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DIES ACADEMICUS. Soziale Medien? Veränderungen in Öffentlichkeit und Politik durch Social Media.

Mit dem Begriff 'Social Media', den damit zusammenhängenden Phänomenen, Veränderungen und Möglichkeiten beschäftigt sich der diesjährige Dies Academicus, der am 16. November 2017, von 14:00 bis 18:00 Uhr stattfindet. Es referieren Alexander Filipović, Georg Weidacher, Chris Tedjasukmana und Kerstin Schankweiler.

Social Media spielen in unterschiedlichen Bereichen des Lebens eine immer größere Rolle. Sie prägen die Öffentlichkeit und unser Sozialleben, verändern Arbeits- und Bildungsprozesse, formen politische Entscheidungen und beeinflussen die Wahrnehmung von Wirklichkeit. Doch was steckt im unscharfen Begriff der ‚Social Media‘? Welche Phänomene fallen darunter? Wie verändern sie politische Prozesse? Und welche Möglichkeiten der politischen Aktivität ergeben sich daraus? Der Dies Academicus wird sich mit diesen Fragen beschäftigen, indem zum einen Klarheit in die unter den Begriff der "Social Media" fallenden Phänomene gebracht und zum anderen die Rolle von Social Media im Bereich des Politischen beleuchtet werden soll.  

  • 14:00 Begrüßung und Einführung
  • 14:15 Gesellschaft ohne Diskurs? Social Media aus medienethischer Perspektive
    Prof. Dr. Alexander Filipović
  • 14:45 Politische Diskurse in den Social Media – Neue Formen, alte Ziele
    Dr. Georg Weidacher 
  • 15:15 Diskussion
  • 15:45 Pause
  • 16:15 Geteilte Empörung und gemeinschaftliche Gefühle – Affektive Öffentlichkeiten und politischer Aktivismus auf YouTube
    Dr. Chris Tedjasukmana
  • 16:45 Sousveillance – Bildzeugnisse von Polizeigewalt in Social Media und Kunst
    Dr.in Kerstin Schankweiler
  • 17:15 Diskussion
  • 18:00 Buffet

DIE VORTRAGENDEN

Dr. Alexander Filipović: Studium der Kath. Theologie, Kommunikationswissenschaften und Germanistik an der Universität Bamberg. Promotion zum Dr. theol. 2006 mit einer medienethischen Dissertation in Bamberg, 2012 Habilitation für das Fach Christliche Sozialethik an der Westfälischen Wilhelms-Münster. Seit 2013 Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Medienethik an der Hochschule für Philosophie München. Seit 2016 zusammen mit Klaus-Dieter Altmeppen Leitung des zem::dg - Zentrum für Ethik der Medien und der digitalen Gesellschaft (www.zemdg.de). Forschungsschwerpunkte: Grundlagen der Kommunikations- und Medienethik, Ethik digitaler Öffentlichkeit(en), Zukunft und Sicherstellung des Qualitätsjournalismus, Demokratie und Medien, ethische Herausforderungen Sozialer Netzwerkdienste (SNS), Gerechtigkeitsfragen in der Medienwelt (Beteiligung, Kompetenz, Bildung).

Dr.in Kerstin Schankweiler ist Postdoktorandin am Sonderforschungsbereich Affective Societies. Dynamiken des Zusammenlebens in bewegten Welten an der Freien Universität Berlin und arbeitet zum Thema Affektive Dynamiken von Bildern im Zeitalter von Social Media. Zuvor war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Kunst Afrikas am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin (2010-2015) und für Moderne und Zeitgenössische Kunst am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln (2008-2010) tätig. Sie promovierte im Fach Kunstgeschichte an der Universität Trier, wo sie Stipendiatin des Graduiertenkollegs Identität und Differenz war. Ihre Dissertation über den Künstler Georges Adéagbo aus Benin wurde unter dem Titel Die Mobilisierung der Dinge publiziert (Bielefeld, transcript, 2012). Sie ist Mitherausgeberin von Ästhetik der Gewalt – Gewalt der Ästhetik (Weimar, VDG, 2013) und Im Maschenwerk der Kunstgeschichte. Eine Revision von George Kublers The Shape of Time (Berlin, Kadmos, 2014). Kerstin Schankweiler ist Mitinitiatorin des Research Network for Transcultural Practices in the Arts and Humanities (RNTP). Seit Mai 2016 ist sie Fachredakteurin des Rezensionsjournals sehepunkte für den Schwerpunkt Kunstgeschichte und Kunsttheorie im Kontext des Globalen und Postkolonialen. Forschungsschwerpunkte: Gegenwartskunst aus Afrika, Bildpraktiken in den Social Media, Affektökonomien und audio-visuelle Medien, Postkoloniale Theorien, Kunstgeschichte im globalen Kontext, Transkulturalität. 

Dr. Chris Tedjasukmana ist Leiter des Forschungsprojekts Bewegungs-Bilder 2.0: Videoaktivismus zwischen Social Media und Social Movements der Volkswagen-Stiftung an der Freien Universität Berlin und 2017/18 Gast des Direktors am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift Montage AV. Zeitschrift für Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation. 2016/17 war er Gastprofessor für Medientheorien an der Kunstuniversität Linz. Seine Monografie Mechanische Verlebendigung – Ästhetische Erfahrung im Kino erschien 2014 im Fink-Verlag. 2014 erhielt er den Karsten-Witte-Preis für den besten filmwissenschaftlichen Aufsatz. Seine Forschungsschwerpunkte sind philosophische, politische und Film-Ästhetik, Theorien der Öffentlichkeit, digitale Kulturen, Gender und Queer Studies.

Dr. Georg Weidacher: Studium der Germanistik, Anglistik und Allgemeinen Sprachwissenschaft in Graz. Doktorat im Fach Deutsche Philologie mit einer interdisziplinären Dissertation zum Thema Fiktionale Texte – fiktive Welten. Seit 1996 zunächst Vertragsassistent, dann wissenschaftlicher Mitarbeiter und zurzeit Senior Scientist am Institut für Germanistik der Universität Graz, Abteilung für Germanistische Linguistik. Forschungs- und Lehraufenthalte an den Universitäten Groningen (Niederlande), Ljubljana und Maribor (Slowenien), Rzeszow (Polen) sowie Shkoder (Albanien). Forschungsschwerpunkte: Textlinguistik und Textrhetorik, Medien-, insbesondere Internetlinguistik, Linguistische Diskursanalyse, Pragmatik und Grammatik des Deutschen.

 

Wir bitten um Anmeldung bis zum 9. November 2017:
T: +43 0732 78 42 93, E: office[at]ku-linz.at

Bildnachweis: shutterstock/TayaOvod

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