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Blog - Katholische Privat-Universität Linzhttps://ku-linz.at/forschung/franz_und_franziska_jaegerstaetter_institut/forschungsblog?tx_t3extblog_rss%5Bcontroller%5D=Post&cHash=ef9ddbe88044c7389eddb8c3dc45edbcFri, 27 Nov 2020 09:27:00 +0100Fri, 27 Nov 2020 09:27:00 +0100t3extblog extension for TYPO3Erforschung der eigenen NS-Familiengeschichte: Persönliche Reflexionen...Wed, 25 Nov 2020 11:58:00 +0100 https://ku-linz.at/forschung/franz_und_franziska_jaegerstaetter_institut/forschungsblog/artikel/erforschung-der-eigenen-ns-familiengeschichte-persoenliche-reflexionen-und-wissenschaftliche-befunde post-26 https://ku-linz.at/forschung/franz_und_franziska_jaegerstaetter_institut/forschungsblog/artikel/erforschung-der-eigenen-ns-familiengeschichte-persoenliche-reflexionen-und-wissenschaftliche-befunde Andreas Schmoller Forschung von Maria Ecker-Angerer Im Projekt „Gedächtnisbuch Oberösterreich“ entstehen Biografien von NS-Verfolgten mit Bezug zu Oberösterreich. Dabei haben die Projektteilnehmer*innen oft einen familiären…

Meine Großmutter hatte drei Brüder: Johann, Friedrich und Gust. Alle sind im Zweiten Weltkrieg gefallen. Ich habe sie nicht gekannt und doch ein klares Bild von ihnen vor Augen. Ihre Schicksale waren in den Gesprächen am Familientisch meiner Kindheit präsent. Fotos der jungen Männer als Soldaten, vermutlich kurz vor der Einrückung aufgenommen, haben einen festen Platz in meinem Gedächtnis. 
Ich weiß nicht mehr, wann ich erfuhr, dass meine Großmutter auch eine Schwester hatte. Ihr Name war Fanni.1

Meine unbekannte Großtante

Fanni starb in den 1950ern bei einem tragischen Unfall. Sie sei nicht ganz normal gewesen, hieß es in den spärlichen und immer sehr vagen Erwähnungen über sie. Von ihr gibt es auch kein Foto. Als ich mit meinem Großvater im Jahr 2002 mehrere Interviews über seine Lebens- und Familiengeschichte führte, erwähnte er wie nebenbei, dass seine Schwägerin Fanni von den nationalsozialistischen Behörden zwangssterilisiert worden sei. Das sei halt so gewesen damals, meinte er achselzuckend. Ja, sie habe immer am elterlichen Hof gelebt. Genaueres über ihr Leben und über ihre Erkrankung konnte oder wollte er mir auch auf mein Nachfragen hin nicht erzählen. Immer wieder habe ich seither versucht, meiner Großtante einen sichtbareren Platz in unserer Familiengeschichte zu geben, indem ich Nachforschungen zu ihrem Leben, zu ihrer Geschichte anstellte. Zu meinen vielen Fragen habe ich bisher nur wenige Antworten gefunden. 
Seit nunmehr 20 Jahren spreche ich mit Menschen über ihre Erfahrungen im Nationalsozialismus, vor allem mit Verfolgten, aber auch mit Mitläufer*innen und Täter*innen, in den letzten Jahren auch vermehrt mit der jeweiligen Kinder- und Enkelgeneration. Immer wieder recherchiere ich auch, wie im „Fall Fanni“, zur eigenen Familiengeschichte – und immer dann wird Geschichte für mich ganz persönlich.

Unterschiedliche Perspektiven, Hintergründe und Motivationen

Viele Kinder und Enkelkinder haben sich in den letzten Jahrzehnten – so wie ich – dazu entschlossen, die Eltern und Großeltern zu ihren Erfahrungen und Verwicklungen, zu ihren Einstellungen und Handlungen im Nationalsozialismus zu befragen – manchmal waren die Vorfahren Täter*innen, andere Mitläufer*innen, viele waren Verfolgte, in manchen Fällen waren und sind alle Perspektiven und Erfahrungen auch in einer Familie vereint, wie in meiner. Diese unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen sind differenziert zu betrachten, ebenso wie die daraus entstandenen Werke. Hier soll es aber nun zunächst um die Beweggründe gehen, die die Nachkommen zum Fragen und Forschen anregen, und diese gleichen einander. Fast immer beginnt die Recherche mit dem Bedürfnis, aus vagen, bruchstückhaften Andeutungen eine „größere“ Erzählung zu formen, Leerstellen im Familiengedächtnis zu füllen, Ereignissen nachzugehen die zwar nicht besprochen aber doch irgendwie erahnt werden. Bei Menschen mit Verfolgungserfahrungen kommt oft die Motivation dazu, diesen ein öffentliches Andenken zu setzen, damit sie nicht vergessen werden – nicht in der Familie und nicht in der Gesellschaft. Dies deckt sich mit dem Anliegen des Projektes „Gedächtnisbuch Oberösterreich“, in dem Biographien von im Nationalsozialismus verfolgten Menschen recherchiert werden und in einem Gedächtnisbuch Platz finden, das an öffentlichen Orten zugänglich ist. Einige der Beiträger*innen forschen dazu in ihren eigenen Familiengeschichten. Um die spezifische Gruppe der Nachkommen von Verfolgten soll es im Weiteren gehen. 

