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Brigitte Sölch zu Stadt und Museum.

16. März 2018

17:30 - 18:30 Uhr

KU Linz

Die Kunst- und Architekturhistorikerin Dr.in Brigitte Sölch thematisiert im Rahmen der interdisziplinären Tagung "Raumkult - Kultraum" des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur in ihrem Abendvortrag "Stadt und Museum. Partizipative Forumsvisionen der 1950er bis 1970er Jahre" die (vor-)moderne Forumsidee und das Verhältnis von Architektur und Öffentlichkeit im urbanen Raum.

Der Vortrag setzt mit der Transformation der Forumsidee im Zuge der architektur- und städtebaulichen Debatten der Nachkriegsära ein. Zu dieser Zeit wurden die entscheidenden Weichen für das Verständnis des Forums als Ort der Kommunikation, Partizipation und demokratischen Raumbildung gestellt. Was bedeutet dies für das Museum und seine Beziehung zur Stadt, oder anders gefragt: Wie bewegten sich Architektur-, Stadt- und Museumsdiskurse aufeinander zu und welche Rolle spielte Kunst im öffentlichen Raum auch im sozialen und demokratischen Sinn?

Zur Diskussion dieser Fragen spannt der Vortrag einen Bogen, der von den Debatten des 8. CIAM über die eindrucksvollen Annäherungen von Stadt und Museum in Marl und Bochum zu den partizipativen Forumsvisionen der 1970er Jahre führt, die auf eine veränderte Rolle der KuratorInnen zielen – und damit Bruno Latours Vorstellung von "Making Things Public. Atmospheres of Democracy" (2005) nahekommen.

Dr.in phil. Brigitte Sölch ist Kunst- und Architekturhistorikerin am Kunsthistorischen Institut / Max-Planck-Institut in Florenz. Schwerpunkte ihrer Forschung sind die Bild- und Architekturgeschichte mit Bezug zur politischen Ideengeschichte in Früher Neuzeit und Moderne.

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