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Die biblische Gestalt des Propheten Jeremia und seine Rezeption in der dramatischen Dichtung Jeremias von Stefan Zweig (Eva Plank)

Stefan Zeig – Das Jüdische in seinem Wesen und Schaffen 

Im einleitenden Kapitel wird begründet, dass Zweigs Jude– und Weltbürgersein sich nicht widersprechen oder ausschließen sondern sich ergänzen und wie beide Wesensmerkmale miteinander verwoben sind. Spuren der jüdischen Identität zeigen sich in einigen Werken Zweigs in besonderer Weise. An ihnen wird aufgezeigt, wie verwurzelt der übernationale Autor im Judentum ist, was auch im Gottesbild in seinen Werken belegt werden kann.

Stefan Zweig – Ein Kind seiner Zeit

Im zweiten Kapitel wird vorerst erörtert, welche Strömungen zur Zeit Zweigs jüdisches Denken maßgeblich beeinflusst haben. Neben der Frage nach dem Gegensatz von Ost- und Westjudentum geht es vor allem um die Darstellung von politischem und kulturellem Zionismus, Zweigs Haltung zu diesen Themen, sowie der Wirkung maßgeblicher Vertreter dieser Richtungen auf den Autor und sein Werk, vor allem Theodor Herzl und Achad Haam.
Ein zweiter Abschnitt dieses Kapitels beschäftigt sich konkret mit dem Einfluss des Ersten Weltkriegs auf das Leben und die Arbeit Zweigs am Jeremias.

Stefan Zweig –  Jeremias

Im dritten Abschnitt, dem Hauptteil der Arbeit, stehen intertextuelle Bezüge zwischen dem Zweigschen Jeremias und dem biblischen Propheten als auch Anspielungen auf andere Bücher und Figuren der Bibel im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Besonderes Augenmerk wird auf die Rolle des Propheten als Warner, Tröster und Verkünder gegenüber König und Volk gelegt. Zweigs Narrativ, „daß derjenige, der als der Schwache und Ängstliche in der Zeit der Begeisterung verachtet wird, in der Stunde der Niederlage sich meist als der einzige erweist, der sie nicht nur erträgt, sondern sie bemeistert“ und der sich daraus ergebenden Überzeugung des moralischen Sieges des Unterlegenen wird entlang der neun Bilder der dramatischen Dichtung Zweigs im Vergleich mit dem biblischen Propheten nachgegangen. Auch Sprache, Rezeptions- und Aufführungsgeschichte des Dramas werden thematisiert.

Publikationen

Eva Plank. Das Geheimnis um Stefan Zweigs jüdischen Vornamen. In: Stefan Zweig Centre Salzburg (Hrsg.), Zweigheft 15, Salzburg 2016, 21–28.

Plank, Eva, Stefan Zweigs jüdischer Vorname. Zur Bedeutung und Tradition der Namensgebung im Judentum, in: Gelber, Mark H. / Erdem, Elisabeth / Renoldner, Klemens (Hg.), Stefan Zweig – Jüdische Relationen. Studien zu Werk und Biographie (Schriftenreihe des Stefan Zweig Centre Salzburg Bd. 7), Würzburg 2017, 237–259.

Plank, Eva, „Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen“ (Jes 50,6). Die biblische Prophetengestalt und ihre Rezeption in der dramatischen Dichtung Jeremias von Stefan Zweig, in: Gelber, Mark / Erdem, Elisabeth / Renoldner, Klemens (Hg.), Stefan Zweig – Jüdische Relationen. Studien zu Werk und Biographie (Schriftenreihe des Stefan Zweig Centre Salzburg Bd. 7), Würzburg 2017, 101–119.

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