Reden und Schweigen

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in den Familien nur recht selten offen, detailliert und regelmäßig über Verfolgungserfahrungen gesprochen – wenn es auch vereinzelte Ausnahmen gibt. Die Gründe für dieses Schweigen waren vielfältig. In einer Nachkriegsgesellschaft, die sich selbst zum Opfer stilisierte, war für die realen? Opfer kein Platz. Diese fühlten sich alles andere als ermutigt, ihre Erfahrungen zu teilen. Manchmal waren die traumatischen Erlebnisse auch einfach nicht in Worte zu fassen. Oft sollten die Kinder und Enkel auch ganz bewusst geschützt werden und es wurde deshalb nicht erzählt. 
Und doch wurde gleichzeitig so viel gesagt: man kann eben „nicht nicht kommunizieren“ (Paul Watzlawick). Kinder und Enkel erinnern sich oft an eine ihnen unerklärliche Distanziertheit, daran, dass die Eltern und Großeltern zwar physisch anwesend gewesen seien, aber nicht emotional. Sie bekamen das unbestimmte Gefühl, dass „irgendetwas nicht stimmt“, ohne dies konkreter benennen zu können. „Etwas“ lag in der Luft. Eine Enkelin hat es so auf den Punkt gebracht: „Meine Oma war sehr bemüht, niemanden mit ihrer Vergangenheit zu belasten und tat es trotzdem.“2  
In vielen Publikationen berichten Kinder und Enkel der Verfolgten von psychischen Krisen, die sie gezwungen hätten, diesem „etwas“ schließlich auf die Spur zu kommen. Sehr häufig kam und kommt der Anstoß auch von außen, wie z.B. in meinem Fall anlässlich eines Seminars über Nachkommen der NS-Zeit an der Universität Salzburg oder eben dem „Gedächtnisbuch Oberösterreich“. 

Was beim Erforschen alles zutage treten kann

Warum es sehr oft die jüngeren Geschwister sind, die zu Familienhistoriker*innen werden, ist meines Wissens in der Literatur noch nicht beantwortet worden. Dass diese sich aber auf ein äußerst sensibles Terrain begeben, ist durch Erfahrungsberichte gut dokumentiert. Meistens haben nicht alle Familienmitglieder das gleiche Bedürfnis, in die Familiengeschichte einzutauchen, geschweige denn diese an die Öffentlichkeit zu tragen. Außerdem hat jede und jeder ihre/seine ganz eigene Beziehung zur erforschten Person. Widersprüchliche Erinnerungen und Bilder müssen zwar nicht zwingend in Einklang gebracht werden, sollten aber doch gegenseitig respektiert werden. Und auch zwischen den Generationen gibt es Konfliktpotential, können sich die Enkel*innen meistens doch noch etwas unbefangener, insgesamt „freier“ der Geschichte ihrer Großeltern nähern. Und trotz dieser Hürden gelingt die Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte in vielen Familien auch erstaunlich gut.
Ein wiederkehrendes Thema bei den Kindern und Enkeln der Verfolgten, insbesondere wenn diese im Widerstand tätig waren, ist die große Vorbildwirkung, die jene Menschen auf sie ausüben. Hier sind die Vorfahren eindeutig positive Identifikationsfiguren, deren Handeln und auch deren Umgang mit der Verfolgung Bewunderung hervorrufen und – auch im „Kleinen“ – zur Nachahmung ermutigen. Mitunter kann dieses Erbe aber auch zur Belastung werden, denn: Die Latte liegt hoch. Das Messen am Vorbild führt mitunter dazu, dass eigene Probleme als „nicht so wichtig“ empfunden werden. Das hat in einzelnen Situationen wohl tatsächlich einen aufmunternden Effekt, kann aber problematisch werden, wenn diese Haltung quasi zur Lebenseinstellung wird. 
Ein weiterer Aspekt betrifft die emotionale Nähe zum „Untersuchungsgegenstand“. Wie weiter oben schon erwähnt, macht es für mich einen großen Unterschied, ob ich mich als Wissenschaftlerin mit NS-Erfahrungen und Familiengeschichten befasse, oder ob ich meine eigene Familiengeschichte erforsche. Wenn es um die eigene Geschichte geht, kann (und will) ich nicht nüchtern und distanziert sein. Ich bin verstrickt in diese Familiengeschichte, habe meine eigenen Beziehungen und Bilder von und zu Eltern und Großeltern und anderen Verwandten. Auch die eigene Beziehung zu der erforschten Person spielt eine Rolle. Deshalb hat es auch eine Bedeutung, wenn durch die Recherche so manche Eigenheiten dieses Menschen verständlicher werden und so – vielleicht auch posthum – noch eine emotionale Nähe entstehen kann. So hat es jedenfalls einer der Beiträger zum Gedächtnisbuch aus dem Vorjahr eindrücklich beschrieben. 
Diese größere emotionale Nähe und persönliche Verstrickung, die Kinder und Enkelkinder von vornherein mitbringen, hat auch Konsequenzen. Wie mit den Emotionen umgehen, die im Zuge des Rechercheprozesses auftauchen? Hier ist zum einen ein offener Austausch innerhalb der Familie bzw. mit einzelnen Familienmitgliedern eine wichtige Unterstützung. Zum anderen kann auch der regelmäßige Austausch mit anderen Menschen, die sich ebenfalls in einem Prozess der Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte befinden, hilfreich sein. Hier können Fragen besprochen und Erfahrungen ausgetauscht werden. In jedem Fall sollten Institutionen, die solche Recherchen anstoßen, jedenfalls für Angebote sorgen, wie die Forschenden gut begleitet werden und diese den Prozess reflektieren können. Dieses Angebot bereitzustellen ist ein zentrales Ziel des laufenden Projektes. 
Der Kreis schließt sich, indem ich noch einmal auf meine eigene Familiengeschichte zurückkomme und eine Frage aufwerfe, die auch in Projekten wie dem „Gedächtnisbuch OÖ“ relevant ist. Die Beschäftigung mit meiner Großtante hat mich auch für die Geschichten jener sensibilisiert, von denen keine Fotos und nur wenig Dokumente überliefert sind, über die wir keine zusammenhängenden Geschichten schreiben und vermitteln können. Wie wird an sie erinnert? Wie könnte an sie erinnert werden? 

