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Heft 4/2011: Scham


Jüngst ist die Scham vermehrt ins Zentrum kulturwissenschaftlicher, philoso-phischer, psychologischer, soziologischer und theologischer Aufmerksamkeit gerückt. Allerdings, und dies überrascht: Auf den ersten Blick ist sie kein beziehungsweise nur indirekt ein Thema der Kunst. Dabei rührt die Scham an kunstwissenschaftliche und ästhetische Diskurse zu Blick und Voyeurismus; sie mischt sich in die Rezeption von Bildern der Nacktheit und Pornografie; sie hat Anteil am Abjecten; sie macht sich bemerkbar in unseren Tabus und ihrer Überschreitung; im Ausloten von Hell- und Dunkelzonen steht sie in engem Bezug zu Fotografie und Film. Scham konstituiert sich im Blicken und Erblickt-Werden ...

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