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„Lehrend meinen Händen den Krieg“ Untersuchungen zu 2 Sam 22 aus gewalthermeneutischen Perspektiven (Magdalena Lass)

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit dem Text 2 Sam 22 (Paralleltext zu Ps 18), einem Lied  Davids unter gewalthermeneutischen Perspektiven. Dieses Psalm beinhaltet viele verschiedene Formen von Gewalt, sowohl göttlicher, als auch menschlicher und eignet sich deshalb gut, um der Frage nachzugehen, wie man mit Gewaltdarstellungen in der Bibel konstruktiv umgehen kann. In meiner Arbeit möchte ich die textlich dargestellte Gewalt genau untersuchen und beschreiben, mit Erkenntnissen aus den Humanwissenschaften in Dialog bringen, um dann zu einer Hermeneutik zu gelangen, die weder in Opfer- noch in Täterhermeneutik verfällt.

Daraus folgend gliedert sich die Arbeit in drei große Teilbereiche:

1. Ein Teil befasst sich mit dem Thema der Hermeneutik bei Gewalttexten. Dabei ist es mir ein Anliegen aufzuzeigen, wie viele mögliche Leseweise es gibt und wie wichtig dabei immer auch unsere Vorentscheidungen sind. 

2. Der humanwissenschaftliche Teil (Soziologie, Psychologie) versucht das Phänomen der tatsächlichen Gewalt und der dargestellten Gewalt näher zu beschreiben und so die Dynamik im Text und die Wirkung auf die Lesenden besser zu verstehen.

3. Der dritte Teil widmet sich der Textanalyse. Am Beispiel von 2 Sam 22 möchte ich anhand einer detaillierten Analyse und Interpretation einen produktiven, hermeneutisch reflektierten Umgang mit Gewalttexten vorstellen. Dazu werden exegetische Textauslegungen, insbesondere Analyse von Metaphern, semantischen Feldern, Körperbildern etc. mit Erkenntnissen aus Soziologie und Psychologie verknüpft.

 

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