Informationen zum Gesprächsangebot "Schatten der Vergangenheit"

Anmerkungen

Dieser Beitrag basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen, meinen eigenen wissenschaftlichen Forschungen, den telefonischen Evaluationsgesprächen mit einigen Beiträger*innen zum „Gedächtnisbuch OÖ“ aus dem Jahr 2019, sowie auf der jüngsten Lektüre folgender Fachliteratur: Martha Keil / Philipp Mettauer (Hg.), Drei Generationen. Shoah und Nationalsozialismus im Familiengedächtnis. Innsbruck, 2016; Johanna Haarer / Gertrud Haarer, Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind. Die Autobiografien der erfolgreichsten NS-Erziehungsexpertin und ihrer jüngsten Tochter. Hannover, 2012; Helga Amesberger / Brigitte Halbmayr / Simon Clemens, Meine Mama war Widerstandskämpferin. Netzwerke des Widerstands und dessen Bedeutung für die nächste Generation. Wien, 2019; Sabine Bode: Kriegsenkel. Die Erben der vergessenen Generation. Stuttgart, 2009; Margit Reiter: Die Generation danach. Der Nationalsozialismus im Familiengedächtnis. Innsbruck, 2006.
2  Nina Flurina Caprez, Leben „dank“ der Shoah. Spuren der Verfolgung bei einer Überlebenden und ihrer Enkelin, in: Keil / Mettauer, Drei Generationen, S. 82.

 

Zitation

Ecker-Angerer, Maria. "Erforschung der eigenen NS-Familiengeschichte: Persönliche Reflexionen und wissenschaftliche Befunde." Franz und Franziska Jägerstätter Institut, 25.11.2020. http//ku-linz.at/ erforschung-der-eigenen-ns-familiengeschichte-persoenliche-reflexionen-und-wissenschaftliche-befunde

]]>Gedächtnisbuch OberösterreichThu, 28 Nov 2019 14:30:00 +0100 https://ku-linz.at/forschung/franz_und_franziska_jaegerstaetter_institut/forschungsblog/artikel/gedaechtnisbuch-oberoesterreich post-24 https://ku-linz.at/forschung/franz_und_franziska_jaegerstaetter_institut/forschungsblog/artikel/gedaechtnisbuch-oberoesterreich Verena Lorber Bericht Veranstaltung von Verena Lorber Am 27.11.2019 wurden die ersten Seiten des Gedächtnisbuchs Oberösterreich aufgeschlagen. Dr.in Erna Putz eröffnete die Veranstaltung im Linzer Mariendom und stellte stellvertretend…

Am 27.11.2019 wurden die ersten Seiten des Gedächtnisbuchs Oberösterreich aufgeschlagen. Dr.in Erna Putz eröffnete die Veranstaltung im Linzer Mariendom und stellte stellvertretend für die TrägerInnen des Projektes –  Franz und Franziska Jägerstätter Institut, Gedenkstätte Schloss Hartheim und PPH Linz – das Projekt „Gedächtnisbuch Oberösterreich“ vor. Sie wies auf die Bedeutung des Gedenkens an Personen, die während des NS-Regimes aus unterschiedlichsten Gründen verfolgt waren oder durch widerständiges Handeln gegen dieses ihr eigenes und das Leben ihrer Angehörigen in Gefahr brachten hin. Das langjährige Gedenkprojekt soll das Erinnern an jene Personen befördern und die Biografien in die Gedenkkultur des Landes Oberösterreich einbinden. Durch die Veranstaltung führte Prof. Thomas Schlager-Weidinger. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Prof. Andreas Schnee begleitet. Seine eigens komponierte „Partita Martyrum“ für acht Bläser versteht sich als eine Folge von vier musikalisch-meditativen Assoziationen, in denen die schrecklichen Bilder des Zweiten Weltkrieges, der Verfolgung und Auslöschung ganzer Volksgruppen in einem biblischen Zusammenhang gedeutet und musikalisch ausgedrückt werden. 

