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CALL FOR PAPERS. Tagung Bubbles & Bodies, 7.-9. November 2018.

"Bubbles & Bodies – Zur materiellen Basis der Öffentlichkeit" lautet das Thema der gemeinsam von den Instituten für Praktische Philosophie, Systematische Theologie und für Kunst in gegenwärtigen Kontexten und Medien der KU Linz sowie in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen veranstalteten Tagung, die von 7. bis 9. November 2018 an der KU Linz stattfinden wird. WissenschafterInnen aus den Disziplinen Philosophie, Theologie, und Kunstwissenschaft sind eingeladen, zum Thema vorzutragen.

In der Öffentlichkeit sprechen und begegnen sich Menschen. Die Öffentlichkeit ist ein Raum von Symbolen und Ritualen, von Argumenten, Versammlungen und Körpern. Theorien über Öffentlichkeit sind in der Regel an ein Verständnis von sprachlichen Prozessen gebunden, welche die öffentliche Meinung bilden. Demgegenüber möchte die Tagung die materiellen Bedingungen thematisieren, die für eine politische und kritische Öffentlichkeit ebenso wirksam sind. Die Relevanz von Körpern, Bildern und hybriden Medien im und für einen öffentlichen Raum soll herausgestellt werden, genauso wie religiöse Gehalte, die wieder an Bedeutung gewinnen und eine Herausforderung für die säkulare Gesellschaft darstellen.

Dabei lässt sich die Öffentlichkeit der Gegenwart durch zwei gegenläufige und doch miteinander verschränkte Tendenzen beschreiben: Zum einen spielen Versammlungen und deren visuelle Mediatisierung in Form von Demonstrationen oder auch Migrationen eine zunehmende Rolle im Verständnis von (transnationaler) Öffentlichkeit: Körper versammeln sich, setzten sich kollektiv in Bewegung und verändern dadurch nachhaltig politische Gemeinwesen. Zum anderen findet eine Virtualisierung der Öffentlichkeit durch das Internet und den social media statt, wo traditionelle Gatekeeper durch Algorithmen ersetzt und mit Schlagworten wie "Filterblase", "Social Bots" und "Fake News" problematisiert werden können. Aus den Perspektiven von Philosophie, Theologie und Kunstwissenschaft sowie von Kultur- und Sozialwissenschaft geht es somit um eine Neubestimmung der symbolischen Ordnung von gegenwärtigen Formen von Öffentlichkeit.

Speakers: Katja Bernhardt (Berlin) - Christian Fuchs (London) - Christine Hanke (Bayreuth) - Florian Höhne (Berlin) - Mirja Kutzer (Kassel) - Lukas Kaelin (Linz) - Manuela Naveau (Linz) - Frederike von Oorschot (Hannover) - Michael Reder (München) - Thomas Renkert (Heidelberg) - Brigitte Sölch (Florenz) - Stefan Weber (Salzburg)

Organisation: Andreas Telser (Linz), Lukas Kaelin (Linz), Ilaria Hoppe (Linz), Ansgar Kreutzer (Gießen) Die Tagung bietet interessierten WissenschaftlerInnen aus den Disziplinen Philosophie, Theologie, und Kunstwissenschaft (sowie jeweils angrenzende Disziplinen) die Gelegenheit, zum Thema vorzutragen. Dafür sind zwei Formate (pro Person 20 min. Vortrag) vorgesehen:

a) auf das Tagungsthema bezogene Round-Tables, bei dem 2-3 WissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen miteinander im Austausch sind. (Vortragsskizzen sind gemeinsam einzureichen!)

b) klassische Einzelvorträge, die sich auf das Tagungsthema beziehen.

Interessierte laden wir ein, Vortragsskizzen von max. 5000 Zeichen (inkl.) bis einschließlich 30. Juni 2018 per Mail (l.kaelin@ku-linz.at) oder postalisch an Lukas Kaelin zu schicken. Die Skizzen können in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein. Fügen Sie bitte ein kurzes CV an.

Ass.-Prof. Dr. Lukas Kaelin
Institut für Praktische Philosophie/Ethik
Katholische Privat-Universität Linz
Bethlehemstraße 20
4020 Linz
Österreich

Call for Papers

10.4.2018/he; 17.4.2018/vl

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