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Im Vorbeigehen 10: Maja Vukoje


Die Ambivalenz und ihre Geister

Im Wintersemester 2005/06 waren aktuelle Bilder und Zeichnungen von Maja Vukoje zu sehen. Zu Vukojes Trademark wurde in den 1990er Jahren ein einziges Bildmotiv: die Puppe.

Unzählige lasierend gemalte Ölbilder von berührend-bedrohlichen kindlichen Figuren, die einsam einem weißen undefinierten Bildraum ausgesetzt sind, entstanden zwischen 1995 und 2003. 2004 erweiterte Vukoje ihr malerisches Spektrum, ohne dabei zentrale Anliegen wie die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Selbst und die Suche nach zeitgemäßen malerischen Formen über Bord zu werfen. Herrschte bei den Puppenbildern motivisch wie chromatisch größtmögliche Reduktion vor, so zeichnen sich die neuen großformatigen Leinwände durch eine Mischtechnik aus Acryl, Ölmalerei und Spraytechnik sowie eine poppig-grelle Farbigkeit aus.

Zu sehen sind schemenhaft angedeutete Menschen in scheinbar idyllischen Landschaften. Oft kommunizieren die märchenhaften Wesen mit einem tierischen Gegenüber.


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