Im Zentrum der Veranstaltung im Mariendom standen jene oberösterreichischen Biografien von NS-Biografien, die von Personen gestaltet wurden, die einen persönlichen, örtlichen oder inhaltlichen Bezug zu ihnen haben. In drei Blöcken wurde diese Biografien von den Beiträger*innen dem Publikum vorgestellt und dabei die jeweiligen Seiten im Buch aufgeschlagen.

Den Beginn machte Katharina Greinecker, Studierende an der KU-Linz. Sie stellte Anna Ahammer vor, die 1891 in den Orden der Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus eintrat und als Lehrerin an verschiedenen Schulen in Böhmen und Österreich unterrichtete. 1941 wurde sie wegen „Tschechenfreundlichkeit“, „Judenfreundlichkeit“ und Abhören feindlicher Sender verhaftet und ins KZ-Ravensbrück gebracht, wo sie vom 6. März 1941 bis 17. Mai 1943 inhaftiert war. Sie kehrte gesundheitlich schwer geschädigt zurück und verstarb im Jahr 1950.

Stefan Schlager präsentierte die Biografien von Rudolf und Elisabeth Baumann vor. Rudolf war als Grenadier (Schütze) mit seiner Truppe nach Jugoslawien unterwegs als er aus dem fahrenden Zug sprang und sich versteckte. Der „Fahnenflüchtige“ wurde verraten und am 14. September 1944 in Außertreffling bei Linz hingerichtet. Luise Schlager verlas im Anschluss zwei Briefe, die sie in Erinnerung an ihre Urgroßeltern Rudolf und Elisabeth Baumann verfasste.

Martin Daxner führte in die Biografie seines Großvaters, des Apothekers Sigmund Berger ein, der wegen seiner jüdischen Herkunft in Ebensee vertrieben wurde und 1939 über Wien nach England flüchten konnte. Dort interniert man ihn auf der Isle of Man, bevor er nach Australien deportiert wurde. 1942 erhielt er die Einreiseerlaubnis in die USA, wohin seine Tochter Paula geflohen war. Bei der Schiffsreise von Melbourne in die Freiheit wurde das Schiff jedoch von einem deutschen U-Boot torpediert und Sigmund Berger ertrank im April 1943 vor der Küste Grönlands.

Florian Schwanninger, einer der Projekträger, brachte dem Publikum die Biografie von Peter Kammerstätter näher, der in Triest geboren wurde und seit 1919 in Linz lebte. Als Mitglied der KPÖ wurde er 1934 während des Dollfuß-Regimes zum ersten Mal verhaftet und 1939 unter den Nationalsozialisten zum zweiten Mal. Seine Entlassung erfolgte 1940. In den 1960er Jahren begann seine zweite Karriere als Historiker und Volksbildner. Er forschte vor allem zu den Themen Arbeiter*innen*bewegung, NS-Terror und Widerstand in Oberösterreich. Ihm ist es zu verdanken, dass heute zahlreiche Dokumente und Interviews von Zeitzeug/inn/en der Forschung zur Verfügung stehen. Im Jahr 1993 starb er im Alter von 82 Jahren.

Barbara Mulis, eine Angehörige, präsentierte die Biografie von Leopold Lindner, der 1882 in Innsbruck geboren wurde und aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage nach Wels übersiedelte, wo er eine Wäscherei aufbaute. Aufgrund seiner Verbindungen zu Repräsentant*innen des Dollfuß-Regimes wurde er von 1938 bis 1939 in „Schutzhaft“ genommen und ins KZ-Dachau gebracht. Nach seiner Freilassung setzte er sich für seine KZ-Kameraden ein und betätigte sich zu Kriegsende bei humanitären Einsätzen sowie verfasste kurz vor seinen Tod 1945 den Artikel "Konzentrationslager Dachau – einmal anders gesehen".

Severin Renolder erzählte die Biografie von Alois Renolder, dem Sohn einer Bauernfamilie im Innviertel, der seit 1905 bei der österreichischen Gendarmerie tätig war. Renolder engagierte sich beim Kolping-Verein und war von einer starken katholischen Glaubensüberzeugung. Auf Betreiben eines deutschnationalen Vorgesetzten geriet er am Tag nach dem "Anschluss" in Gestapo-Haft. Die neuen Machthaber deportierten ihn mit einem der ersten Österreicher-Transporte in das KZ Dachau. 1939 erlebte er aufgrund einer Amnestie seine Freilassung und baute nach seiner Rehabilitierung 1945 die Strukturen der österreichischen Gendarmerie mit auf.

