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Im Vorbeigehen II/11. Kunstgespräch zur Mittagszeit.

Unter dem Titel "Explosive Fortunes" präsentiert Esin Turan im Wintersemester 2016/17 im Rahmen der Ausstellungsreihe "Im Vorbeigehen" an der Katholischen Privat-Universität Linz einen Auszug ihrer Arbeiten. Beim "Kunstgespräch zur Mittagszeit" am 6. Dezember 2016 sprach die in der Türkei geborene Künstlerin mit Kuratorin Julia Allerstorfer und Prof. Monika Leisch-Kiesl über das Ausstellungskonzept, die präsentierten Werke und die vielseitigen thematischen Anknüpfungspunkte in ihrem Schaffen.


Kunstgespräch zur Mittagszeit. von li: Kuratorin Ass.-Prof.in Dr.in Julia Allerstorfer, Künstlerin Mag.a Esin Turan, Univ.-Prof.in DDr.in Monika Leisch-Kiesl.
Kunstgespräch. von li: Ass.-Prof.in Dr.in Julia Allerstorfer, Esin Turan, Univ.-Prof.in DDr.in Monika Leisch-Kiesl.

Medial konstruierte Stereotype und Feindbilder, die unterschiedlichen Lebenswelten in Österreich und der Türkei, Ideen und Vorstellungen von "Orient" und "Okzident" sowie Selbst- und Fremdbildes des Islams sind Schwerpunkte, die sich wie ein roter Faden durch Esin Turans Oeuvre ziehen und sie als vielseitige, sozial- und gesellschaftskritische Künstlerin auszeichnen. Inspiration für ihr künstlerisches Schaffen bezieht die seit Anfang der 1990er Jahre in Wien lebende Künstlerin spontan aus ästhetischen Momenten im urbanen Raum oder sie gestaltet Arbeiten, die dem Bereich der künstlerischen Forschung zuzuordnen sind. Für ihre künstlerische Praxis macht sie sich vielfältige mediale Ausdrucksformen (Objektkunst, Rauminstallationen, Aquarelle, Zeichnungen, Fotografien und Textilarbeiten) zu Nutze. 

Die Ausstellung "Explosive Fortunes" zeigt einen Auszug aus ihrem künstlerischen Werk und integriert die kritischen Arbeiten Emigrant Suitcase, This is not a Burka, Explosive Fortunes, Frauen die Namenlosen und Kristallnacht in den universitären Alltag. Dabei will Esin Turan keineswegs provokativ oder plakativ wirken. Sie beschreibt ihre Praxis als ein Zusammenführen visueller Mittel bzw. das Umsetzen von medial geprägten Symboliken und Stereotypen in Bilder und Installationen und stellt die Frage, wodurch die Provokation entsteht. Was ist der Unterschied zwischen den Bildern in der Tagespresse und denen im Ausstellungsraum? Die Themen Flucht, Migration und Heimat beschäftigen die Künstlerin bis heute. Mittlerweile arbeitet sie kreativ im Rahmen des Projekts "Interface Wien" und anderen Integrationsinitiativen und vermittelt jugendlichen MigrantInnen inter- und transkulturelle Inhalte. 

Veranstaltungshinweis. Am 16. Jänner 2017, 18:30 Uhr findet im Rahmen der "Sozialplattform Migration" eine Werkpräsentation und Diskussionen zu den Bereichen Migration und Integration an der KU Linz statt. Esin Turan ist erneut anwesend und präsentiert ausgewählte Arbeiten.

Die Ausstellung "Im Vorbeigehen II/11: Esin Turan – Explosive Fortunes" ist von Montag bis Freitag, 8–17 Uhr, bei freiem Eintritt noch bis 30. Jänner 2017 an der KU Linz zu sehen.

7.12.2016/kd/he

Univ.-Prof.in DDr.in Monika Leisch-Kiesl begrüßt die TeilnehmerInnen am Kunstgespräch.
Begrüßung. von li: Künstlerin Esin Turan, Kuratorin Julia Allerstorfer und Prof. Monika Leisch-Kiesl. (c) KU Linz/Eder
Besprechung der in der Bibliothek gezeigten Installation "Emigrant Suitcase".
Besprechung der in der Bibliothek gezeigten Installation "Emigrant Suitcase".
Im Altbau zu sehen ist die titelgebende Installation "Explosive Fortunes".
Im Altbau zu sehen ist die titelgebende Installation "Explosive Fortunes".
Die Installation im Untergeschoß trägt den Titel "Kristallnacht".
Die Installation im Untergeschoß trägt den Titel "Kristallnacht".

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