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Zwischen Paradies und Sintflut. 19. Ökumenische Sommerakademie zum Thema Umweltverantwortung.

"Gärten in der Wüste. Schöpfungsethik zwischen Wunsch und Wirklichkeit" lautet der Titel der 19. Ökumenischen Sommerakademie, die vom 12. bis zum 14. Juli 2017 im Stift Kremsmünster stattfindet. Die Ökumenische Sommerakademie knüpft heuer an die OÖ Landesgartenschau an und beschäftigt sich mit der religiösen Symbolik des Gartens und aktuellen ökologischen Fragen der globalen wirtschaftlichen Entwicklung aus theologischer Sicht.


Die Verantwortung für die Erhaltung von Natur und Umwelt als ein Schwerpunkt auch in der ökumenischen Zusammenarbeit der christlichen Kirchen ist heuer Thema der Ökumenischen Sommerakademie im Stift Kremsmünster. Sowohl in Österreich als auch international engagieren sich seit langer Zeit Mitglieder und führende Persönlichkeiten der Kirchen für ökologische Fragen.

In der jüdisch-christlichen Bibel und auch im Islam haben Gärten eine besondere Bedeutung. Das Paradies der Schöpfungsgeschichte ist ein Garten, aus dem die Menschen als Konsequenz ihres Handelns vertrieben wurden. In den Wüstengebieten, in denen die monotheistischen Religionen entstanden sind, sind Gärten ein Symbol der Sehnsucht. Dem steht die fortschreitende Zerstörung der natürlichen Umwelt gegenüber, die zum globalen Problem geworden ist, mit dem sich die Theologie ebenso wie die Umweltwissenschaft und die Wirtschaftsethik beschäftigt.

Mit Hans Diefenbacher aus Heidelberg und Niko Paech aus Oldenburg werden zwei Wirtschaftswissenschaftler referieren, die sich besonders intensiv mit dem Themenkreis beschäftigen. Hans Diefenbacher ist unter anderem Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, Niko Paech ist ein führender Vertreter der Postwachstumsökonomie“. Die Wiener Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb wird die Dramatik der Entwicklung beleuchten.

Elisabeth Birnbaum, die künftige Direktorin des Österreichischen Katholischen Bibelwerks, schildert die Natursicht des Alten Testaments im Zwiespalt zwischen Sehnsucht und Bedrohung. Der Moraltheologe Michael Rosenberger behandelt die spirituellen Aspekte der Umweltentwicklung zwischen Angst und Hoffnung. Beide lehren an der Katholischen Privat-Universität Linz.

Die Sehnsucht nach der Welt der Gärten im Islam thematisiert Islamwissenschaftlerin und Religionspädagogin Ursula Fatima Kowanda-Yassin.

Zwei Diskussionsrunden ergänzen die Vorträge. Einerseits werden Vertreterinnen und Vertreter ökologischer Projekte in Oberösterreich über ihre Erfahrungen berichten, andererseits informieren Kirchenvertreter über die Beiträge der Kirchen zur Ökologischen Umkehr.

Die Ökumenische Sommerakademie findet im Stift Kremsmünster statt und ist öffentlich zu­gängig. Sie ist eine Veranstaltung der Katholischen Privat-Universität (KU) Linz, des Ökume­nischen Rates der Kirchen in Österreich, des Evangelischen Bildungswerks Oberösterreich, der Kirchenzeitung der Diözese Linz, des Stiftes Kremsmünster, der Religionsabteilungen des ORF in Fernsehen und Hörfunk und des Landes Oberösterreich. Der ORF Oberöster­reich und die Oberösterreichischen Nachrichten sind Medienpartner. 

Programmfolder / Tagungsgebühren / Anmeldung

19. Ökumenische Sommerakademie 
Gärten in der Wüste. Schöpfungsethik zwischen Wunsch und Wirklichkeit
12. bis 14. Juli 2017, Stift Kremsmünster
Anmeldung bis 5. Juli 2017 unter sommerakademie[at]ku-linz.at 

12.4.2017, he/kd


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