Gerhard Mühringer trug die Biografie von Heinrich Steiner vor, dem aus Grieskirchen stammenden katholischen Priester, der seit 1935 Pfarrer von Steinerkrichen am Innbach war und 1939 von der Gestapo verhaftet und ins KZ Dachau gebracht wurde. Nach der Befreiung des Lagers durch US-amerikanische Truppen gelangte er mit anderen Priesterkollegen in einem mühsamen Fußmarsch wieder in seine Heimatpfarre zurück, wo er bis zu seinem Tod 1989 als Seelsorger wirkte.

Nina Höllinger, Mitarbeiterin des Zeitgeschichte Museums Ebensee, veranschaulichte die Biografie von Irma Stermer, einem jüdischen Mädchen aus Gmunden, welches 1929 geboren wurde. Durch einen der sogenannten „Kindertransporte“ entging sie dem Holocaust, gelangte nach Frankreich und 1941 in die USA, wo sie bei einer Pflegefamilie und in einer jüdischen Mädchenwohngemeinschaft untergebracht war. Ihre Mutter Olga und jüngere Schwester Herta, von denen Irma 1939 Abschied nahm, sah sie nie wieder. Beide wurden 1942 in Maly Trostinec ermordet.

Zum Abschluss nahm Susanne Lammer auf die unzähligen Kinder, wie Stefan Dylowicz, Ludwig Gojec, Tarek, Maria Katharina Budja und Peter Gurecka, Bezug, die in sogenannten „Fremdvölkischen Kinderheimen“ verstarben. Sie wurden kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und in Heime, wie jenes im Spital am Pyhrn, gebracht. Die Versorgung der Kinder war sehr schlecht. Sie erhielten kaum Nahrung, die hygienischen Bedingungen waren katastrophal und man vernachlässigte sie stark, was vielfach zu ihrem Tode führte.

Bischof Scheuer hob in seinen Abschlussworten die Bedeutung und Wichtigkeit gegen das Vergessen zu arbeiten hervor und verwies auf die Wichtigkeit von solchen Gedenkprojekten. Er betonte, dass sich „das Gedächtnis des Leidens primär auf ganz konkrete Menschen mit ihren Gesichtszügen, mit ihren Namen, mit ihrer Biografie, mit ihren Ecken und Kanten, mit ihrem Sinnentwurf richte“. Im Vordergrund stünden die Opfer und Zeugen/innen, die standgehalten hätten, das Unrecht nicht mitmachen wollten, ihm Widerstand geleistet und den unschuldig Verfolgten geholfen hätten. 
Am Ende der Gedenkveranstaltung wurde das Gedächtnisbuch Oberösterreich von Luisa Schlager an seinen neuen Standort im Linzer Mariendom gebracht. Das Buch liegt nun beim Eingang zur Kapelle „Maria – Königin der Märtyrer“ auf, wo sich auch die Stele in Erinnerung an den Kriegsdienstverweigerer Franz Jägerstätter befindet und ist dort dauerhaft einzusehen. 

Fotos: Maria Appenzeller, Diözese Linz

 

Zitation

Lorber, Verena. "Gedächtnisbuch Oberösterreich." Franz und Franziska Jägerstätter Institut, 28.11.2029. https://ku-linz.at/forschung/franz_und_franziska_jaegerstaetter_institut/forschungsblog/artikel/gedaechtnisbuch-oberoesterreich

]]>Die Nuancen des Widerstands. Bericht zum III. Hartheimer...Wed, 09 Oct 2019 10:07:00 +0200 https://ku-linz.at/forschung/franz_und_franziska_jaegerstaetter_institut/forschungsblog/artikel/die-nuancen-des-widerstands-bericht-zum-iii-hartheimer-forschungskolloquium post-23 https://ku-linz.at/forschung/franz_und_franziska_jaegerstaetter_institut/forschungsblog/artikel/die-nuancen-des-widerstands-bericht-zum-iii-hartheimer-forschungskolloquium Andreas Schmoller Bericht Veranstaltung von Verena Lorber und Andreas Schmoller Am 4. Oktober fand im Schloss Hartheim das vom Lern- und Gedenkort Hartheim und dem Franz und Franziska Jägerstätter Institut organisierte III. Hartheimer…

Am 4. Oktober fand im Schloss Hartheim das vom Lern- und Gedenkort Hartheim und dem Franz und Franziska Jägerstätter Institut organisierte III. Hartheimer Forschungskolloquium zur NS-Euthanasie statt. Die Veranstaltung stellte die sechs wissenschaftlichen Beiträge des Programmes unter die Leitbegriffe "Wahrnehmungen, Reaktionen, Widerstand". Über 70 Teilnehmer*innen nahmen teil, um mehr über neue teils unabgeschlossene Forschung, die von den Referent*innen aus Österreich, Deutschland und Polen präsentiert wurde, zu erfahren.

