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Das II. Vatikanische Konzil und die Wissenschaft der Theologie

Ansgar Kreutzer, Günther Wassilowsky (Hrsg.), Das II. Vatikanische Konzil und die Wissenschaft der Theologie, Band 28, Frankfurt: Peter Lang 2014.


Über das Buch

Mit der Erinnerung an das II. Vatikanische Konzil ist eine Besinnung auf das funktionierende Zusammenspiel von kirchlichem Lehramt, wissenschaftlicher Theologie und gesellschaftlicher Öffentlichkeit verbunden. Diesen Zusammenhängen von Konzil und Theologie im Kontext ihrer gesellschaftlichen Herausforderungen ist dieser Sammelband gewidmet, der auf eine im Sommersemester 2012 an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz (KTU) gehaltene Ringvorlesung zurückgeht. Während zahlreiche inhaltliche Auseinandersetzungen mit dem Konzil eher auf seine Dokumente oder Grundthemen abheben, bildet hier das Interaktionsverhältnis von Konzils- und theologischem Reflexionsgeschehen das übergreifende Formalobjekt: Wie haben sich Theologie und Konzil wechselseitig beeinflusst? Welche Kontinuitäten und Brüche bedeutete das Konzil für die einzelnen theologischen Teilfächer? Und was ist der spezifische Beitrag der theologischen Reflexion zum kulturellen Gedächtnis des Konzils in der Kirche – auch im Sinne seiner Aktualisierung?

Inhalt

Inhalt: Peter Walter: Kontinuität oder Diskontinuität? Das II. Vaticanum im Kontext der Theologiegeschichte – Günther Wassilowsky: Als die Kirche Weltkirche wurde. Karl Rahners Beitrag zum II. Vatikanum und seiner Deutung – Hanjo Sauer/Franz Gruber: Vom Dogma zum Dialog. Der fundamentaltheologische und dogmatische Paradigmenwechsel des Zweiten Vatikanischen Konzils – Michael Rosenberger: Bedingungslose Achtung der Freiheit. Autonomie und Freiheit des Gewissens in der Lehre des Konzils und der nachkonziliaren Moraltheologie – Christoph Niemand: «Das Wort Gottes voll Ehrfurcht hörend und voll Zuversicht verkündigend» (DV 1). Das standing von Bibel und Bibelwissenschaft in der Katholischen Kirche des 20. Jahrhunderts und was das II. Vatikanische Konzil damit zu tun hat – Hildegard Wustmans: Brennpunkte des Konzils. Pastoraltheologische Ortsbestimmungen in der Welt von heute – Ewald Volgger: «Bewusste und tätige Teilnahme». Trauung liturgietheologisch neu bedacht – Ilse Kögler: In der Dynamik des Aufbruchs. Auftrag und Impulse für die Religionspädagogik – Ferdinand Reisinger: «Eine dankbare, lernbereite Kirche» (GS 44). Die Neuausrichtung der Sozialethik nach Gaudium et spes – Severin J. Lederhilger: Kirchenrecht - Instrument oder Hindernis nachkonziliarer Pastoral? Kirchliches Selbstverständnis im Spiegel kanonistischer Reflexion – Monika Leisch-Kiesl: Der Kunstbegriff des II. Vatikanums. Eine Relecture vor dem Hintergrund gegenwärtiger Kunstdiskurse – Ansgar Kreutzer: «Mit den sprachlichen Ausdrucksformen des modernen Denkens» (Johannes XXIII). Die Selbstmodernisierung von Kirche und Theologie durch das II. Vatikanische Konzil.

Autorenangaben

Ansgar Kreutzer ist Professor für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz.
Günther Wassilowsky ist Professor für Kirchengeschichte an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz.

Reihe

Linzer Philosophisch-Theologische Beiträge. Bd. 28
Herausgegeben von Severin Lederhilger, Florian Uhl und Günther Wassilowsky

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