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Kontrast

"Leben in Fülle". Gelingende Existenz als ethische Kategorie

In vielen Diskussionen erscheint das Gelingen des Lebens als ethische Urteilskategorie. Dahinter steht die Annahme und das Urteil, dass das eigene Leben (und das der anderen) gelingen kann, darf und soll. Die Plausibilität, die dieser Begriff besitzt, ist allerdings zu überprüfen. Wie zeigt sich „gelungenes“ Leben, wodurch wird es möglich (Kriterien)? Was bedeutet eine solche Rede für das Scheitern von Menschen? Kann ein Leben in absoluter Armut gelingen? Und vor allem: Welche Konsequenzen folgen etwa für den Schutz Ungeborener mit mangelnden Chancen (Behinderungen, Krankheiten, soziale Verhältnisse usw.), für unheilbar Kranke, für die Sterbehilfe- und Suiziddebatte etc.?