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Aschermittwochsgespräch thematisiert die Zukunft der Arbeit.

"Die Zukunft der Arbeit" aus dem Blickpunkt von Wirtschaft und Ethik war am 26. Februar 2020 Thema des Aschermittwochsgesprächs von Sparkasse Oberösterreich und Industriellenvereinigung OÖ in Kooperation mit der Katholischen Privat-Universität Linz. Es referierten und diskutierten Christa Sedlatschek, Direktorin der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) und Ass.-Prof. Lukas Kaelin vom Institut für Praktische Philosophie / Ethik der Katholischen Privat-Universität Linz.

Die Veränderung der Arbeitswelt durch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Robotik wurden beim mittlerweile 18. Aschermittwochsgespräch im Linzer Palais Kaufmännischer Verein thematisiert. Neue Technologien verändern die Arbeitswelt. "Es ist das Zusammenspiel zwischen Mensch und digitalen Lösungen, das zum Erfolg führt", betonte Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Oberösterreich. Dass neue Technologien zur weiteren Attraktivierung der Arbeitswelt führen, davon ist Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung OÖ, überzeugt. "Maschinen ersetzen nicht den Menschen, sondern entlasten und unterstützen ihn, damit er sich auf höherwertige Aufgaben konzentrieren kann", so Haindl-Grutsch.

Neue Formen der Beschäftigung und der Arbeitsorganisation bergen neue Risiken aber auch neue Chancen für die Prävention und die Gesundheitsförderung von Beschäftigten. Christa Sedlatschek, Direktorin der europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (EU-OSHA) und Medizinerin, sprach sich dafür aus, sich bewusst zu machen, welche Maßnahmen zur Gewährleistung gesunder Arbeitsplätze getroffen werden müssen. Ihre Agentur mit Sitz in Bilbao beschäftigt sich mit Trends und Einflussfaktoren für den Wandel der Arbeitswelt, mit Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitsbedingungen und den damit verbundenen Herausforderungen.

Arbeit ist nicht nur zur Bestreitung des Lebensunterhalts notwendig, sondern trägt auch zur Selbstverwirklichung und gesellschaftlichen Teilhabe bei. Im Kontext der Anforderungen der veränderten Arbeitswelt durch Prekarisierung, flexibilisierte und dynamisierte Erwerbsarbeit, Automatisierung, Digitalisierung und neue Informationstechnologien rücken verstärkt auch Aspekte der psychischen Gesundheit in den Blickpunkt. Potenzielle Gefahren sieht Assistenzprofessor Lukas Kaelin vom Institut für Praktische Philosophie / Ethik der KU Linz vor allem in der "Entwicklung hin zu ständigen Erreichbarkeit und der sukzessiven Durchmischung von Arbeit und Freizeit".

28.2.2020/he

Von li: DI Dr. Joachim Haindl-Grutsch (GF der IV OÖ), Mag. Stefanie Christina Huber (Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ), Dr. Christa Sedlatschek (Direktorin der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz), Ass.-Prof. Dr. Lukas Kaelin (Assistenz-Prof. am Institut für Praktische Philosophie/Ethik an der Katholischen Privat-Universität Linz)

Von li: DI Dr. Joachim Haindl-Grutsch (GF der IV OÖ), Mag. Stefanie Christina Huber (Vorstandsvorsitzende Sparkasse OÖ), Dr. Christa Sedlatschek (Direktorin der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz), Ass.-Prof. Dr. Lukas Kaelin (Assistenz-Prof. am Institut für Praktische Philosophie/Ethik an der Katholischen Privat-Universität Linz)

Podiumsdiskussion. 18. Aschermittwochsgespräch "Wirtschaft & Ethik. Die Zukunft der Arbeit" im Palais Kaufmännischer Verein.

Podiumsdiskussion. 18. Aschermittwochsgespräch "Wirtschaft & Ethik. Die Zukunft der Arbeit" im Palais Kaufmännischer Verein.