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Heft 2/2016: Mode


Mode als Thema der Zeitschrift kunst und kirche? Das mag zunächst überraschen, wird doch Mode in unserer Kultur mit Frivolität, mit Konsum und Luxus assoziiert und so als Gegensatz zur Kunst gesehen – und zur Kirche sowieso. Aber ist der Kirchgang zuweilen nicht auch eine willkommene Gelegenheit, ein neues Outfit zur Schau zu stellen? Ist nicht der Gottesdienst selbst von der Lust am Festlichen und Schönen geprägt? Und was kennzeichnet Mode als Phänomen unseres Alltags? Lebt Mode nicht ganz ursächlich – mit Getrud Lehnert gesprochen – von einem ästhetischen Überschuss? Ist sie nicht ganz wesentlich ein ästhetisches Spiel jenseits von Nützlichkeit und Tragbarkeit?

Der Spielraum der Mode kann dazu dienen, auf das Transzendente zu verweisen und religiöse Identität zu markieren – aber auch dazu, Mode der Kunst anzunähern. Aktuell ist es geradezu en vogue, Kunst und Mode zu verbinden. Auch das aber ist keine völlig ‚neue Mode‘, sondern hat eine lange Tradition.

Heft 2/2016 „Mode“ widmet sich exemplarischen Fragen und Phänomenen zwischen Mode, Kunst und Kirche – und gibt so Einblicke in ein dynamisches Handlungs- und Forschungsfeld. Die breit gestreuten Beiträge können das Bewusstsein schärfen für „Sprachen der Kleidung“ in Kirche, Kunst, Kino, Haute Couture und Alltag.

Vorwort und Inhaltsverzeichnis auf kunstundkirche.at


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