der Vortragsreihe, die mit diesem Vortrag beginnt. Doch was ist die Zeit? Ist die Zeit nur einfach etwas, das vergeht? Müssen wir also Zeit sparen, als wäre sie etwas Vorhandenes, und effizienter mit ihr umgehen, damit noch ein Dasein in Muße möglich ist? So wie einerseits viel von der Verschnellung der Zeit geredet wird, redet man andererseits von der Notwendigkeit der Verlangsamung. Als sei der Mensch der Herr der Zeit, die ihm wie ein Kontingent zur Verfügung steht. Egal ob schneller oder langsamer, bei beiden Ansichten ist man sich schon längst einig darüber, dass die Zeit vergehe. In diesem Vortrag soll Martin Heideggers Auslegung der ursprünglichen Zeitlichkeit als ekstatische und damit als entstehende herausgearbeitet werden. So mag es die Zeit selbst sein, nach Hölderlin, die neue Horizonte aufreißt und die falsche Dialektik aus Verschnellung und Verlangsamung aushebelt. 

Zum Vortragenden.

Dr. Johannes Achill Niederhauser. Studium der Ökonomie, Philosophie und Politikwissenschaften in Bozen und Seattle. Vertiefendes Masterstudium der Philosophie am King’s College London zu Kant und Nietzsche. PhD zu Heidegger an der University of Warwick. Mehrere internationale Veröffentlichungen zu Martin Heidegger und zum Phänomen der Muße. 

Zur Vortragsreihe.

"Zeit zu Denken. Philosophische Vorträge" nennt sich die von Ass.-Prof. DDr. Max Gottschlich organisierte Reihe am Institut für Praktische Philosophie/Ethik der KU Linz. Abseits der auf uns einstürmenden schnellen Antworten und Handlungsanweisungen soll dem Denken Raum gegeben werden. Erst über diesen Umweg wird es möglich, unsere Zeit "in Gedanken zu erfassen" (Hegel).

13.2.2019/he