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Lehrveranstaltungen von Anna Minta

PS: Bauen und Wohnen – die gute Form. Architektur- und Designgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert

Haus – Haushalt – Haushaltung: Mit diesen drei Worten sind Architektur als Wohnraum, als räumliche Organisation und gestaltetes „zu Hause“, Einrichtung sowie soziale Lebensformen und Lebensstile umschrieben. Architektur und Ausstattung sollen in vielen Fällen eine Wohnung als Heimat und zugleich einen Repräsentationsraum des sozio-ökonomischen Status und des kulturellen Selbstverständnisses schaffen.

Im Zuge der Industrialisierung wächst der Druck auf den städtischen Wohnungsbau, zugleich geht mit der Metropolenbildung auch der Sehnsuchtsort vom Haus im Grünen einher. Villen als Traum vom Adelsschloss stehen im scharfen Kontrast zu Arbeitersiedlungen, Gartenstädten und dem Wohnungsbau für das Existenzminimum. ArchitektInnen des 19. und 20. Jahrhundert sehen sich als Architektur- und GesellschaftsreformerInnen: neuen Wohn- und Siedlungsformen sollen auf neue Lebensmodelle (von der Großfamilie zum Single) und emanzipatorische Bestrebungen antworten. Über Interessensvertretungen aus Architektur, Politik und Wirtschaft wie z. B. der Werkbund und Ausstellungen (z. B. Werkbundsiedlungen, Industriemessen etc.) sollen soziale, architektonische und ästhetische Reformkonzepte breitenwirksam durchgesetzt werden.

Details zu dieser Lehrveranstaltung sowie zu den Lehrveranstaltungen des Fachbereichs Kunstwissenschaft im „Kommentierten Lehrveranstaltungsverzeichnis WiSe 2017/18“ unter ku-linz.at/kunstwissenschaft/lehre/


PK: Kunst-Kon-Texte

Wo möchte ich ein Kunstprojekt realisieren und in welcher Form soll am ausgewählten Ort Kunst zur Sprache kommen, gilt es zu fragen. 
Der/die Studierende hat ein Handlungsfeld eigenständig zu wählen, ein Projekt zu entwickeln und es vor Ort durchzuführen. In einer schriftlichen Arbeit sollen die Projektgenese dargestellt und die Erfahrungen reflektiert werden. Die Projektarbeit kann alleine oder in einem Team durchgeführt werden. 
Die LV-Leitung/Betreuung bietet Anregung und Unterstützung, die Gruppe dient zum Erfahrungsaustausch.

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PV: Privatissimum Kunstwissenschaft (Minta)

Forschungskolloquium: Studierende im BA und MA, Doktorierende und Habilitierende haben die Gelegenheit, ihre Forschungsvorhaben zu präsentieren und sich einer kritischen Diskussion zu stellen.
Auch freie Forschungsarbeiten können vorgestellt werden.

Details zu dieser Lehrveranstaltung sowie zu den Lehrveranstaltungen des Fachbereichs Kunstwissenschaft im „Kommentierten Lehrveranstaltungsverzeichnis WiSe 2017/18“ unter ku-linz.at/kunstwissenschaft/lehre/


SV+L: Raumtheorien: Mensch - Raum - Gestaltung

Nicht erst seit dem Ende der 1980er Jahren ausgerufenen „spacial turn“ stellen Kunst- und Kulturwissenschaften den Raum bzw. Raumkonzepte in das Zentrum von Architektur- und Gesellschaftsbetrachtungen. Ende des 18. Jahrhunderts werden im Kontext von Aufklärung und Sensualismus Fragen nach wahrnehmungsästhetischen Konzepten von Architektur gestellt, die über das tradierte Verständnis von Baukunst als das wohlproportionierte Fügen von Baumassen unter Berücksichtigung spezifischer materieller und konstruktiver Eigenschaften hinausgehen. Erklärungsmodelle zur sinnlichen Wirkungsmacht von Architektur versuchen, Entwürfen und Bauten neue Qualitäten von emotiven Charakter, spezifisch künstlerischer Auszeichnung und/oder moralischer und soziopolitischer Reformkraft zuzuschreiben. ArchitektInnen und TheoretikerInnen bemühen sich bis heute, mit neuen Begrifflichkeiten wie Atmosphäre und Effekt, Sakralisierung und Auratisierung, „signature buildings“ und „iconic architecture“, neue Beschreibungsmuster für das Besondere und Herausragende in der Baukunst zu entwickeln.

Details zu dieser Lehrveranstaltung sowie zu den Lehrveranstaltungen des Fachbereichs Kunstwissenschaft im „Kommentierten Lehrveranstaltungsverzeichnis WiSe 2017/18“ unter ku-linz.at/kunstwissenschaft/lehre/


EX: Wien - Architektur und Interieur

Im 19. Jahrhundert wird die Forderung nach einer Kohärenz zwischen Außen- und Innenraum, zwischen Fassade und Grundriss als innere Raumorganisation immer lauter. Architektur und Interieur werden häufig als ganzheitlicher Entwurf gedacht und in der Ausführung als Gesamtkunstwerk betrachtet. In der Moderne entstehen neue Wohnkonzepte und neue öffentliche Bautypologien, die zum Experimentierfeld sozialer Reformkonzepte und ästhetischer Entwürfe werden. Bauen ist Gestaltung von Gemeinschaft und Privatheit.

Details zu dieser Lehrveranstaltung sowie zu den Lehrveranstaltungen des Fachbereichs Kunstwissenschaft im „Kommentierten Lehrveranstaltungsverzeichnis WiSe 2017/18“ unter ku-linz.at/kunstwissenschaft/lehre/


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