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Heft 3/2016: Auf der Flucht


Österreich und Deutschland, die skandinavischen Länder, ganz Europa wurde 2015 von der „Flüchtlingskrise“ eingeholt. Das Cover dieser Ausgabe von „kunst und kirche“ zeigt losstürmende Menschen, die offensichtlich eine Absperrung durchbrochen haben. Es hat sich tief in das kulturelle Gegenwartsgedächtnis eingegraben. Werden wir überrannt? Schaffen wir das? Wo sind die Grenzen?

Kunst muss nicht die gegenwärtigen Angstdebatten lösen. Sie ist auch wahrscheinlich kein Beitrag gegen den Terror. Was aber die Kunst in dieser Situation anzubieten vermag, ist vor allem eine Sensibilität des Blicks, mitunter sogar einen radikalen Blickwechsel.

Bilder von Künstlern und Künstlerinnen sind für einen verantwortbaren Bilderhaushalt essentiell notwendig: nicht zuletzt als ein Akt der Stellvertretung für das Unvermögen, diesen Bildern ins Gesicht zu sehen. Wie kann Respekt, wie Würde dabei noch sichtbar werden? Wie unmittelbar müssen Bilder sein und in welche Nähe dürfen sie führen? Darum geht es in diesem Heft.

Mit Künstlerseiten werden Einzelpositionen zwischen Essays und Interviews eingestreut. Die Genres wurden bewusst aufgemacht: Nicht nur zeitgenössische Kunst spielt eine Rolle, auch die Architektur (mit der diesjährigen Architekturbiennale) und der zeitgenössische Film.

Vorwort und Inhaltsverzeichnis auf kunstundkirche.at


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