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Im Vorbeigehen 13: Harald Gsaller


AUGE oder EI

Im Sommersemester 2007 präsentiert Harald Gsaller im Foyer und in den ebenerdigen Hörsälen Auszüge seines bildkünstlerisch-
literarischen Werks (Fotoserien, Bücher, Embleme und Drucke), das unterschiedliche Interaktionsformen zwischen Text und Bild vor Augen führt - und die feine Grenze zwischen Literatur, Wissenschaft und Kunst auslotet. Gemeinsam ist Gsallers Arbeiten, dass Sprachbilder, Denkbilder, gesehene Bilder, gelesene Begriffe, Vorstellungsbilder und Spracherfindungen einander überlagern.

Die Blätter an den Wänden und die Buch-Objekte in den Vitrinen sind in ein breites Spektrum von Text-Bild-Dialogen der Gegenwart und der Geschichte eingebunden - und nehmen Bezüge zu dieser Tradition etwa in Form der Embleme auf. Das Wechselspiel von Bild, Schrift und Schriftbild lässt sowohl die Differenzen der Medien als auch ihre Verwandtschaft hervortreten. Gsaller stellt somit in „AUGE oder EI" die ältesten Gegensätze alphabetischer Kultur zwischen Zeigen und Nennen, Abbilden und Sagen zur Diskussion.

Ein Satz drängt sich auf. Gehört, der Satz, gelesen, eingefallen. Oder es ist ein Bild. Der Satz/das Bild werden gänzlich einverleibt - und verbrüdern sich mit anderen Sätzen und Bildern in mir. Neue Bilder/Sätze klopfen an. Auch wir wollen verwendet werden! Wir auch! Die möglichen Kombinationen. Das Setzen eines Kontextrahmens: Es geht um (die geglückte) Mischung.

(Harald Gsaller)

Folder Im Vorbeigehen 13


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