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KU Linz bei Sommerschule für integrative Bioethik in Dalmatien.

Zum dritten Mal beteiligte sich das Institut für Praktische Philosophie/Ethik an der internationalen Sommerschule "Bioethik im Kontext". Diese bietet fortgeschrittenen Studierenden eine Weiterbildungs- und Präsentationsmöglichkeit und fungiert als Plattform für die begriffliche Schärfung des Projekts der integrativen Bioethik.

Die integrative Bioethik versucht, eine systematisch umfassendere Perspektive auf bioethische Fragen zu gewinnen als dies bei unmittelbar "anwendungs-orientierten" Ansätzen der Fall ist. Dieses Jahr fand die Sommerschule vom 30. Juni bis 7. Juli unter der organisatorischen Federführung von Prof. Thomas Sören Hoffmann (FernUniversität in Hagen) und Prof. Hrvoje Juric (Universität Zagreb) zum Thema "Human Beings – Nonhuman Beings – Nature" in Kroatien, im malerischen dalmatinischen Städtchen Trogir nahe Split statt. Finanziell ermöglicht wurde die Teilnahme des Instituts für Praktische Philosophie/Ethik durch eine Erasmuskooperation mit dem Institut für Philosophie der Universität Zagreb (Kroatien), die übrigens auch für Studierende aus Linz nutzbar ist.

An dem dichten englischsprachigen Programm von Vorträgen, Seminaren und Diskussionen beteiligten sich Dozenten und Studenten aus Deutschland, Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Albanien, Bulgarien und Griechenland. Österreich war durch Prof. Michael Fuchs, Ass.-Prof. Max Gottschlich sowie Dominik Harrer, Doktorand am Institut für Praktische Philosophie/Ethik, vertreten. Das thematische Spektrum war insgesamt weit: es reichte von sehr aktuellen Fragen angesichts technischer Entwicklungen bis hin zu historischen wie systematischen Dimensionen des menschlichen Verhältnisses zur Natur. Dabei gewann auch die Unterschiedlichkeit der Perspektiven, Argumentationsformen und Reflexionskulturen an Kontur.

Darüber hinaus wurden den Teilnehmern interessante geführte Exkursionen geboten: nach Split zum Palast des Diokletian sowie zu einem über 1500 Jahre alten Olivenbaum nahe Split, der den Namen "Mastrinka" trägt. Dort sprach der kroatische Gastgeber, Prof. Dr. Hrvoje Jurić (Zagreb), über die Bedeutung der Bäume im Allgemeinen und dieses speziellen Baumes im Besonderen.

Die Sommerschule 2020 ist bereits in Planung. Sie wird dem Thema "Medizin zwischen Heilkunst und Wissenschaft" gewidmet sein.

Den Bericht der FernUniversität in Hagen finden Sie hier.

12.08.2019/Max Gottschlich/sm

Die Teilnehmer der Bioethik-Sommerschule 2019, die Vorstädte von Split im Hintergrund. Foto: Janes.

Die Teilnehmer der Bioethik-Sommerschule 2019, die Vorstädte von Split im Hintergrund. Foto: Janes.

Prof. Dr. Hrvoje Juric (Zagreb) beim Vortrag über "Mastrinka".

Prof. Dr. Hrvoje Juric (Zagreb) beim Vortrag über "Mastrinka".