Mehr als 70.000 Menschen fielen in den Jahren 1940 und 1941 der NS-Euthanasieaktion "T4" zum Opfer. Es war dies der erste industriell durchgeführte Massenmord des NS-Regimes. Widerstand seitens Angehöriger und der Kirchen trug wesentlich zum Stopp der "Aktion T4" im August 1941 bei. Die Fragen des Kolloquiums kreisten folglich vielfach um die Verwendung adäquater Begriffe einerseits und Erklärung von Handlungs- und Motivationsmustern andererseits.  

Das Kolloquium wurde mit Grußworten vom Rektor der KU Linz, Prof. Dr. Franz Gruber und der Obfrau des Vereins Schloss Hartheim, Konsulentin Dr.in Brigitte Kepplinger eröffnet. Im ersten Beitrag widmeten sich Andreas Schmoller und Verena Lorber vom FFJI den Fragen, wie innerhalb der katholischen Kirche der Diözese Linz die NS-Euthanasie wahrgenommen wurde, welche Reaktionen sie hervorrief und wieweit es im Zusammenhang mit dem NS-Euthanasieprogramm zu Widerstandsverhalten kam. Erstmals wurde in diesem Kontext auch die moraltheologische Diskussion der Zwischenkriegszeit hinsichtlich der "Rassenhygiene" und "Zwangssterilisation" untersucht. Grundlage hierfür boten Artikel des damaligen Linzer Professors für Moraltheologie an der Theologischen Lehranstalt, Josef Grosam in der Theologisch-Praktischen Quartalschrift. Die Spurensuche in Diözesan-, Stifts- und Pfarrarchiven warf einige Schlaglichter auf wichtige Zeugnisse zur NS-Euthanasie in Oberösterreich und verdeutlichte, dass eine systematische Suche nach Quellen noch aussteht.

Der Literaturwissenschaftler Marcin Gołaszewski (Lodz) fokussierte in seinem Vortrag auf die berühmten Predigten des Bischofs von Münster, Clemens August Graf von Galen. Der Inhalt und die schnelle Verbreitung der Predigten veranlassten das NS-Regime wesentlich zur Beendigung des "T4"-Programms. Die sprachanalytische Betrachtung zeigte, dass Galen nicht ausschließlich theologisch in den Stilmitteln religiöser Sprache argumentierte, sondern auch säkulare Diskurse wie jenen des allgemeinen Rechts benutzte, um gegen die NS-Euthanasie zu protestieren. Zudem konnte anhand der Analyse der Predigt aufgezeigt werden, wie detailliert man über die Abläufe und Durchführung des NS-Euthanasie-Programms Bescheid wusste.

Boris Böhm, Leiter der Gedenkstätte Pirna- Sonnenstein präsentierte wichtige Protagonisten des protestantischen Widerstandes gegen die NS-Euthanasie. Zu diesen gehörten Lothar Kreyssig, Paul Gerhard Braune und Walter Schadeberg. Der protestantische Widerspruch setzte dabei schon 1940 kurz nach Beginn der NS-Euthanasie ein. Als Hauptproblem ihres Widerstands erkannte Böhm den Versuch, den NS-Machthabern den Protest nicht öffentlich, sondern gewissermaßen auf dem Dienstweg zu übermitteln.  Damit waren sie restriktiven Maßnahmen seitens des NS-Regimes ausgesetzt, gleichzeitig war damit die Aufklärung der Bevölkerung und der Opferangehörigen verhindert.

Auf Basis eines laufenden Forschungsprojekts zu NS-Medizinverbrechen im Rhein-Sieg-Kreis differenzierte der Historiker Helmut Rönz (Bonn) das Spannungsfeld zwischen Opposition, Selbstbehauptung und Anpassung. Er plädierte dabei für einen sparsamen Gebrauch des Begriffs Widerstand im Zusammenhang mit dem Verhalten der Ärzteschaft, von kommunalen Eliten sowie der Kirchen. Unter den wenigen Einzelfällen in denen es zu Akten der Opposition kam, nannte Rönz auch ein ökumenisches Beispiel des gemeinsamen Protests von katholischen und protestantischen Dorfbewohner*innen.

Josef Wallner, Theologe und Redakteur der KirchenZeitung, steuerte mit seinem Beitrag zur NS-Euthanasie-Predigt des St. Pöltener Bischofs Michael Memelauer ebenfalls bislang unbekannte Fakten und Erkenntnisse zum Forschungskolloquium bei und lieferte damit wichtige Anreize für Quellensuche und Vergleiche mit anderen Diözesen. So verwies er etwa auf prompte Verlautbarungen in Diözesanmitteilungen mehrerer Diözesen im Jahr 1940 hinsichtlich der kirchlichen Erlaubnis Urnen beizusetzen, die als unmittelbare Reaktion auf die NS-Euthanasie zu werten sind. Nicht fehlen durfte der belegte Aufenthalt von Franz Jägerstätter in Ybbs im Februar 1941. Durch einen ortsansässigen Bauern erfuhr er vom Abtransport der Pfleglinge aus der Heil- und Pflegeanstalt Ybbs und deren tragischen Schicksal. Franziska Jägerstätter betonte wiederholt, dass die NS-Euthanasie die Haltung Jägerstätters mitgeprägt hatte.

