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Ethik in der Medizin. Start der dreiteiligen Diskussionsreihe.

Spannende Beiträge, rege Publikumsbeteiligung – der erste Abend der von der Johannes Kepler Universität in Kooperation mit der KU Linz veranstalteten Diskussionsreihe "Ethik in der Medizin" war ein voller Erfolg: Unter dem Titel "Ist Gewissheit ein Gewinn? Untersuchungen in der Schwangerschaft: Fluch und Segen" wurde das Thema "Genetik und Reproduktion" interdisziplinär beleuchtet.


Von li: KU-Rektor Univ.-Prof. Franz Gruber, Univ.-Prof. Peter Oppelt (Leiter Gynäkologie, Kepler Klinikum), Univ.-Prof.in Petra Apfalter, JKU-Vizerektorin für Medizin, JKU-Rektor Univ.-Prof. Meinhard Lukas, Univ.-Doz. Hans-Christoph Duba (Leiter Humangenetik, Kepler Klinikum), Univ.-Prof. Michael Fuchs (Praktische Philosophie/Ethik, KU Linz).
Von li: KU-Rektor Univ.-Prof. Dr. Franz Gruber, Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Oppelt, Univ.-Prof.in Dr.in Petra Apfalter, JKU-Rektor Univ.-Prof. Mag. Dr. Meinhard Lukas, Univ.-Doz. Dr. Hans-Christoph Duba, Univ.-Prof. Dr. Michael Fuchs.

"Ethik in der Medizin" - unter diesem Motto widmet sich die Johannes Kepler Universität gemeinsam mit der Katholischen Privat-Universität Linz an drei Abenden einem breiten wie spannenden Themenfeld. Im Fokus: der menschliche Lebenszyklus, von der Zeit vor der Geburt über Grenzsituationen auf der Intensivstation bis zum Lebensende.

Bei der Auftaktveranstaltung zum Thema "Ist Gewissheit ein Gewinn? Untersuchungen in der Schwangerschaft: Fluch und Segen" am 14. Dezember 2016 referierten Prim. Univ.-Doz. Dr. Hans-Christoph Duba, Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik (Kepler Universitätsklinikum), Univ.-Prof. Dr. phil. Michael Fuchs, Professor der Praktischen Philosophie/Ethik, (Katholische Privat-Universität Linz) und Univ.-Prof. Dr. Peter Oppelt, MBA, Vorstand der Universitätsklinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und gynäkologische Endokrinologie (Kepler Universitätsklinikum) über die Fachbereiche Genetik und Reproduktion. Das Publikum war nicht nur eingeladen, Fragen zu stellen, sondern auch mitzudiskutieren.

Zahlreiche Untersuchungen während der Schwangerschaft helfen, Risiken für das Neugeborene abzuschätzen. Besteht der Verdacht einer Fehlbildung, sind nach umfassender ärztlicher Beratung medizinische Entscheidungen zu treffen. Die Medizin hat die Möglichkeit in Leben einzugreifen, was im Konfliktfall zu einem Dilemma bei den handelnden Personen – einerseits den Eltern, andererseits den behandelnden Ärzten – führt, so Univ.-Prof. Dr. Michael Fuchs. Den beratenden Ärzten kommt eine wichtige Rolle zu. Doch letztendlich liegt die moralische Last der Entscheidung bei den Eltern das Kind zu behalten oder im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen einen Abbruch vornehmen zu lassen. Einig war man sich darüber, dass bei der Begleitung der betroffenen Eltern Aufholbedarf besteht.

Nach der Diskussion über die erste Lebensphase des Menschen widmen sie die folgenden Abende den Themen Intensivmedizin und Sterbehilfe: Am 25. Jänner 2017 wird über „Medizin, Recht, Ethik auf der Intensivstation. Wo bleib‘ ich?" diskutiert und am 15. März 2017 über „Wenn das Ende nicht mehr weit ist. Raum für Leben“.

19.12.2016/he


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