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Fair handeln und fair einkaufen. EZA-Woche des Landes OÖ.

Mit der Woche der Entwicklungszusammenarbeit (EZA-Woche) von 4. bis 11. November 2018 setzt das Land Oberösterreich durch den flächendeckenden Verkauf von fairtrade-Produkten wieder ein klares Zeichen für fairen Handel. An der KU Linz findet am 6. November 2018 der EZA-Tag statt, noch bis 9. November 2018 ist die Ausstellung "Bittersüße Bohnen - Kaffee & Kakao" zu sehen.

Kakaobohnen. Foto: Fairtrade International / Sean Hawkey.

Bereits zum siebten Mal in Folge werden im Rahmen der EZA-Woche fair gehandelte Produkte aus Ländern der Entwicklungszusammenarbeit angeboten. Neben den beliebten Klassikern des fairtrade-Sortiments, wie Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade, zählen mittlerweile auch eine beeindruckende Auswahl an Handwerksprodukten aus den Partnerländern, z.B. faire Kleidung, Schmuck, Taschen und Körbe, zum Sortiment.

„1.900 unterschiedliche FAIRTRADE-Produkte werden mittlerweile bei uns angeboten. Deren Produktion zu fairen Bedingungen ist ein wesentlicher Schritt für mehr Lebensqualität von Menschen in Afrika, Asien oder Südamerika und für sie eine große Chance, sich aus früheren Abhängigkeiten zu befreien. Das Land OÖ ist sich seiner Verantwortung gegenüber benachteiligten Ländern und Gesellschaften bewusst und wird auch in Zukunft sein Engagement im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit fortführen“, betont Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, der in der Oö. Landesregierung auch für den Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zuständig ist.

Bereits seit der ersten Woche der Entwicklungszusammenarbeit übernehmen an nunmehr bereits über 60 Standorten die Mitarbeiter/innen der Weltläden OÖ, des Welthauses Linz (EZA-Organisation der Diözese Linz) und anderen kirchlichen Einrichtungen sowie Schüler/innen der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen die Beratung und den Verkauf.

In diesem Jahr beteiligt sich erstmals auch der oö. Lebensmittelhandel mit fast 400 Standorten an der Woche der Entwicklungszusammenarbeit. Über 25 Jahre gibt es bereits fair gehandelte Produkte in den Regalen der oö. Lebensmittelbetriebe. Das Sortiment, aber vor allem die Nachfrage an fair gehandelten Produkten, steigt kontinuierlich.

Wann und wo ist fair einkaufen möglich:

Das Angebot des fairen Einkaufs richtet sich nicht nur an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen und Institutionen, in denen der Verkauf stattfindet, sondern auch an alle Interessierten, die Kundinnen und Kunden, Patientinnen und Patienten oder Studentinnen und Studenten etc. Jede Bürgerin und jeder Bürger ist herzlich eingeladen, an diesen Tagen hochqualitative Lebensmittel zu einem fairen Preis zu erstehen und zugleich seinen Beitrag für einen fairen Handel zu leisten und Solidarität mit den Produzentinnen und Produzenten vor Ort zu zeigen. Gelegenheit dazu gibt es zwischen 4. und 11. November 2018 an über 400 Standorten in Oberösterreich.

Für alle, die sich nicht nur den kulinarischen Aspekten des fairen Handels zuwenden möchten, gibt es während der EZA-Woche auch Ausstellungen, Kabarett- und Filmabende, Workshops und Fair Fashion.

Alle Veranstaltungen und Termine, teilnehmenden Standorte und Bezirke sind auf der Homepage des Landes Oberösterreich zu finden: www.landoberoesterreich.gv.at/ezawoche

Oberösterreichische Entwicklungszusammenarbeit in Zahlen

Das Land Oberösterreich engagiert sich seit über 50 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit. Die wichtigsten Ziele sind die Bekämpfung der Armut durch Hilfe zur Selbsthilfe, die Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung sowie verstärkte Bewusstseinsbildung in Oberösterreich.

Seit dem Beginn der Entwicklungszusammenarbeit in Oberösterreich stiegen die Entwicklungshilfemittel kontinuierlich von 21.300 Euro im Jahr 1965 auf aktuell 2,1 Millionen Euro im Jahr 2018 an. Mit diesem Budget können jährlich ca. 100 nachhaltige EZA-Projekte verwirklicht und damit Hilfe zur Selbsthilfe für mehr als 500.000 Menschen geleistet werden.

Die KU Linz ist Partner der EZA-Woche

Seit Beginn der EZA-Woche im Jahr 2012 zählen sowohl die oö. Weltläden als auch das Welthaus und die landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen zu den Partnern der EZA-Woche. Der Kreis der Projektpartner hat sich seither Jahr für Jahr erweitert.

Auch die Katholische Privat-Universität Linz (KU Linz) wird am 6. November 2018 zu einem Standort der EZA-Woche des Landes OÖ. Bereits seit 8. Oktober 2018 ist die Ausstellung "Bittersüße Bohnen – Kaffee & Kakao" im Haus zu sehen. „Mit dieser Ausstellung sowie dem Verkauf von fair gehandelten Produkten ist es der KU Linz ein großes Anliegen, ein klares Zeichen zu setzen für die Bedeutung von fairen Handelsbedingungen und Konsummustern für eine sozial und ökologisch gerechtere Welt, in der der Mensch sowie die gesamte Schöpfung ihrer Würde entsprechend leben bzw. sich entfalten können“, erklärt Univ.-Ass.in Mag.a Stephanie Steininger.

Mit der Beteiligung an der EZA-Woche, mit der EMAS-Zertifizierung und mit dem sich inzwischen etablierten Forschungsschwerpunkt Konsumethik der Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft-Ethik-Gesellschaft (WiEGe) will die KU Linz verstärkt auf die Verantwortung von Konsument/innen sowie auf die dazu auch notwendigen Rahmenbedingungen aufmerksam machen.

Weitere Projektpartner

Alle Projektpartner, zu denen u.a. auch noch die JKU, die Anton Bruckner Privatuniversität, Südwind Oberösterreich, das Kepler Universitätsklinikum Linz, das Ordensklinikum Linz - Barmherzige Schwestern und Elisabethinen, das Klinikum Wels Grieskirchen sowie etliche oö. Pfarren und Gemeinden zählen, unterstützen die EZA-Woche mit großem Engagement. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass das Thema Entwicklungszusammenarbeit und die Handlungsmöglichkeiten jedes Einzelnen bewusst gemacht werden.

5.11.2018/he

v.li.: Heribert Ableidinger, MMag.a Susanne Loher, Univ.-Ass.in Mag.a Stephanie Steininger, Roswitha Lobe, LH Mag. Thomas Stelzer, Mag. Karl Lehner, MBA, KommR Johannes Jetschgo, DSA Roswitha Hölzl, MSc.

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