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Podiumsdiskussion zur Ausstellung „Keith Haring" in der ALBERTINA.

Zu einem Podiumsgespräch zur aktuellen Ausstellung „Keith Haring. The Alphabet” lud das Wiener Museum ALBERTINA am Freitag, dem 27. April 2018. Im bis auf den letzten Platz ausverkauften Musensaal erörterten die Kunstwissenschaftlerin Monika Leisch-Kiesl, Hausherr Direktor Klaus Albrecht Schröder und die Kuratorin Elsy Lahner unterschiedliche Zugänge zum Werk des jung verstorbenen Pop-Artisten.

Moderiert von Michael Huber (Kurier) konzentrierte sich das Gespräch, neben biografischen Hinweisen und Aspekten des künstlerischen Umfelds in den USA der späten 1970er und 1980er Jahre, auf die Angemessenheit des Untertitels der Ausstellung: "The Alphabet". Dieser Titel, so Leisch-Kiesl, lenke die Aufmerksamkeit unweigerlich auf mediale Fragen von Text und Bild sowie auf das Verständnis von Zeichen.

Worin liegt das Genuine von Keith Harings "Rhetorik"? Je nachdem ob man die Bildsprache des Künstlers als Zeichen, Symbole, Bilder oder Piktogramme etc. begreift, rezipiert man die Arbeiten anders. So prägnant und charakteristisch Keith Harings Bildfindungen sind, man denke an das Radiant Baby oder den Bellenden Hund,  so sind sie doch für mehrere Lesarten offen. Von daher motivierten die Experten zum individuellen Besuch der Ausstellung, die auch durch eine eher unorthodoxe Hängung überrascht.

Die Ausstellung "Keith Haring. The Alphabet" ist noch bis 24. Juni 2018 im Museum Albertina, Albertinaplatz 1, 1010 Wien zu sehen.

Barbara Forster / 15.5.2018/he

Podiumsdiskussion: von li: Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder, Elsy Lahner, Univ.-Prof.in DDr.in Monika Leisch-Kiesl, Michael Huber (Moderation).

Univ.-Prof.in DDr.in Monika Leisch-Kiesl, Professorin für Kunstwissenschaft und Ästhetik am Institut für Geschichte und Theorie der Kunst der KU Linz.

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