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Kontrast

Eine Heilige des Alltags: Gedenken an Franziska Jägerstätter.

Trotz aller Brüche und scheinbaren Sackgassen, die es in ihrem Leben gab, gestaltete Franziska Jägerstätter ihren Alltag aus der Kraft christlicher Hoffnung. Anlässlich ihres wiederkehrenden Geburtstages spürte der Innsbrucker Dogmatiker Professor Józef Niewiadomsky in einer Gedenkveranstaltung am 7. März 2019 an der Katholischen Privat-Universität Linz der besonderen Ehe von Franz und Franziska Jägerstätter nach und beleuchtete ihr besonderes Zeugnis.

"...all dies Glück und die vielen Gnaden, die uns während dieser Jahre zuteil geworden sind..." So schreibt Franz Jägerstätter am siebten Hochzeitstag am 9. April 1943 an seine Frau Franziska. Die Ehe der beiden ist wesentlich für das Paar, es stärkt sie im Alltag und im Gauben. Es ist für sie ein Beweis der Liebe Gottes. "Die Briefe sind Ausdruck der Liebe, der Sorge, des Vertrauens und der Treue", formuliert Bischof Manfred Scheuer im Vorwort des gesamten Briefwechsels von Franz und Franziska Jägerstätter: "Deshalb ist die Seligsprechung von Franz Jägerstätter am 26. Oktober 2007 in Linz auch eine Anerkennung dieser Ehe als ecclesiola, wie sie vom Zweiten Vatikanischen Konzil bezeichnet wird, eine wahre Kirche im Kleinen."

Bereits zum fünften Mal organisierte das Haus der Frau - heuer erstmals in Kooperation mit dem Franz und Franziska Jägerstätter Institut der KU Linz (FFJI) - rund um den Geburtstag Franziska Jägerstätters (4. März 1913 – 16. März 2013) eine Veranstaltung, die dem Gedenken und der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Franziska sowie dem Ehepaar Jägerstätter galt. Unter den zahlreichen TeilnehmerInnen an der Veranstaltung unter dem Titel "Eine Heilige des Alltags" befanden sich mit Maria Dammer und Aloisia Maier auch zwei Töchter von Franz und Franziska Jägerstätter.

Nähere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten FFJI.

11.3.2019/he

Porträt von Franziska Jägerstätter, s/w