Im sechsten und letzten Vortrag richtete Irene Zauner-Leitner vom Lern- und Gedenkort Hartheim den Blick auf eine Widerstandsgruppe in Hartheim, die in mehreren Flugblattaktionen zum Sturz des NS-Regimes aufrief. Im Jänner1945 wurden zwei Mitglieder der Gruppe, Ignaz Schuhmann und Leopold Hilgarth, zum Tode verurteilt und hingerichtet. Anhand der Gerichtsakten rekonstruierte die Referentin die Vorgänge und ordnete sie hinsichtlich ihrer Motivstruktur in einem größeren Zusammenhang ein. Zentral wurde dabei auch im Anschluss an den Vortrag die Frage diskutiert, wie weit die Erfahrung der Durchführung der NS-Euthanasie in allernächster Nähe Teil der Option Widerstand gewesen war. Zauner-Leitner argumentierte einleuchtend dafür, die Bedeutung der NS-Euthanasie für die lokale Widerstandsgruppe, die "Tür an Tür" zum Schloss Hartheim entstand, nicht als zentral handlungsmotivierend überzubewerten.

Die erste Kooperationsveranstaltung des FFJI mit dem Lern- und Gedenkort brachte spannende Einblicke in ein weiterhin nicht erschöpfend erschlossenes Themenfeld. Aus diesem Grund wird aus dem Kolloquium auch eine gemeinsame Publikation entstehen.

Flyer zur Tagung mit Programm

Zitation

Lorber, Verena und Andreas Schmoller. "Die Nuancen des Widerstands. Bericht zum III. Hartheimer Forschungskolloquium." Franz und Franziska Jägerstätter Institut, 9.10.2019. https://ku-linz.at/forschung/franz_und_franziska_jaegerstaetter_institut/forschungsblog/artikel/die-nuancen-des-widerstands-bericht-zum-iii-hartheimer-forschungskolloquium

]]>Robert F. McGovern’s Werke zu Franz JägerstätterThu, 26 Sep 2019 15:38:00 +0200 https://ku-linz.at/forschung/franz_und_franziska_jaegerstaetter_institut/forschungsblog/artikel/robert-f-mcgoverns-werke-zu-franz-jaegerstaetter post-22 https://ku-linz.at/forschung/franz_und_franziska_jaegerstaetter_institut/forschungsblog/artikel/robert-f-mcgoverns-werke-zu-franz-jaegerstaetter Andreas Schmoller Kunst Bericht von Elisabeth Jungmeier und Erna Putz Am 7. März 2019 erhielt das Franz und Franziska Jägerstätter Institut vier Grafiken und eine Zeichnung des 2011 verstorbenen Künstlers Robert McGovern als…

Am 7. März 2019 erhielt das Franz und Franziska Jägerstätter Institut vier Grafiken und eine Zeichnung des 2011 verstorbenen Künstlers Robert McGovern als Dauerleihgabe von der Diözese Linz. Diese erhielt die Werke durch eine Schenkung aus dem Besitz der Witwe des Künstlers, Aileen McGovern. Die Übergabe führte Diözesanbischof Manfred Scheuer im Rahmen der Gedenkveranstaltung "Franziska Jägerstätter. Eine Heilige des Alltags" (veranstaltet durch das Haus der Frau) an der KU Linz durch. Bericht 


Der Künstler

Robert McGovern machte 1956 seinen Abschluss an der University of the Arts in Philadelphia und war bis zu seiner Emeritierung 1999 Professor an der Fakultät.
Er hat 250 Holz- und Linoleumblöcke für feine Drucke hergestellt und Aufträge für Tafelschnitzereien, Wandgemälde und Glasätzungen ausgeführt. Robert McGovern hat mit Architekten bei der Gestaltung von Kirchen zusammengearbeitet und ist in den USA besonders für seine religiösen Kunstwerke bekannt.
Viele verschiedene Holzschnitzereien, Skulpturen, Holz- und Linoleumschnitte, Gemälde und Aquarelle von McGovern schmücken Kirchen, Institutionen und bedeutende Museen in der Erzdiözese Philadelphia und im ganzen Land.
Robert McGovern starb am 13. April 2011 im Alter von 78 Jahren. (Nachruf und Foto)
Seine Witwe Aileen trägt sein Vermächtnis mit großer Sorgfalt weiter, um ihn als Mensch und Künstler weiteren Generationen präsent zu halten.

