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Publikation "Vermittlung im Fragment" (Walter Raberger/Hanjo Sauer Hg. abgeschl. 2003)

Zu den tiefgreifendsten Neuansätzen der katholischen Theologie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil gehört jener von Franz Schupp, der in der Nachfolge  von Karl Rahner an der Theologischen Fakultät Innsbruck Dogmatik lehrte. Der vorliegende Band dokumentiert diesen Aufbruch mit Aufsätzen aus den Jahren 1968-76 und einer bisher unveröffentlichten Vorlesung, die Franz Schupp gemeinsam mit Karl Rahner im Wintersemester 1972/73 hielt. 

Mit dem Stichwort Fragment ist jene Chiffre theologischen Dankens angesprochen, welche jede Wirklichkeitserfahrung und deren Deutung im Modus der Vorläufigkeit und Unabgeschlossenheit begreift. Der Begriff Vermittlung wird hier nicht als kritikimmunisierendes Versöhnungsdenken verstanden, sondern bezieht das geschichtlich Widerständige und Unabgegoltene wahren Lebens mit ein. 

Auch Franz Schupps eigenes theoretisches Lehren ist im biografischen Sinn Fragment geblieben, wie das umfangreiche abschließende Interview verdeutlicht. Nach der Überzeugung der Herausgeber haben Fragmente dieser Art ihre Bedeutsamkeit nicht verloren. Sie fordern geradezu heraus zur Anstrengung des Begriffs, die nicht davon ablässt, in der Brüchigkeit das Symbolische, nämlich die untrügliche Spannung von Verheißung und Vollendung, zu entdecken.

Walter Raberger, Hanjo Sauer (Hg.): Vermittlung im Fragment. Franz Schupp als Lehrer der Theologie. 319 Seiten, Verlag Friedrich Pustet, 2003. ISBN: 3791718479.

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