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Im Vorbeigehen 17: Werner Feiersinger


Im Rahmen des Kunstprojekts "Im Vorbeigehen" präsentierte der Bildhauer Werner Feiersinger im Sommersemester 2009 unter dem Titel "Konstruktionen" großformatige Fotoarbeiten und Skulpturen an der KTU Linz: Ein großes Objekt im Garten der KTU sowie mehrere Fotografien im Foyer der Universität die mit dieser Skulptur korrespondieren.

Das Barnett Newman zugeschriebene Zitat, Skulptur sei das, worüber man stolpere, wenn man zurücktrete, um sich ein Bild anzusehen, verweist auf einen Aspekt, der Werner Feiersinger besonders wichtig ist: die physische Erfahrung von Objekten im Gegensatz zu Malerei. So konzeptuell sein bildhauerischer Ansatz auch ist, so vermittelt der Künstler in seinen Arbeiten doch die Faszination des Dreidimensionalen und die körperliche Auseinandersetzung mit dem Material und den spezifischen Oberflächen seiner Objekte. Feiersingers Skulpturen erinnern an Objekte des Alltags – an Konstruktionen, Fahnen, Baustellenzäune – verweigern sich jedoch gewohnter Benutzbarkeit. Ein weiterer wichtiger Bezugspunkt ist die Beschäftigung mit Werken der Minimal Art: im Gegensatz zu deren Prinzipien bricht Werner Feiersinger spielerisch mit der Ästhetik der industriellen Fertigung, verfremdet ironisch und stellt in Frage.

In seinen Ausstellungen werden den Skulpturen meist großformatige Fotografien gegenübergestellt, die eine andere Lesbarkeit der skulpturalen Werke ermöglichen und deren Rezeption verändern. Feiersingers Fotoarbeiten zeigen oft ungewohnte Blickwinkel auf legendäre Gebäude wie z.B. jene von Le Corbusier oder legen ein Augenmerk auf wenig beachtete Orte wie in der nun an der KTU zu sehenden Arbeit auf die Linzer Turmruine „Cäcilia“. Dabei werden im Medium der Fotografie – das dem Künstler im Gegensatz zur Bildhauerei ein skizzenhaftes und spontanes Arbeiten erlaubt – skulpturale und plastische Aspekte herausgearbeitet, neu und anders sichtbar gemacht.

 Folder Im Vorbeigehen 17


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