Der Besuch 1992 in St. Radegund

Im Sommer 1992 waren Robert F. McGovern, seine Frau Aileen und deren 15jährige Tochter Helen sowie Pfarrer John Patrick McNamee von der Saint Malachy Church in Philadelpha im Rahmen einer Europareise einige Tage zu Besuch in Ostermiething und St. Radegund.
Sie trafen Franziska Jägerstätter und deren Tochter Maria. Robert McGovern machte in St. Radegund Zeichnungen, Skizzen und Fotos. Schon zuvor hatte er eine lebensgroße Statue von Franz Jägerstätter aus Lindenholz geschnitzt. Diese war ein Geschenk zum 50-jährigen Priesterjubiläum von P. Daniel Berrigan SJ.
Pfarrer John McNamee gab 1995 einen Gedichtband heraus, dessen Hauptteil der Erinnerung an Franz Jägerstätter gewidmet ist. Fünf Holzschnitte von Robert McGovern illustrieren diesen Text. 
In den Tagen, wo die amerikanischen Gäste im Pfarrhof Ostermiething wohnten, kreisten viele Gespräche über Franz Jägerstätter.

Franziskas Reaktion auf das Porträt

Anfang Oktober schickte McGovern die ersten drei Holzschnitte an Franziska Jägerstätter und auch an Erna Putz, die Franziska die Sendung überbrachte.  
Die Blätter lagen vor Franziska auf dem Tisch. Es waren Gäste da. Das Gespräch ging weiter. Franziska war von der Darstellung ihres Mannes völlig in Beschlag genommen. Durch dieses Bild war er so präsent für sie, dass sie am Gespräch erst wieder teilnehmen konnte, nachdem das Porträt abgedeckt wurde.
Hinsichtlich des künstlerischen oder graphischen Umganges mit dem Gesicht und dem Kopf von Franz bzw. mit dessen Unversehrtheit, war Franziska sonst sehr sensibel. Sie wollte nicht, dass etwa seine Worte darauf gedruckt wurden  oder dass sein Porträtfoto für ein Buchcover beschnitten würde.  Nach dem Grund befragt antwortete Franziska: „Das kann sich niemand vorstellen, was man fühlt, wenn jemand der Kopf abgeschlagen wird.“
Künstler bringen ins Bild, was noch nicht im Wort war oder sich nicht in Worte fassen lässt. So kommt bei Robert McGovern der Charme und die Liebenswürdigkeit von Franz zum Ausdruck; er und auch P. Raphael Statt, OCist vermitteln die tiefen Verwundungen von Franziska, die nicht nur vom großen Verlust verursacht wurden. 

Hintergrund zur Schenkung

Vor über einem Jahr teilte Elisabeth Jungmeier den Jägerstätter Freunden in den USA (Friends of Franz Jagerstatter) die Gründung des Franz und Franziska Jägerstätter Instituts an der Katholischen Privat-Universität Linz mit. Aileen McGovern stellte daraufhin spontan das Angebot, für das Institut Bilder zu spenden. Der Jägerstätter-Beirat der Diözese nahm dieses Angebot dankend an. 
Aileen McGovern schrieb anlässlich der Übergabe an das FFJI am 7. März an Elisabeth Jungmeier, die sie bei einer USA-Reise im Jahr 2013 mit zwei Jägerstätter-Töchter kennengelernt hatte: „Bob wusste von Franz und Franziska seit 1958. Im Jahr 1992 in St. Radegund in Marias Haus zu sein und das Brot zu essen, das Franziska gebacken hatte, während Erna von Franz sprach, war sehr bewegend. Es war eine Zeit, die wir niemals vergessen konnten. Es war eine Pilgerfahrt zu einem heiligen Ort. Möge viel Gutes von diesem Franz und Franziska Jägerstätter Institut kommen.“

Die Werke

Die Schenkung umfasst die Drucke:
a.    Franz Illumined
b.    Franz in the Shadow
c.    Go with God
d.    Trees, the river & the Church
Sowie die Zeichnung
e.    Franziska’s Bicycle
 

Anmerkungen

[1] Vgl. Clay Vessels and Other Poems, Poetry John McNamee, Woodcuts Robert F. McGovern, Kansas City 1995, 34 - 41.

[2] Vgl.  Aileen Mc Govern an die Autorin vom 25. Sept. 1992  und Robert Mc Govern an dieselbe vom 17. Sept. 1992.

[3] Vgl. Bischöfl. Ordinariat Linz (Hg.) Franz Jägerstätter_ Christ und Märtyrer, Broschüre ,  1. Auflage März 2007 mit der 2. Auflage vom Dezember 2007.

[4] Schutzumschlag von:  Erna Putz (Hg.) , Franz Jägerstätter. Der gesamte Briefwechsel mit Franziska. Wien-Graz-Klagenfurt 2007.

 

Zitation

Jungmeier, Elisabeth und Erna Putz. "Robert F. McGovern’s Werke zu Franz Jägerstätter." Franz und Franziska Jägerstätter Institut, 26.9.2019. https://ku-linz.at/forschung/franz_und_franziska_jaegerstaetter_institut/forschungsblog/artikel/robert-f-mcgoverns-werke-zu-franz-jaegerstaetter