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Kontrast

Kunstgespräch zur Mittagszeit mit Ute Neuber.

Flexible Kunststoffrohre, behängte Kleiderständer, Schuhschachteln mit Recherchematerial, tragbare temporäre Kleidung – im Rahmen des Ausstellungsprojektes "Im Vorbeigehen" verwandelt Ute Neuber im Sommersemester die KU Linz zugleich in ein Experimentierfeld und in ein Archiv, das zum Ausprobieren, Mitmachen und Nachlesen einlädt. Beim "Kunstgespräch zur Mittagszeit" am 10. April 2019 präsentierte die Künstlerin ihr Projekt "9 M UMFANG ZWISCHEN KÖRPER UND RAUM".

Unter dem Titel „9 M UMFANG ZWISCHEN KÖRPER UND RAUM“ fragt die Wiener Künstlerin Ute Neuber mit ihrer aktuellen Ausstellung in der Reihe „IM VORBEIGEHEN“ danach wie die KU Linz das Verhältnis von Körper, Kleidung und Raum strukturiert. Sie interessiert sich dabei ebenso für die physischen als auch für die sozialen und psychischen Aspekte dieser Strukturen. Raum versteht die Künstlerin somit im Sinne neuerer geistes- und sozialwissenschaftlicher Raumtheorien. Die Kategorie des Raumes hatte in den Geistes- und Sozialwissenschaften lange Zeit kaum eine Rolle gespielt, bis Michel Foucault 1967 unsere aktuelle Epoche zu einer Epoche des Raumes erklärt und damit die „topologische Wende“ einleitet hatte. Raum wird seither als etwas verstanden, das aus Wechselwirkungen zwischen Materiellem und Symbolischem hervorgeht. Die Soziologin Martina Löw beispielsweise versteht Raum als eine „relationale (An)Ordnung sozialer Güter und Menschen an Orten“.

Auch Ute Neuber rückt in ihrer Befragung des Raumes die Handlungsdimension in den Fokus. Ihr Ansatzpunkt ist dabei jedoch die ästhetische Erfahrung. Beim Kunstgespräch mit Kuratorin Barbara Schrödl, Assistenz-Professorin am Fachbereich Kunstwissenschaft, am 10. April 2019 lud sie das Publikum dazu ein, sich Kleidungsstücke anzueignen, sie zu verändern und überzuziehen. Die wundersam neueinkleideten Körper erwiesen sich als ein Instrument den Raum der Universität neu zu erfahren und mit neuen Bedeutungen aufzuladen.

12.04.2019/bs/he

Ute Neuber präsentiert ihr Projekt "9 M UMFANG ZWISCHEN KÖRPER UND RAUM".

Ute Neuber präsentiert beim Kunstgespräch ihr Projekt "9 M UMFANG ZWISCHEN KÖRPER UND RAUM".

Bei Ute Neubers Schuhschachtelarchiv geht es um ein "erfassen, ordnen, dokumentieren".

Bei Ute Neubers Schuhschachtelarchiv geht es um ein "erfassen, ordnen, dokumentieren".

Ute Neuber verwandelt die KU Linz in ein Experimentierfeld, das zum Ausprobieren einlädt.

Ute Neuber verwandelt die KU Linz in ein Experimentierfeld, das zum Ausprobieren und Mitmachen einlädt.

Setzung und Übersetzung eines besonderen Maßstabs in Bezug zum eigenen Körper.

9 M UMFANG: Setzung und Übersetzung eines besonderen Maßstabs in Bezug zum eigenen Körper.