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Herausforderungen von "Wirtschaft - Ethik - Gesellschaft"

Wirtschaftliche Liberalisierung und Globalisierung sowie gesellschaftliche Pluralisierung und Segmentierung sind die zunehmend prägenden Faktoren des individuellen und gesellschaftlichen Lebens. Als „Zeichen der Zeit“ sind sie eine große Herausforderung an die politischen Kräfte und stellen einen wesentlichen Kontext theologischer und ethischer Reflexion dar.

Wirtschaft – Ethik – Gesellschaft bezeichnet daher ein dreifaches Interesse: 

  1. Die spezifische Fragestellung: Ökonomische und gesellschaftliche Entwicklungen sind keine fatalistisch oder deterministisch ablaufenden Prozesse. Es gilt vielmehr, ihre Dynamik im Blick auf Leitvorstellungen gelingenden Lebens zu deuten und zu verstehen. Auf dieser Basis lassen sich Möglichkeiten entdecken, diese Prozesse wirksam zu beeinflussen und verantwortungsvoll zu gestalten.
  2. Der besondere theologische Blickwinkel: Der christliche Glaube an Gott schließt den Glauben an menschliche Handlungsspielräume und Möglichkeiten eigenverantwortlicher Weltgestaltung ein. Er schärft zugleich den Blick für herrschende Ungleichgewichte und für Entwicklungen, die auf die Bedrohung guten menschlichen Lebens und Zusammenlebens hin tendieren. Schließlich nährt er die Hoffnung darauf, dass Frieden und Gerechtigkeit möglich sind, wo Menschen sich darauf einlassen. Diese Potenziale zu reflektieren und in den Diskurs einzuspeisen ist ein zentrales Anliegen von WiEGe.
  3. Die interdisziplinäre Ausrichtung: Die Zusammenarbeit mit VertreterInnen sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Disziplinen ist daher unerlässlich. Sie hat zum Ziel, Fragestellungen und Erkenntnisse einzelner Fächer im Austausch fruchtbar zu machen und gemeinsam weiter zu entwickeln. Über den wissenschaftlichen Rahmen hinaus liegt ein Interesse darin, die theologisch-ethische Kompetenz den „PraktikerInnen“ in Wirtschaft und Gesellschaft bereitzustellen.

Als konkrete Plattformen von WiEGe sind daher eingerichtet:

  • Die wechselseitige Öffnung einschlägiger Lehrveranstaltungen für Studierende anderer Fakultäten
  • Der unmittelbare Diskurs zwischen Ökonomie, Soziologie und Theologie
  • Interdisziplinäre Forschungsprojekte (inkl. Studientage, Workshops und Abendveranstaltungen)

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