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Wer bin ich und wer entscheidet? Ethische Herausforderungen bei Demenz

Bedingt durch die steigende Lebenserwartung und die Alterung der Bevölkerung insgesamt nimmt die Zahl an Demenz erkrankter Menschen in Österreich weiterhin zu und stellt für Angehörige, Pfleger und das Gesundheitssystem als Ganzes eine Herausforderung dar. Neben sozialethischen Überlegungen tritt auch die Frage nach der zu beachtenden Willensbekundung erkrankter Menschen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Vertretungsbefugnis, Vorsorgevollmacht und Sachwalterschaft bieten rechtlich die Möglichkeit, dass Vertrauenspersonen Angelegenheiten des täglichen Lebens übernehmen, wenn der/die Betroffene dazu selbst nicht mehr in der Lage ist. Konflikte können sich aber ergeben, wenn eine erneute Willensbekundung der Handlung der Vertretungsperson widerspricht. Wie kann eine Balance gefunden werden zwischen der Würdigung und Respektierung der Wünsche von Erkrankten und der nötigen Wahrnehmung der übernommenen Verantwortung für Erkrankte?